Villa Sandi: Prosecco mit Profil

Das renommierte Weingut blickt auf eine lange Geschichte zurück und setzt auf Tradition wie Innovation.

Dem Wein­gut Vil­la San­di steht ein ganz gro­ßes Jubi­lä­um ins Haus. Vor bald 400 Jah­ren wur­de das Gut gegrün­det. Der sei­ner­zeit erbau­te Haupt­sitz in Cro­cet­ta del Montel­lo, etwa 60 Kilo­me­ter nörd­lich von Vene­dig, ist eine klas­si­zis­ti­sche Vil­la aus der Schu­le des Architektur-Genies Andrea Pal­la­dio. Ihr Säu­len­por­tal ziert denn auch die Eti­ket­ten der Prosecco-Weine des renom­mier­ten Betrie­bes. Die kon­stant hohe Qua­li­tät die­ser Schäu­mer ist das Fun­da­ment für die viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten der Win­zer­fa­mi­lie Moret­ti Pole­ga­to.


In drit­ter Genera­ti­on führt Gian­car­lo Moret­ti Pole­ga­to aktu­ell die Geschi­cke des Unter­neh­mens. „Als Kind ging ich immer mit mei­nen Eltern in die Wein­ber­ge, um die bes­ten Trau­ben aus­zu­wäh­len“, erzählt er, „am Anfang war es Neu­gier, dann wur­de aus Neu­gier Lei­den­schaft und aus Lei­den­schaft Kom­pe­tenz. Und so ver­trau­te mir die Fami­lie die Auf­ga­be an, die Arbeit drei­er Genera­tio­nen fort­zu­set­zen.”

Gian­car­lo Moret­ti Pole­ga­to © Vil­la San­di

Rund 160 Hekt­ar Wein­ber­ge befin­den sich im Besitz der Fami­lie, von deren Ertrag auch hoch­wer­ti­ge Still­wei­ne pro­du­ziert wer­den. Das Reb­land erstreckt sich über DOC und DOCG-Gebiete zwi­schen Vene­ti­en und Friaul-Julisch Vene­ti­en. 2019 wur­den die Wein­ber­ge des Valdobbiadene-Gebietes (Pro­vinz Tre­vi­so) zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt. Deren nur 106 Hekt­ar gro­ßes his­to­ri­sches Herz­stück, qua­si die Keim­zel­le des Pro­sec­co, heißt Car­tiz­ze. Hier ste­hen auf kal­ki­gem Unter­grund auch die Reb­stö­cke des „La Rivet­ta“, dem hoch­wer­tigs­ten Spu­man­te von Vil­la San­di, der Spit­ze des Sor­ti­ments.

© Vil­la San­di

Zusätz­lich ver­ar­bei­tet Vil­la San­di die Ern­te von rund 500 Ver­trags­win­zern, die umfas­send das gan­ze Jahr über von Agro­no­men und Öno­lo­gen der Kel­le­rei bera­ten wer­den. Im Mit­tel­punkt steht die Glera-Traube, aus wel­cher Pro­sec­co gekel­tert wird. Bis zur Ände­rung des ita­lie­ni­schen Wein­ge­set­zes 2009 war „Pro­sec­co“ der Name der Trau­be und kein defi­nier­tes Her­kunfts­ge­biet.

Die pri­ckeln­de Abtei­lung des Port­fo­li­os von Vil­la San­di reicht vom Pro­sec­co friz­zan­te (Perl­wein) über Perl- und Schaum­wei­ne aus wei­te­ren klas­si­schen Reb­sor­ten wie Char­don­nay, Pinot Bian­co und Pinot Nero bis zu Pro­sec­co Spu­man­te aus eng umris­se­nen Anbau­ge­bie­ten wie Valdob­bia­de­ne, Cone­glia­no oder Aso­lo – dazu sol­che auch als Jahr­gangs­sekt. Aus­ge­baut wer­den sie nach der Charmat-Methode, das bedeu­tet, dass die zwei­te Gärung im Tank statt­fin­det, was die jugend­li­che Fruch­tig­keit unter­streicht.

© Vil­la San­di

Touristischer Tipp:

Die Vil­la San­di kann besucht wer­den. Bis zu 20.000 Besu­cher besich­ti­gen in nor­ma­len Jah­ren die Kunst­schät­ze und das 1,5 Kilo­me­ter (!) lan­ge Kel­ler­sys­tem, das vor 30 Jah­ren bei Restau­rie­rungs­ar­bei­ten wie­der­ent­deckt wur­de.

In der Locan­da San­di in Valdob­bia­de­ne wird in elegant-rustikalem Ambi­en­te typi­sche Regio­nal­kü­che des Vene­to ser­viert.

Villa Sandi: Ausgewählte Prosecco-Spumante

Il Fres­co, Pro­sec­co Spu­man­te brut Tre­vi­so DOC Il Fres­co

Die­ser Spu­man­te ist der zuver­läs­si­ge Dau­er­bren­ner des Hau­ses Vil­la San­di. Bereits 15 Mal wur­de er von der Bran­chen­zeit­schrift „Wein­wirt­schaft“ zum „Pro­sec­co des Jah­res aus dem Fach­han­del“ gekürt. Der Name sagt es: Il fres­co („Der Fri­sche“) über­zeugt mit Jugend­lich­keit und ani­mie­ren­der Trink­freu­de. Zum Ape­ri­tif und zu kal­ten Häpp­chen genie­ßen. Um 11 Euro

2020 Pro­sec­co Rosé brut Il Fres­co

Mit dem Jahr­gang 2019 wur­de mit dem Rosé eine neue Kate­go­rie Pro­sec­co ein­ge­führt. Die­ser besteht neben der Prosecco-Traube Gle­ra zu bis zu 15 Pro­zent aus Pinot Nero. Er darf nur als Spu­man­te pro­du­ziert wer­den. Der Rosé der Vil­la San­di zeigt neben den typi­schen Aro­men auch einen Hauch Gerb­stof­fe, der sich dezent am Gau­men bemerk­bar macht. Schmeckt zu wür­zi­gen kal­ten Vor­spei­sen und gegrill­tem Fisch. Um 12 Euro.

Car­tiz­ze La Rivet­ta, Valdob­bia­de­ne DOCG Vil­la San­di

Der Star unter den Villa-Sandi-Schaumweinen. Aus Trau­ben von den wert­volls­ten Lagen in Car­tiz­ze gekel­tert. Sehr fei­ne, leben­di­ge Per­len, viel­schich­ti­ge Frucht (rei­fe Äpfel, Zitrus, tro­pi­sche Früch­te), dazu Blü­ten und Honig; tro­cken, weich und bele­bend am Gau­men. Die­ser edle Spu­man­te kann ein gan­zes leich­tes (Fisch-) Menü beglei­ten.

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