Hausmesse von Veritable: Große Klassiker und spektakuläre Premieren

© Photocredits Axel Gross / Grossaufnahmen
Anfang September diesen Jahres durften wir für zwei Tage die Hausmesse der Veritable Groupe besuchen. Unser Senior Editor Jossi Loibl berichtet.

Einen tie­fen und über­zeu­gen­den Ein­blick in ihr  Sor­ti­ment bot die Veri­ta­ble Grou­pe  bei ihrer Haus­mes­se in Frank­furt. Zwei gan­ze Tage hat­ten aktu­el­le (und wer­den­de) Kun­den aus­rei­chend  Zeit und Raum, sich mit Top-Weinmachern zu unter­hal­ten und deren Pro­duk­te zu ver­kos­ten. Der Schau­platz war klug gewählt; auf zwei Eta­gen in der Uni­on­hal­le Frank­furt emp­fin­gen die Inha­ber und Top-Mitarbeiter von 50 Wein­gü­tern die neu­gie­ri­gen und wis­sens­durs­ti­gen Besu­cher. Das Port­fo­lio reich­te von gro­ßen Klas­si­kern wie der Domai­ne Fai­ve­lay, Pio Cesa­re, Hugel, Pol Roger bis zu jun­gen Gütern, wie der Quin­ta de Cove­la (Por­tu­gal) oder Nye­tim­ber (Eng­land).  Ver­kos­tet wur­de aus den erst­mals prä­sen­tier­ten Glä­sern der neu­en Serie „Defi­ni­ti­on“ von Spie­gel­au, die mit gra­zi­ler Leich­tig­keit und einer kom­pak­ten Zahl von Format-Varianten über­zeu­gen. Sei­nen lift off hat­te bei der Ver­an­stal­tung auch Con­nect by Gra­peAl­li­an­ce, das ers­te rei­ne B2B-Portal für die Wein­bran­che.

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Für den gesel­li­gen Teil hat­ten Fir­men­grün­der Oli­vi­er Brun und Chris­ti­an Ress zum Bar­be­cue auf ein Boot im Main gela­den. Die bei­den Freun­de sind in Fami­li­en auf­ge­wach­sen, die seit Genera­tio­nen Wein anbau­en und erfolg­reich ver­mark­ten: das VDP.Weingut Bal­tha­sar Ress im Rhein­gau sowie Châ­teau Brun in Bor­deaux. Die Lei­den­schaft für her­aus­ra­gen­de Wei­ne prägt ihre Unter­neh­men unter der Mar­ke „Veri­ta­ble“. Es agiert einer­seits als Agen­tur für inter­na­tio­na­le Wein­gü­ter in den Märk­ten Deutsch­land und Schweiz. Zum ande­ren ver­treibt Veri­ta­ble deut­sche Wei­ne im Aus­land. Das neu­es­te Stand­bein der Grup­pe ist Veri­ta­ble Nego­ci­ant. Mit ihm ver­fü­gen Oli­vi­er Brun und Chris­ti­an Ress über ein eige­nes Zen­tral­la­ger in Deutsch­land und belie­fern Han­dels­part­ner und Gas­tro­no­men direkt mit Wein und Cham­pa­gner.

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Tipps von der Veritable-Hausmesse:

2020 Aves­so Vin­ho Ver­de Quin­ta de Cove­la

Aves­so gilt als die hoch­wer­tigs­te Sor­te für Vin­ho Ver­de – und als anspruchs­voll. Auf der Quin­ta de Cove­la, die schon recht nah am Anbau­ge­biet Dou­ro liegt, gerät sie zart­fruch­tig, geschmei­dig und mit fei­nem Trink­fluss. Fein zu leich­ter medi­ter­ra­ner Küche mit Gemü­se und Fisch. Um 11 Euro.

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2016 Ries­ling Esta­te Hugel

Für Ken­ner der VDP-Klassifizierung mag der Name „Esta­te“ („Gut“) ein wenig irre­füh­rend sein, die Trau­ben stam­men aus Top-Lagen des „Vil­la­ge“ Rique­wihr und der Wein zeigt sehr schön die Phi­lo­so­phie des Elsäs­ser Tra­di­ti­ons­hau­ses Hugel: Zupa­ckend, tief­grün­dig, anhal­tend im Geschmack. Trotz sei­nes Alters noch ein Jung­spund. Um 21 Euro.

2019 Chab­lis La Bois­so­neu­se, Juli­en Bro­card

Wächst in der ers­ten Par­zel­le, die Juli­en Bro­card 1998 für bio­dy­na­mi­schen Anbau aus­wähl­te. Ein sehr kom­plet­ter und balan­cier­ter Wein mit dezen­ter Frucht und mine­ra­li­schem Gripp. Viel­sei­ti­ger Essens­be­glei­ter. Um 19 Euro.

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Clas­sic Cuvée brut Nye­tim­ber, Eng­land

Was für ein spek­ta­ku­lä­rer Auf­tritt von Nye­tim­ber, dem füh­ren­den Gut in  Sachen Spar­k­ling aus Eng­land! Des­sen Wein­ber­ge mit Pinot Noir, Pinot Meu­nier und Char­don­nay lie­gen über­grei­fend  den Graf­schaf­ten Sus­sex, Hamp­shire und Kent. Alle Wei­ne rei­fen min­des­tens drei Jah­re in der Fla­sche, ein Code auf dem Rückeneti­kett ver­rät über die Web­site die genaue Cuvée-Zusammensetzung, Fül­lung, Degor­ge­ment und Frei­ga­be. In der Clas­sic Cuvée sind meh­re­re Jahr­gän­ge und Lagen mit­ein­an­der ver­mählt, über 50 Pro­zent Char­don­nay, dazu Pinot Noir und ein klei­ne­rer Anteil Pinot Meu­nier. Ein über­zeu­gen­der Ein­stieg in die Welt von Nye­tim­ber, mit edlen Rei­feno­ten, fei­ner Per­la­ge und leben­di­gem, anhal­ten­dem Geschmack. Liegt preis­lich im Bereich von Cham­pa­gner, da gehört er auch hin. Um 42 Euro.

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2016 Bar­ba­res­co Il Bric­co di Trei­so, Pio Cesa­re

Gro­ße Klas­sik in Best­form. Kom­ple­xer Duft, hin­ter dem noch etwas rau­en Vor­hang war­ten fei­ne Frucht­sü­ße, mar­kan­tes aber polier­tes Tan­nin. Sehr ele­gant und lang. Ein Wein zum Weg­le­gen für beson­de­re  Anläs­se. Um 90 Euro.

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