Ciliegiolo

Nur noch in gerin­gen Men­gen in der Tos­ka­na ange­bau­te Rot­wein­trau­be mit einer läng­li­chen Trau­ben­form und mit­tel­gro­ßen Bee­ren, aus denen alko­hol­rei­che und säu­re­ar­me Wei­ne gewon­nen wer­den. Aller­dings wird die Cilie­gio­lo sel­ten rein­sor­tig gekel­tert. Im Anbau­ge­biet des Vino Nobi­le di Mon­te­pul­cia­no wird sie regel­mä­ßig, im Chi­an­ti gele­gent­lich als Kom­ple­men­tär­trau­be für die San­giove­se-Trau­be ver­wen­det, aller­dings nur in Grö­ßen­ord­nun­gen von weni­gen Pro­zen­ten. Der Ursprung der Sor­te ist unsi­cher. Ein tos­ka­ni­scher Ampelo­graph schrieb 1914, dass sie 1870 von Mön­chen ein­ge­führt wor­den sei, die aus San­tia­go di Com­pos­te­la zurück­ka­men und sie »Cilie­gio­lo di Spa­gna« nann­ten. Nach­for­schun­gen haben erge­ben, dass eine Sor­te die­ses oder ähn­li­chen Namens in Spa­ni­en nicht exis­tiert.

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