Wein-News Deutschland

Heidsieck Monopole häufigster Champagner in Supermarktregalen

In den deutschen Champagner-Markt ist Bewegung gekommen. Heidsieck Monopole, ein mittelpreisiges, gut gemachtes Label, ist nach Erhebungen der Nielsen Marktforschung 2009 erstmals die Nummer 1 im Lebensmitteleinzelhandel geworden. Um knapp zwei Prozent wurde der bisherige Marktführer Moët & Chandon überrundet.

In den deut­schen Champagner-Markt ist Bewe­gung gekom­men. Heid­sieck Mono­po­le, ein mit­tel­prei­si­ges, gut gemach­tes Label, ist nach Erhe­bun­gen der Niel­sen Markt­for­schung 2009 erst­mals die Num­mer 1 im Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del gewor­den. Um knapp zwei Pro­zent wur­de der bis­he­ri­ge Markt­füh­rer Moët & Chan­don über­run­det.

Tho­mas Wirz, Geschäfts­füh­rer der Vranken-Pommery Deutsch­land (zu dem auch Heid­sieck Mono­po­le gehört), hat Grund zum Strah­len. Trotz der all­ge­mei­nen Champagner-Baisse in 2009 wur­den rund 800 000 Fla­schen die­ser Mar­ke geköpft – das sind fast 40 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Damit hat die­se Cham­pa­gner­mark­te die Markt­füh­rer­schaft im deut­schen Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del (LEH) über­nom­men: „Qua­li­tät, Preis und Mar­ken­füh­rung stim­men ein­fach bei die­sem Pro­dukt.“

Hart umkämpfter Champagner-Markt

Zum LEH zäh­len vor allem Super­märk­te und Cash & Car­rys (ohne Dis­coun­ter) – ein hart umkämpf­ter Markt, in dem auch ande­re star­ke Mar­ken wie Veuve Cli­quot, Lan­son, Piper Heid­sieck und Nico­las Feuil­lat­te um Antei­le kämp­fen. Aber nicht nur dort, son­dern auch in der mitt­le­ren Gas­tro­no­mie ver­zeich­ne­te Heid­sieck Mono­po­le gro­ße Erfol­ge. Dabei hat der Erfolg die­ses Cham­pa­gners zwei­fel­los etwas mit dem Preis zu tun: mit 20,95 Euro (unters­ter Preis) ist er um rund 10 Euro bil­li­ger als Moët & Chan­don, der bis­he­ri­ge Markt­füh­rer. „Aber der nied­ri­ge­re Preis allein war nicht aus­schlag­ge­bend“, weiß Wirz. Die ver­bes­ser­te Aus­stat­tung, zu der bei­spiels­wei­se das neue gel­be Eti­kett gehört, ist beim Ver­brau­cher gut ange­kom­men. Ver­mut­lich ist den Cham­pa­gner­lieb­ha­bern auch nicht ver­bor­gen geblie­ben, dass sich die Qua­li­tät des Blue Top Brut, des Flag­schif­fes von Heid­sieck Mono­po­le (der allein 75 Pro­zent der Ver­käu­fe aus­macht), stark ver­bes­sert hat. Sie fällt gegen­über höher­prei­si­gen Mar­ken nicht ab – auch nicht gegen­über Moët. Bei einem Degus­ta­ti­ons­wett­be­werb der Fach­zeit­schrift Wein­wirt­schaft erreich­te der auf Fri­sche und Kna­ckig­keit getrimm­te Blue Top Brut jeden­falls die­sel­be Wer­tung wie der image­mä­ßig höher ange­sie­del­te Moët & Chan­don. Übri­gens: Moët bleibt trotz­dem der meist getrun­ke­ne Cham­pa­gner Deutsch­lands dank sei­ner tra­di­tio­nell star­ken Stel­lung in der Gas­tro­no­mie, vor allem in der geho­be­nen.

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