Degustationen Italien

„Schattengewächse“: Italiens unbekannte Spitzenrotweine

Italien ist ein Land mit vielen Nischen, in denen spannende, teilweise auch große Weine wachsen, die dennoch wenig bekannt sind. Jens Priewe hat zehn dieser „Schattengewächse“ in einer Blindprobe verkostet.

Neu­lich habe ich in der eng­li­schen Wein­zeit­schrift Decan­ter einen Arti­kel über unbe­kann­te Spit­zen­wei­ne aus Ita­li­en gele­sen. Am bes­ten an dem Arti­kel fand ich die Über­schrift: Unsung Heroes. Frei über­setzt: unbe­sun­ge­ne Hel­den. Genau so eine Degus­ta­ti­on habe ich Ende Janu­ar in Köln im Roton­da Busi­ness Club ver­an­stal­tet. Mei­ne Über­schrift war aller­dings nicht so gut wie die der Kol­le­gen vom Decan­ter. Sie hieß Schat­ten­ge­wäch­se. Klingt so ein biss­chen nach Mau­er­blüm­chen, obwohl die Wei­ne, die prä­sen­tiert wur­den, alles ande­re als Mau­er­blüm­chen sind. Nur sind sie inter­na­tio­nal nicht so bekannt wie Sas­si­ca­ia, Ornel­l­a­ia & Co. Unsung Heroes hät­te bes­ser gepasst. Lei­der gibt es kei­ne all­ge­mein­ver­ständ­li­che deut­sche Über­set­zung für die­sen Aus­druck.

Weniger berühmt, weniger teuer

Jeden­falls wur­den von den Teil­neh­mern – alles wein­er­fah­re­ne Unter­neh­mer und Mana­ger – zehn Spit­zen­rot­wei­ne aus ver­schie­de­nen Reb­sor­ten und Regio­nen Ita­li­ens blind ver­kos­tet. Also Äpfel und Bir­nen und Kiwis und Zitro­nen mit­ein­an­der. Auf den ers­ten Blick viel­leicht nicht sehr pro­fes­sio­nell. Aber es ging bei die­ser Pro­be ja nicht um ein Ran­king, son­dern dar­um zu zei­gen, dass es in Ita­li­en außer den bekann­ten Blue Chips noch ande­re groß­ar­ti­ge Rot­wei­ne gibt, die weni­ger berühmt und weni­ger teu­er, aber den­noch sehr gut sind und anspruchs­vol­len Wein­trin­kern schme­cken könn­ten (was sie auch taten).

Vergleich mit Italiens Blue Chips

Bei der Aus­wahl der Schat­ten­ge­wäch­se hat­te ich dar­auf geach­tet, mög­lichst vie­le ita­lie­ni­sche Regio­nen ein­zu­be­zie­hen. Trotz­dem ist mei­ne Aus­wahl sub­jek­tiv. Ich hät­te auch ande­re Wei­ne aus die­sen Regio­nen nomi­nie­ren kön­nen. Um zu sehen, wie die Schat­ten­ge­wäch­se qua­li­ta­tiv ein­ge­ord­net wer­den müs­sen, habe ich zwei Blue Chips als „Pira­ten“ in die Pro­be ein­ge­baut: Ornel­l­a­ia und Sola­ia. Sie kos­ten drei- bis sechs­mal so viel wie die meis­ten der Schat­ten­ge­wäch­se und sind, wie die Pro­be gezeigt hat, kei­nes­wegs auto­ma­tisch bes­ser.

Wie sich die Wei­ne geschla­gen haben? Auf den nächs­ten Sei­ten die ins­ge­samt 12 Eti­ket­ten mit mei­nen per­sön­li­chen Kom­men­ta­ren.

Die Weine



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