Moderater Weingenuß: Peeling für die Haut

Die im Wein enthaltenen Inhaltsstoffe sind nicht nur für das Herz gut. Sie können auch die Haut straff und glatt machen.

Die gesund­heit­li­chen Vor­zü­ge von Wein wer­den nach wie vor heiß dis­ku­tiert. Spä­tes­tens nach der Ent­de­ckung des fran­zö­si­schen Para­do­xons steht jedoch fest: Ein täg­li­ches Glas Wein tut der Gesund­heit gut. Aber gilt das auch für die Haut?

Die Wirkung der Antioxidantien im Wein

Die kör­per­li­che Gesund­heit und beson­ders die Gesund­heit der Haut sind ein wich­ti­ges The­ma – auch, weil die Haut jedes Men­schen unter­schied­lich auf inne­re und äuße­re Ein­flüs­se reagiert. Den­noch gibt es Hin­wei­se – und auch Bele­ge – dafür, dass im Wein Inhalts­stof­fe ent­hal­ten sind, die eine posi­ti­ve Wir­kung auf die Gesund­heit der Haut haben kön­nen. Recher­chiert man zu den gesund­heit­li­chen Vor­tei­len des täg­li­chen Glas Weins, wird beson­ders die anti­oxi­da­ti­ve Wir­kung her­vor­ge­ho­ben. Vor allem im Rot­wein wur­de eine hohe Kon­zen­tra­ti­on an Poly­phe­n­o­len nach­ge­wie­sen. Sie wir­ken als die stärks­ten in der Natur vor­kom­men­den Anti­oxi­dan­ti­en gegen freie Radi­ka­le, vor allem im Bereich der Herz-Koronargefäße, aber auch inner­halb der Haut. Das heißt: Sie schüt­zen vor einem ver­früh­ten Alte­rungs­pro­zess. Der schäd­li­chen Wir­kung von Fak­to­ren wie UV-Strahlung kann so ein Stück weit ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den.

Resveratol – das wichtigste Antioxidantium

Ins­be­son­de­re Res­ver­a­trol, das in hohen Kon­zen­tra­tio­nen in Rot­wein ent­hal­ten ist, hat laut Stu­di­en eine krebs­vor­beu­gen­de und ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung. Poly­phe­no­le, wie Res­ver­a­trol, Quer­ce­tin, und Cate­chin för­dern außer­dem die Kol­la­gen­bil­dung und ver­hin­dern den Ver­lust von kör­per­ei­ge­ner Hyaluron­säu­re, die für ein gestraff­tes Haut­bild not­wen­dig ist. Ein Anti-Aging-Wundermittel ist der Rot­wein den­noch nicht und eine “Rotwein-Behandlung” wird wenig gegen die natür­li­chen Alte­rungs­er­schei­nun­gen der Haut unter­neh­men kön­nen.

Fruchtsäuren mit peelender Wirkung

Nicht nur als Getränk kann Wein sei­ne Wir­kung auf der Haut ent­fal­ten: Die ent­hal­te­nen Säu­ren ähneln den Frucht­säu­ren (AHAs), die auch von Der­ma­to­lo­gen zur Behand­lung von Haut­pro­ble­men (z. B. Akne) ange­wen­det wer­den. Sie kön­nen abge­stor­be­ne Zel­len und Ver­un­rei­ni­gun­gen von der Haut lösen und bei wie­der­hol­ter Anwen­dung für ein kla­re­res, fri­sches Haut­bild sor­gen. Eine Gesichts­be­hand­lung mit Wein soll­te jedoch nur von erfah­re­nen Kos­me­ti­kern durch­ge­führt wer­den: Alko­hol hat auf der Haut eine aus­trock­nen­de Wir­kung, wes­halb sie nach einer Behand­lung mit Wein auch eine inten­si­ve Pfle­ge mit hydrie­ren­den Wirk­stof­fen benö­tigt. Ein Exper­te kann am bes­ten ein­schät­zen, ob die Haut für eine sol­che Behand­lung geeig­net ist und sie gege­be­nen­falls um die nöti­gen pfle­gen­den Wirk­stof­fen ergän­zen.

Diese Weine sind besonders gut für die Haut

 Poly­phe­no­le kom­men beson­ders oft in den Scha­len und den Ker­nen von Wein­trau­ben vor. Da bei der Erzeu­gung von Rot­wein die Scha­le zum Extra­hie­ren ver­schie­de­ner Aro­ma­stof­fe mit­ver­ar­bei­tet wird, ent­hält die­ser auch bedeu­tend mehr Anti­oxi­dan­ti­en als Weiß­wein, Rosé oder Schaum­wein. Zu den Rot­wein­sor­ten, die beson­ders reich an Res­ver­a­trol sind, zäh­len Mal­bec, Pinot Noir, und Peti­te Sirah. Wei­ne wie Shiraz, Mer­lot und Caber­net sind dage­gen beson­ders reich an Pro­cya­ni­din, einem Anti­oxi­dans, das den Abbau von Kol­la­gen ver­hin­dern kann.

Kosmetische Anwendungen mit Wein und seinen Bestandteilen

Nicht nur als Getränk hat Wein vie­le begeis­ter­te Anhän­ger. Auch als Bestand­teil von Gesichts­be­hand­lun­gen wird ins­be­son­de­re Rot­wein immer belieb­ter. Mas­ken und Cremes mit Rot­wein als Wirk­stoff machen sich den anti­oxi­da­ti­ven Effekt so zunut­ze. Vie­le Kos­me­ti­ker und Spas bie­ten außer­dem die soge­nann­te ‘Vino­the­ra­pie’ an, bei der nicht nur Wein, son­dern auch Trau­ben­ker­ne, Trau­ben­kern­öl oder sogar gan­ze Trau­ben ver­wen­det wer­den. Ins­be­son­de­re Trau­ben­kern­öl ist in der Kos­me­tik schon lan­ge für sei­ne pfle­gen­de Wir­kung bekannt und kann bei fast allen Haut­ty­pen ange­wen­det wer­den. Es ent­hält neben der hohen Kon­zen­tra­ti­on an Anti­oxi­dan­ti­en auch Lin­ol­säu­re, die Ver­hor­nun­gen auf der Gesichts­haut ent­ge­gen­wirkt und für einen strah­len­den, erfrisch­ten Teint sorgt.

Wann schadet Rotweinkonsum der Haut?

 Bei allen Vor­tei­len, die beson­ders Rot­wein für die Haut bie­tet, ist den­noch Vor­sicht gebo­ten. Denn Alko­hol­kon­sum wei­tet die Blut­ge­fä­ße – auch im Gesicht. Das kann zu unschö­nen Rötun­gen und einer fle­cki­gen Gesichts­far­be füh­ren. Außer­dem belas­tet Wein bekannt­lich die Leber. Über­mä­ßi­ger Wein­kon­sum wird daher kei­nen Umstän­den emp­foh­len. Wein kann nur gut für die Haut sein, wenn man ihn in Maßen kon­su­miert. Denn Alko­hol hat eine dehy­drie­ren­de Wir­kung und kann, im Über­maß genos­sen, die Haut aus­trock­nen und deren Zustand lang­fris­tig ver­schlech­tern. Daher ist es eben­falls wich­tig, zu jedem Glas Wein auch etwas Was­ser zu sich zu neh­men, um der aus­trock­nen­den Wir­kung vor­zu­beu­gen.

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