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Montebruna – sprechendes Etikett für einen Barbera, der rockt

Montebruna Barbera d'Asti
Der Wein heißt Montebruna und ist so besonders wie das Etikett. Der Schriftzug ist aus Versfragmenten und poetischen Riffs zusammengesetzt, die Musikern einfielen, nachdem sie den Weinberg besichtigt hatten. Roby Facchinetti zum Beispiel, der Sänger der berühmten italienischen Pop Rock-Gruppe Pooh. Seitdem heißt es, dass der Montebruna rockt.

Der Wein heißt Monte­bru­na und ist so beson­ders wie das Eti­kett. Der Schrift­zug ist aus Vers­frag­men­ten und poe­ti­schen Riffs zusam­men­ge­setzt, die Musi­kern ein­fie­len, nach­dem sie den Wein­berg besich­tigt hat­ten. Roby Fac­chinet­ti zum Bei­spiel, der Sän­ger der berühm­ten ita­lie­ni­schen Pop Rock-Gruppe Pooh. Seit­dem heißt es, dass der Monte­bru­na rockt.

Montebruna Barbera d'AstiDas Pie­mont ist ein Land gro­ßer Rot­wei­ne. Die bekann­tes­ten hei­ßen Baro­lo und Bar­ba­res­co. Wer aber das Pie­mont genau kennt weiß, dass auch der Bar­be­ra ein gro­ßer Wein sein kann. Bric­co dell’Uccellone, Bric­co del­la Bigot­ta, Ai Suma – Namen, die für gro­ße, fest­li­che Bar­be­ra ste­hen. Alle drei kom­men aus dem Wein­gut Brai­da. Brai­da gilt im Pie­mont als Pio­nier des moder­nen Bar­be­ra.

Auch der Monte­bru­na ist ein Braida-Barbera. Aber er ist kein fest­li­cher Wein, son­dern ein All­tags­wein, aller­dings einer von der geho­be­nen Qua­li­tät. Er wird gekel­tert aus Barbera-Trauben und gereift in einem Wein­berg glei­chen Namens: eine lang­ge­streck­te Süd­ost­la­ge mit sandig-lehmigem Unter­grund. Die Reben sind mit 8000 Stö­cken pro Hekt­ar so dicht gepflanzt, dass sie nur klei­ne Trau­ben mit dicker Scha­le her­vor­brin­gen – genau das, was qua­li­täts­ori­en­tier­te Win­zer wol­len.

Kein Neuholzmonstrum, sondern ein klassischer Barbera

Sicher, der Monte­bru­na wird nicht extrem ertrags­re­du­ziert pro­du­ziert wie Brai­das Spit­zen­wei­ne. Und er wird nicht in Bar­ri­ques aus­ge­baut. Er reift ganz tra­di­tio­nell in gro­ßen Fäs­sern aus sla­wo­ni­scher Eiche. Ein klas­si­scher Bar­be­ra also, kein neu­holz­ge­sät­tig­tes Mons­trum mit einem Alko­hol­ge­halt, der sich eher zum Flam­bie­ren als zum schluck­wei­sen Genie­ßen eig­net.

Auf der ande­ren Sei­te ist der Monte­bru­na auch kei­ner die­ser bana­len, kirsch­fruch­ti­gen Wei­ne, die so schnell im Schlund ver­schwin­den wie sie in die Mund­höh­le ein­ge­tre­ten sind. Er ist ein dich­ter, voll­mun­di­ger Wein von beträcht­li­cher Kon­zen­tra­ti­on, der nach Blau­bee­ren, fri­schen Pflau­men, Kirsch­kom­pott, Veil­chen und erdi­ger Wür­ze schmeckt. Beson­ders ange­nehm ist die fei­ne, erfri­schen­de Säu­re.

Wer mag, kann ihn bei Ker­zen­licht zu einem Gän­se­bra­ten trin­ken. Doch bes­ser noch passt er zu einem Tel­ler guter Spa­ghet­ti Bolo­gne­se oder einem Risot­to mit Geflü­gel­le­ber – dem Lieb­lings­ge­richt von Raf­fa­el­la Bolo­gna.

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