1966 Châ­teau Musar

Blass­rot in der Far­be mit deut­li­chen Braun­tö­nen, in der Nase wie ein gereif­ter Cham­ber­tin, mit Noten von Pflau­men­mus, Melas­se, nas­sem Wald­bo­den, schwar­zem Pfef­fer, im Mund schon ziem­lich aus­ge­trock­net, aber mit Res­ten einer einst­mals leben­di­gen Säu­re. Es gibt Fla­schen, die von erfah­re­nen Tes­tern mit 98/100 Punk­ten beno­tet wur­den, ande­re blei­ben im Bereich um 90/100 Punk­te. Sicher ist, dass die­ser Wein eher höher als nied­ri­ger bewer­tet wür­de, wäre er ein Bor­deaux.

Über den Autor
Jens Priewe

Jens Priewe hat vie­le Jah­re als Politik- und Wirt­schafts­jour­na­list gear­bei­tet, bevor er auf das The­ma Wein umsat­tel­te. Er schreibt Kolum­nen für den Fein­schme­cker und für das schwei­ze­ri­sche Wein­ma­ga­zin Mer­um. Für den Wein­ken­ner, deren Gesell­schaf­ter er ist, hat er seit der Grün­dung über 200 Arti­kel bei­gesteu­ert. Außer­dem ist er Ver­fas­ser meh­re­rer erfolg­rei­cher Wein­bü­cher (u. a. „Wein – die gros­se Schu­le“, „Grund­kurs Wein“). Er stammt aus Schleswig-Holstein, lebt aber seit fast 40 Jah­ren in Mün­chen.

Kommentar hinzufügen

Antwort schreiben