Syrah versus Shiraz: Und der Sieger ist…

2009 Alttus Artikelbild
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Eine kleine Gruppe von Weinkritikern trifft sich in einem Londoner Hotel und probiert 24 der berühmtesten Syrah-Weine der Welt. Hermitage, Côte Rotie und so weiter. Nur einen Wein kennt niemand. Und der sorgt für Überraschung.

Nie­mand in der Run­de  wuss­te, in wel­chem der Glä­ser sich die­ser Wein befin­det. Die Wei­ne wur­den anonym ein­ge­schenkt. Vier Flights mit bis zu sie­ben Wei­nen. Und dann das gro­ße Rät­sel­ra­ten danach: In wel­chem der Glä­ser befin­den sich Chapou­tier, Chave, Jabou­let, Gui­gal, Pen­folds Gran­ge? Alle die­se Erzeu­ger waren mit ihren Wei­nen in der Pro­be ver­tre­ten. Das war den anwe­sen­den Kri­ti­ker vor­her mit­ge­teilt wor­den.

Die Verkoster waren keine Greenhorns

Aber auch für erfah­re­ne Ver­kos­ter ist es nicht leicht, die ein­zel­nen Wei­ne kor­rekt zu iden­ti­fi­zie­ren. Sicher, es sind Wei­ne, die man nicht jede Woche trinkt. Dazu sind sie zu rar und zu teu­er. Eine Fla­sche von Pen­folds Gran­ge kos­tet inzwi­schen min­des­tens 350 Euro, Chapou­tiers Ermi­ta­ge über 300 Euro, Cha­ves Her­mi­ta­ge sogar fast 500 Euro. Ande­rer­seits waren die Ver­kos­ter kei­ne Green­horns: Ste­phen Brook (Decan­ter), Jan­cis Robin­son (Finan­ci­al Times), Sophie Otten (Le Pan), Peter Moser (Fal­staff), Andre­as Kel­ler (Schweiz am Sonn­tag) zum Bei­spiel. Jeder von ihnen hat die­se Wei­ne schon ein Dut­zend­mal im Leben getrun­ken – min­des­tens.

Selbst das ver­meint­lich Leich­te fiel der Run­de im Lon­do­ner Man­da­rin Ori­en­tal Hotel merk­wür­dig schwer: die aus­tra­li­schen Shiraz von den euro­päi­schen Syrah zu unter­schei­den. Rhône-Weine sind in der Regel weni­ger alko­hol­reich, tro­cke­ner und – im Fal­le des wohl berühm­tes­ten Rhône-Syrah, des Her­mi­ta­ge (oder „Ermi­ta­ge“ in der frü­he­ren Schreib­wei­se) – an den typi­schen Graphit-Noten zu erken­nen. Aus­tra­li­sche Shiraz sind dage­gen wuch­ti­ger, süßer und oft an einem cha­rak­te­ris­ti­schen Euka­lyp­tus­ton zu erken­nen. So die Theo­rie.

Auch die Experten lagen oft daneben

Geöff­ne­te Fla­schen der Pro­be­Die Pra­xis sah so aus, dass die Exper­ten manch­mal rich­tig, manch­mal spek­ta­ku­lär dane­ben lagen. Bei dem oben erwähn­ten unbe­kann­ten Wein lagen sie häu­fig dane­ben. Mal wur­de er für einen klas­si­schen Rhône-Wein gehal­ten, mal für einen Gran­ge. Bei­des ist er nicht. Er heißt Alt­tus und kommt vom Fin­niss River in Süd­aus­tra­li­en: ein klei­nes, kaum bekann­tes Anbau­ge­biet auf hal­bem Weg zwi­schen Ade­lai­de und Coo­na­war­ra, genau­er gesagt: zur Halb­in­sel Fleu­ri­eu gehö­ren, also nahe der Ant­ark­ti­schen See gele­gen.

Jan­cis Robin­son, die viel­leicht bes­te Ken­ne­rin aus­tra­li­scher Wei­ne in der Run­de, hielt den Alt­tus gleich zwei­mal für einen Rhône-Wein, und zwar „defi­ni­tiv“, wie sie in ihrer kürz­lich erschie­ne­nen Kolum­ne in der Finan­ci­al Times schrieb. Gleich­zei­tig war sie sich sicher, dass sowohl Chapou­tiers Ermi­ta­ge „Le Méal“ als auch der Ermi­ta­ge „L’Ermite“ aus­tra­li­schen Ursprungs sind. Und sie war nicht die ein­zi­ge in der Run­de, die sich irr­te.

Keiner kannte den Alttus

2009 AlttusSei’s drum. Von den 24 Wei­nen boten 23 höchs­tes Syrah-Niveau. Nur Jean-Louis Cha­ves 2003er Her­mi­ta­ge patz­te. Er war viel zu weit ent­wi­ckelt, fast schon aus­ge­zehrt. Viel­leicht lag es an der Fla­sche, viel­leicht an der Lage­rung. Und der omi­nö­se Alt­tus? Den 2003er wer­te­te ich höher als Pen­folds Gran­ge, den 2009er genau­so hoch. Jan­cis Robin­son gab zu, den Alt­tus sogar zwei­mal dem Gran­ge vor­ge­zo­gen zu haben. Ver­rückt! Zumal das Preis­ver­hält­nis zwi­schen bei­den Wei­nen unge­fähr 1:4 ist.

Das Wein­gut, das den Alt­tus erzeugt, heißt Salo­mon Esta­te. Es wur­de erst 1995 gegrün­det. Damals kauf­ten Bert­hold Salo­mon und sei­ne Frau Ger­trud 50 Hekt­ar Land in der Hügel­zo­ne um den Fin­niss River. 15 Hekt­ar wur­den mit Reben bepflanzt, größ­ten­teils Shiraz, aber auch Caber­net Sau­vi­gnon, Mour­vèd­re, Gren­ache sowie ein wenig Vio­gnier. Die ers­te Lese war 1998. Seit­dem wer­den jedes Jahr ein gutes hal­bes Dut­zend Wei­ne erzeugt, teils rein­sor­tig, teils Cuvées*. Der Top­wein ist der Alt­tus. Er kommt von der höchst gele­ge­nen Par­zel­le des Besit­zes und wird nur in bes­ten Jah­ren abge­füllt. 2001 war der ers­te Jahr­gang. Danach folg­ten 2003, 2005, 2009.

*Die Wei­ne von Salo­mon Esta­te sind in Deutsch­land erhält­lich bei:
Grün­ber­ger Wein­hand­lung, Grün­ber­ger Str. 18, 10243 Ber­lin, Tel.: 030-20050613, www.gruenberger-weinhandlung.de
, sowie WIP Wein­im­port (Groß­han­del), Keitu­mer Land­stra­ße 32, 25980 Sylt, Tel. 04651-93980, www.wein-wip.de.

Weinberge nahe der Antarktischen See

Bert­hold und Ger­trud Salo­mon­Wer ist Bert­hold Salo­mon? Er stammt aus einer der ältes­ten Fami­li­en­dy­nas­ti­en Öster­reichs. Die Salo­mons besit­zen unter ande­rem das Wein­gut Und­hof in Krems, aus dem feins­te Grü­ne Velt­li­ner und Ries­lin­ge kom­men. Lan­ge Jah­re war Salo­mon Direk­tor bei der Schlum­ber­ger AG in Wien, danach Geschäfts­füh­rer der Öster­rei­chi­schen Wein­mar­ke­ting Gesell­schaft (ÖWM). Nach dem Aus­schei­den aus der ÖWM woll­te er im Wein­be­reich blei­ben. Da der Und­hof von sei­nem Bru­der gelei­tet wur­de, ent­schlos­sen er und sei­ne Frau sich, nach Aus­tra­li­en zu gehen – „mög­lichst in die Nähe des Oze­ans“ – wie Ger­trud es sich wünsch­te.

Doch kaum  ange­kom­men, teil­te der Bru­der ihnen mit, dass sei­ne Kin­der kein Inter­es­se an der Wei­ter­füh­rung des Betrie­bes in Krems hät­ten. Also ruder­te Bert­hold zurück und über­nahm den Und­hof. Seit­dem sind die Salo­mons Febru­ar und März in Aus­tra­li­en und ver­brin­gen den Rest des Jah­res in Öster­reich.

Fin­niss River­Die Idee, sei­ne Fin­niss River-Weine mit ande­ren bekann­ten Syrah-Weinen zu mes­sen, hat­te Salo­mon schon vor län­ge­rer Zeit. Vor allem woll­te er wis­sen, wo der Alt­tus ein­zu­ord­nen ist. Die Lösung: eine ver­glei­chen­de Blind­pro­be. Und zwar dort, wo die inter­na­tio­nal erfah­rens­ten und gewief­tes­ten Wein­jour­na­lis­ten zu Hau­se sind: Lon­don. „Eine selbst­mör­de­ri­sche Degus­ta­ti­on“, ahn­te Salo­mon mit Blick auf die ande­ren Wei­ne in der Pro­be. Er wuss­te, wor­auf er sich ein­ließ. Aber er wuss­te auch, dass er kei­ne Angst zu haben brauch­te.

 

Warming Up: 2009, 2010, 2012


2009 Her­mi­ta­ge „Peti­te Cha­pel­le“ | Paul Jabou­let
Schö­ne Nase mit viel Kirsch­frucht und Gewür­zen, leicht und unkom­pli­ziert zu trin­ken, ein biss­chen locker gewo­ben und nicht über­mä­ßig ehr­gei­zig.
Preis: ca. 70 Euro
Bewer­tung: 92 Punk­te


2010 Fin­niss River Shiraz | Salo­mon Esta­te
Salo­mons Top-Shiraz unter­halb des Alt­tus: kon­zen­trier­ter, sehr kom­ple­xer Wein mit viel blau­en Früch­ten, gut inte­grier­tem Tan­nin, weich und warm und trotz sei­ner Power leicht zu trin­ken: ele­gant und sub­stan­ti­ell.
Preis: 45 Euro
Bewer­tung: 93 Punk­te


2010 Syrah Ros­so Tos­ca­na „Sui­sas­si“ | Due­ma­ni
Einer der zwei bes­ten Syrah Ita­li­ens, gewach­sen nahe Bolg­he­ri in der Tos­ka­na: recht tan­nin­be­ton­ter Wein mit fei­nem, süßem Bou­quet, vie­len Mus­keln und salzig-erdiger Wür­ze, medi­ter­ra­ner Stil.
Preis: 75 Euro
Bewer­tung: 94 Punk­te


2012 Fin­niss River Shiraz | Salo­mon Esta­te
Etwas redu­ziert in punc­to Fül­le und Kom­ple­xi­tät, auch tan­ni­när­mer als der 2010er, aber dadurch ele­gant und leicht zu trin­ken.
Preis: 36 Euro
Bewer­tung: 90 Punk­te


Full Heat: 2003


2003 Côte Rôtie „Châ­teau Ampuis“ | E. Gui­gal
Mäch­tig, wuch­tig, dabei aber erstaun­lich frisch und sau­ber, sehr fei­nes, ele­gan­tes Tan­nin, voll­kom­me­ne Balan­ce.
Preis: ca. 128 Euro
Bewer­tung: 94 Punk­te


2003 Her­mi­ta­ge | Domai­ne Jean-Louis Chave
Rela­tiv hell­far­big, Nase leicht oxy­diert, kom­pot­tig mit vie­len Rum­topf­aro­men, war mal ein schö­ner Wein.
Preis: ca. 490 Euro
Bewer­tung: 88 Punk­te


2003 Ermi­ta­ge „Le Méal“ | M. Chapou­tier
Der dun­kels­te Wein in die­sem Flight, opu­lent, jung, fast frisch, Aro­ma von rei­fen Pflau­men und süßen Maul­bee­ren, vanillig-kräuterhafte Wür­ze, vol­ler Wohl­ge­schmack. Packen­der Wein, der noch längst nicht auf dem Höhe­punkt ist.
Preis: ca. 200 Euro
Bewer­tung: 98 Punk­te


2003 Alt­tus | Salo­mon Esta­te
Tief­fruch­ti­ger, per­fekt gereif­ter Wein mit Noten von Dat­teln, Gum­mi, Teer, aber auch von fri­schen Bee­ren, lang­sam ins Süß­li­che ten­die­rend, wei­ches, mür­bes Tan­nin, jetzt per­fekt.
Preis: ca. 110 Euro
Bewer­tung: 95 Punk­te


2003 Her­mi­ta­ge „La Cha­pel­le“ | Paul Jabou­let
Noch immer druck­voll, aber nicht erschla­gend mit fas­zi­nie­ren­dem Aro­men­cock­tail von Hage­but­ten­tee, schwar­zen Johan­nis­bee­ren, Nou­gat, Blei­stift­spit­ze: jede Facet­te ein Genuss.
Preis: ab 140 Euro
Bewer­tung: 95 Punk­te


2003 Gran­ge | Pen­folds
In der Nase flüch­ti­ge Säu­re, ansons­ten reich, üppig, mit viel fri­scher Frucht und einem Hauch von Spear­mint: Mons­ter­wein, nicht per­fekt balan­ciert.
Preis: ab 320 Euro
Bewer­tung: 92 Punk­te


High Speed to Paradise: 2009


2009 Syrah Ros­so Tos­ca­na „Sui­sas­si“ | Due­ma­ni
Reich, aber nicht über­la­den: viel Süß­la­kritz und Teer in der Nase, dazu rote Bee­ren und wil­der Flie­der mit scho­ko­la­di­ger Wür­ze, bei aller Üppig­keit nicht aus­ein­an­der­fal­lend, son­dern vom Tan­nin sicher zusam­men­ge­hal­ten: prunk­vol­ler Wein!
Preis: 75 Euro
Bewer­tung: 96 Punk­te


2009 Côte Rôtie „Châ­teau d’Ampuis“ | E. Gui­gal
Wohl­tem­pe­rier­ter, nicht all­zu üppi­ger Wein mit fri­scher Bee­ren­frucht und schief­ri­ger Wür­ze, im Hin­ter­grund feins­tes Tan­nin: sehr ele­gan­ter, fast „vor­sich­ti­ger“ Wein.
Preis: ca. 120 Euro
Bewer­tung: 94 Punk­te


2009 Gran­ge | Pen­folds
Kraft­voll, kon­zen­triert mit süßem, wei­chen Tan­nin und fei­nen Gewürz­no­ten, dabei von dis­zi­pli­nier­ter Fül­le: kein exzes­si­ver Shiraz, eher elegant-europäisch.
Preis: ca. 350 Euro
Bewer­tung: 95 Punk­te


2009 Côte Rôtie „La Lan­don­ne“ | René Rostaing
Sehr homo­ge­ner, gut gebau­ter Wein, klar struk­tu­riert, gna­den­los sau­ber, ohne jede Ara­bes­ke: noch jung, aber jetzt schon eine erkenn­ba­re Punkt­lan­dung.
Preis: ca. 160 Euro
Bewer­tung: 95 Punk­te


2009 Ermi­ta­ge „L’Ermite“ | M. Chapou­tier
Reich und mit­rei­ßend mit viel Biss, hoch­kom­ple­xe Nase mit Rote Bete, Wald­bee­ren, Teer, Pfef­fer­minz: Sixpack-Wein.
Preis: ab 300 Euro
Bewer­tung: 96 Punk­te


2009 Alt­tus | Salo­mon Esta­te
Extrem kon­zen­triert, purer Extrakt mit viel Süße und exo­ti­schem Holz, noch fest im Griff des Tan­nins und des­halb zu scha­de, um ihn jetzt zu trin­ken. Wird aber ein ganz gro­ßer.
Preis: 79 Euro
Bewer­tung: 95 Punk­te


2009 Her­mi­ta­ge | E. Gui­gal
Der ein­fachs­te Her­mi­ta­ge von Gui­gal, nicht ganz so bezwin­gend wie der La Cha­pel­le, aber den­noch ein ele­gan­ter Wein mit viel Konfitüre-Noten, aber auch Hus­ten­saft und Gra­phit sowie toughem Tan­nin: fehlt etwas die Mit­te.
Preis: ab 60 Euro
Bewer­tung: 92 Punk­te


Just started: 2010


2010 Côte Rôtie „Ampo­di­um“ | René Rostaing
Ein Wein wie ein durch­trai­nier­ter Sport­ler, mus­ku­lös, kraft­voll, schlank und ohne Fett­pöls­ter­chen, viel süße Gelee­frucht in der Nase, dazu leicht rau­chig wie ein abge­brann­tes Streich­holz: noch jun­ger, aber raf­fi­nier­ter Wein, typisch Nörd­li­che Rhô­ne.
Preis: ab 70 Euro
Bewer­tung: 94 Punk­te


2010 Her­mi­ta­ge „La Cha­pel­le“ | Paul Jabou­let
Erstaun­lich offen schon in der Nase mit Noten von brau­nem Zucker, Scho­ko­la­de, dunk­ler Kon­fi­tü­re, aber auch fri­scher Bee­ren­frucht, dabei dicht und irre kon­zen­triert, ohne erschla­gend zu sein.
Preis: ab 210 Euro
Bewer­tung: 97 Punk­te


2010 Her­mi­ta­ge „Domai­ne de Touret­tes“ | Delas
Knor­ri­ger, erd­be­ton­ter Wein, nicht über­mä­ßig tief­far­big, leicht krau­tig mit Mas­sen von Tan­nin, aber redu­zier­ter Fül­le, sehr puris­tisch: schwer antrink­bar jetzt, doch ver­mut­lich ein gro­ßer, ele­gan­ter Wein nach ein paar Jah­ren.
Preis: ca. 85 Euro
Bewer­tung: 94 Punk­te


2010 Syrah Ros­so Tos­ca­no | Tua Rita
Der zwei­te gro­ße Syrah Ita­li­ens, aus dem Anbau­ge­biet von Suvere­to kom­mend: in der Nase ein Cock­tail von Cas­sis, Pflau­men, Teer, dazu viel medi­ter­ra­ne Wür­ze, umman­telt von dich­tem, gesun­den Tan­nin. Ein Wein, der mit Power und Extrakt bril­liert, nicht mit Geschmei­dig­keit.
Preis: ca. 150 Euro
Bewer­tung: 95 Punk­te


2010 Alt­tus | Salo­mon Esta­te
Ganz gro­ßer Jahr­gang nicht nur an der Rhô­ne, son­dern auch in Süd-Australien: druck­vol­ler und gleich­zei­tig wei­cher  Wein mit schnei­di­ger Aro­men­viel­falt, Pflau­me, Johan­nis­bee­re, Scho­ko­la­de, Euka­lyp­tus­öl, zumin­dest vor­ne sehr schön, es fehlt ein biss­chen die Mit­te.
Preis: ca. 95 Euro
Bewer­tung: 93 Punk­te


2010 Gran­ge | Pen­folds
Das Meis­ter­stück von Pen­folds, von Par­ker und ande­ren mit 100 Punk­ten geadelt: über­ra­schend prä­sent schon jetzt mit viel Pflau­me, Maul­bee­re, Nel­ken, Tabak, Min­ze in der Nase,  ansons­ten sehr reich, fast opu­lent – ein über­wäl­ti­gen­der Wein.
Bewer­tung: 98 Punk­te


2010 Ermi­ta­ge „Le Méal“ | M. Chapou­tier
Redu­zier­ter, seh­ni­ger Wein, ganz anders als der 2003er, nicht über­mä­ßig extra­hiert, aber sehr straff mit viel Mine­ra­li­tät und hoher Ele­ganz: auf sei­ne Art per­fekt.
Preis: ca. 250 Euro
Bewer­tung: 97 Punk­te


Über den Autor
Jens Priewe

Jens Priewe hat vie­le Jah­re als Politik- und Wirt­schafts­jour­na­list gear­bei­tet, bevor er auf das The­ma Wein umsat­tel­te. Er schreibt Kolum­nen für den Fein­schme­cker und für das schwei­ze­ri­sche Wein­ma­ga­zin Mer­um. Für den Wein­ken­ner, deren Gesell­schaf­ter er ist, hat er seit der Grün­dung über 200 Arti­kel bei­gesteu­ert. Außer­dem ist er Ver­fas­ser meh­re­rer erfolg­rei­cher Wein­bü­cher (u. a. „Wein – die gros­se Schu­le“, „Grund­kurs Wein“). Er stammt aus Schleswig-Holstein, lebt aber seit fast 40 Jah­ren in Mün­chen.

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