Händler über Bordeaux 2009 (5): Thomas Boxberger-von Schaabner

Thomas Boxberger
Thomas Boxberger-von Schaabner gehört zu den kenntnisreichsten und best informierten Weinfachhändlern Deutschlands. Sein Wissen beschränkt sich nicht nur auf Frankreich und Deutschland, jene beiden Weinnationen, die den Schwerpunkt des 50 000-Flaschen Sortiments seiner Firma Extraprima in Mannheim ausmachen. Spanien, Italien, Österreich sind ebenso präsent, und zwar nicht nur mit den immer gleichen bekannten Namen, sondern vor allem mit Newcomern und Aufsteigern - also den Stars von morgen. Thomas Boxberger-von Schaabner, der nach dem Abitur eine Kochlehre dem Mathematikstudium vorzog, ist einer, der seine Weine streng nach Qualität und Preiswürdigkeit aussucht. Namen sind Schall und Rauch. Seine Vorliebe gilt - zumindest bei den Roten - Bordeaux. Mit 16 trank er zum ersten Mal einen Wein aus dieser Region, mit 18 seinen ersten Chateau Margaux. Heute sind seine Verkostungsnotizen und seine kritischen Kommentare in der gesamten Gemeinde der Bordeauxtrinker hoch geschätzt (www.extraprima-weinversand.de).

Tho­mas Boxberger-von Scha­ab­ner gehört zu den kennt­nis­reichs­ten und best infor­mier­ten Wein­fach­händ­lern Deutsch­lands. Sein Wis­sen beschränkt sich nicht nur auf Frank­reich und Deutsch­land, jene bei­den Wein­na­tio­nen, die den Schwer­punkt des 50 000-Flaschen Sor­ti­ments sei­ner Fir­ma Extrapri­ma in Mann­heim aus­ma­chen. Spa­ni­en, Ita­li­en, Öster­reich sind eben­so prä­sent, und zwar nicht nur mit den immer glei­chen bekann­ten Namen, son­dern vor allem mit New­co­mern und Auf­stei­gern – also den Stars von mor­gen. Tho­mas Boxberger-von Scha­ab­ner, der nach dem Abitur eine Koch­leh­re dem Mathe­ma­tik­stu­di­um vor­zog, ist einer, der sei­ne Wei­ne streng nach Qua­li­tät und Preis­wür­dig­keit aus­sucht. Namen sind Schall und Rauch. Sei­ne Vor­lie­be gilt – zumin­dest bei den Roten – Bor­deaux. Mit 16 trank er zum ers­ten Mal einen Wein aus die­ser Regi­on, mit 18 sei­nen ers­ten Cha­teau Mar­gaux. Heu­te sind sei­ne Ver­kos­tungs­no­ti­zen und sei­ne kri­ti­schen Kom­men­ta­re in der gesam­ten Gemein­de der Bor­deaux­trin­ker hoch geschätzt (www.extraprima-weinversand.de).

„Begeis­tert von man­chen her­aus­ra­gen­den Qua­li­tä­ten im unte­ren und mitt­le­ren Qualitäts- und Preis­be­reich, habe ich gro­ße Men­gen ein­ge­kauft – etwa 70 Pro­zent mehr als in mei­nem bis­lang bes­ten Sub­skrip­ti­ons­jahr 2005. Ein gro­ßer Teil mei­ner Stamm­kun­den kauft eben­falls mehr als sonst. Man­che sogar die dop­pel­te Men­ge!

Doch vie­le Kun­den tei­len mir auch bereits jetzt mit, dass Sie dafür nächs­tes Jahr aus­set­zen wer­den. Egal wie der 2010er wird, die Kam­pa­gne im nächs­ten Jahr wird ein Desas­ter…

Die dies­jäh­ri­ge Sub­skrip­ti­ons­kam­pa­gne wird jedoch, genau­so wie die 2005er, län­ger dau­ern als nor­mal. Denn vie­le Wein­lieb­ha­ber, die sonst nicht Bor­deaux en pri­meur kau­fen, wer­den sich mit anhal­ten­der Medi­en­prä­senz des Jahr­gangs 2009 erst spä­ter ent­schlie­ßen zu kau­fen.

Die Zutei­lun­gen der gro­ßen, raren und teu­ren Wei­ne habe ich streng nach Bedarf ein­ge­kauft. Mei­ne anfäng­li­che Befürch­tung, dass man das eine oder ande­re nicht los­wer­den könn­te, hat sich nicht bestä­tigt. Mei­ne Kun­den haben aller­dings man­che Aus­wüch­se schlicht nicht mit­ge­macht. Vie­le Stamm­kun­den für Wei­ne wie Las Cases haben bei die­sen Prei­sen vom Kauf abge­se­hen. Ande­re wol­len Las Cases nun kau­fen, statt der Pre­mier Crus, für die sie sich sonst inter­es­sie­ren.

Die ‚fau­len Toma­ten‘ wie La Mis­si­on, Yquem, Ange­lus, Ducru und Fige­ac habe ich nicht ein­ge­kauft. Nur auf drin­gen­des Ver­lan­gen habe ich die Wei­ne an Kun­den abge­ge­ben, mit dem Hin­weis, dass es zu ver­mu­ten steht, dass die­se Wei­ne irgend­wann unter Sub­skrip­ti­ons­preis gehan­delt wer­den könn­ten!

Pétrus habe ich nur an die letzt­jäh­ri­gen Kun­den ver­kauft. Die übri­gen Fla­schen wer­de ich selbst als Groß­for­ma­te behal­ten. Ins­ge­samt bin ich sehr zufrie­den mit der Kam­pa­gne – auch wenn ich den­ke, Bor­deaux tut sich lang­fris­tig wie­der mal kei­nen Gefal­len. Freun­de gewinnt man so jeden­falls sicher nicht! Im aus­klin­gen­den WM-Jargon wäre das wegen ‚gestreck­tem Bein‘ auf den Geld­beu­tel der Bordeaux-Fans eine gel­be Kar­te wert. Und ich kann jeden Lieb­ha­ber der gro­ßen Ter­ro­irs ver­ste­hen, der sogar auf „gelb-rot“ plä­diert, da sich das Bor­de­lais eigent­lich die letz­te Gel­be beim 2007er Jahr­gang ver­dient hat. Da kamen sie viel zu zag­haft von den Preis­gip­feln gen Tal her­ab für einen schwä­cheln­den Jahr­gang.

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