Schäumer & Prickler Frankreich

Roederer nimmt Philippe Starck ins Boot

Frédéric Rouzeau und Philippe Starck Artikelbild
Philippe Starck liebt Champagner – aber nur undosierten. Roederer hat den Designer nun für seinen ersten Brut Nature engagiert. Aber nicht nur für das Etiketten-Design.

Phil­ip­pe Starck liebt Cham­pa­gner – aber nur undo­sier­ten. Roede­rer hat den Desi­gner nun für sei­nen ers­ten Brut Natu­re enga­giert. Aber nicht nur für das Etiketten-Design.

Frédé­ric Rou­zeau und Phil­ip­pe Starck

Der fran­zö­si­sche Desi­gner Phil­ip­pe Starck ist schon von vie­len Cham­pa­gner­häu­sern gefragt wor­den, ob er Fla­schen und Packa­ge von Marken-Champagner gestal­ten wür­de. Er hat­te alle Ange­bo­te aus­ge­schla­gen: „Ich moch­te die Vor­stel­lung nicht, eine Fla­sche mit dem Namen Starck zu ver­kau­fen, in der kein Starck drin sein wür­de“, sagt er.

Als das Cham­pa­gner­haus Lou­is Roede­rer das Ange­bot unter­brei­te­te, nicht nur Eti­kett und Packa­ge zu gestal­ten, son­dern auch aktiv an der Cuvée mit­zu­ar­bei­ten, hat Starck zuge­sagt: „Ich hat­te so due Chan­ce einen Cham­pa­gner zu kre­ieren, der mei­nem Geschmack ent­spricht.“

Das Resul­tat ist der 2006 Brut Natu­re, der ers­te undo­sier­te Cham­pa­gner von Roede­rer. Der Jahr­gang hat es mög­lich gemacht, die­sen Cham­pa­gner von aus­ge­wähl­ten Lagen bei Cumiè­res völ­lig ohne Ver­sand­do­sa­ge abzu­fül­len. Die Dosie­rung ist bei  Roede­rer ohne­hin sehr nied­rig (9 bis 10 Gramm pro Liter). Aber man­che Jahr­gän­ge brau­chen sie über­haupt nicht.

Brut Natu­re 2006

Der größ­te Teil die­ses Jahrgangs-Champagners besteht aus Pinots Noir. Er gibt ihm  Wei­nig­keit (ohne malo­lak­ti­sche Gärung) und eine zar­te Wür­ze, wie sie typisch für das Dorf Cumiè­res ist. Die­se Basis macht einen Ver­zicht auf Dosa­ge mög­lich. Mit ein paar Chardonnay-Weinen umrahmt, erweist sich die­ser Brut Natu­re als run­der, ele­gan­ter Wein von gro­ßer Rein­heit, des­sen sat­te und sam­ti­ge Struk­tur sich mit einer ange­neh­men Fri­sche ver­eint. Roede­rers Chef-Önologe Jean-Baptiste Lécail­lon emp­fiehlt, die­sen Brut Natu­re bei 13°C zu genie­ßen, am bes­ten am frü­hen Abend, wenn man Lust auf etwas Fri­sches hat. Oder zum Ape­ri­tif, um den Gau­men zu sti­mu­lie­ren oder auch am Ende einer Mahl­zeit als opu­len­ten Abschluss.

Frédé­ric Rou­zaud, Gene­ral­di­rek­tor des im Fami­li­en­be­sitz befind­li­chen Hau­ses, zeigt sich sehr zufrie­den mit dem Resul­tat: „Ich habe schon immer die Krea­ti­vi­tät von Phil­ip­pe Starck bewun­dert, die ich in den von ihm gestal­te­ten Restau­rants und Hotels ent­deckt habe. Ich freue mich immer wie­der über sei­nen Stil, sei­nen Respekt für den Ort und die groß­ar­ti­ge Frei­heit bei der Gestal­tung. Als ich ihn zum ers­ten Mal traf, wuss­te ich noch nicht genau, was ich woll­te. Als er mir dann erzähl­te, dass er nur undo­sier­ten Cham­pa­gner trinkt, kam ich auf die Idee für das Pro­jekt, an dem wir seit 2013 arbei­ten – ein anders­ar­ti­ger Wein, eine Cuvée Lou­is Roede­rer basie­rend auf der Authen­ti­zi­tät des Anbau­ge­bie­tes.“

Vom Brut Natu­re wer­den 60.000 Fla­schen erzeugt.


Preis: 74,90 Euro

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