Willkommen in Deutschland: Gigondas, ein Rotwein „toute en finesse“

Die Zacken der Dentelles de Montmirail sind das Wahrzeichen eines kleinen, wenig bekannten Rotwein-Anbaugebiets an der südlichen Rhône. Es heißt Gigondas. Stefan Krimm war dort, hat den Jahrgang 2015 probiert - und ist begeistert.

Der größ­te Teil der Wei­ne von der süd­li­chen Rhô­ne ist rot, expres­siv fruch­tig, reich an Alko­hol und aus Grenache-Trauben gewon­nen. Die meis­ten kom­men als Côtes du Rhô­ne auf den Markt, der größ­ten Appel­la­ti­on Süd­frank­reichs. Doch inner­halb der Côtes du Rhô­ne gibt es vie­le klei­ne, spe­zi­el­le Anbau­ge­bie­te, deren Wei­ne sich mehr oder min­der deut­lich von­ein­an­der unter­schei­den, obwohl sie eben­falls aus Grenache-Trauben erzeugt wer­den: Ras­teau, Lirac, Cai­ran­ne, Vac­quey­ras, Châteauneuf-du-Pape zum Bei­spiel. Letz­te­re ist die wohl berühm­tes­te Appel­la­ti­on an der süd­li­chen Rhô­ne.

Mehr Frische als andere Rhône-Weine

Louis Barruol, Château de St. Cosme
Lou­is Bar­ruol, Châ­teau de St. Cos­me

Seit ein paar Jah­ren macht noch eine ande­re Appel­la­ti­on von sich reden, die etwas tie­fer im Hin­ter­land der Rhô­ne liegt: Gigon­das. Ihre Reb­flä­che ist nur 1.200 Hekt­ar groß – ein Zehn­tel der­je­ni­gen Würt­tem­bergs. Die Wein­ber­ge lie­gen weit ver­streut in einer licht­durch­flu­te­ten, medi­ter­ra­nen Land­schaft mit aus­ge­dehn­ten Wäl­dern und wil­der Strauch­ve­ge­ta­ti­on und kar­gen Böden, auf die die Son­ne unbarm­her­zig nie­der­brennt. Was das Haupt­kenn­zei­chen der Gigondas-Weine ist, erklärt Lou­is Bar­ruol, Prä­si­dent der Win­zer­ver­ei­ni­gung von Gigon­das, so: „Unse­re Wei­ne haben mehr Fri­sche als die ande­ren Rot­wei­ne der süd­li­chen Rhô­ne. Sie wach­sen in einem küh­len Mikro­kli­ma auf Kalk­bö­den und kön­nen wun­der­bar altern.“

Mit den „ande­ren Rot­wei­nen“ meint er vor allem den Châteauneuf-du-Pape, der nur weni­ge Kilo­me­ter ent­fernt an den Ufern der Rhô­ne wächst, wo die Tem­pe­ra­tu­ren höher und die Wei­ne rei­cher sind, aber nicht immer die­sel­be Fri­sche auf­wei­sen wie in den höher gele­ge­nen Berei­chen des Hin­ter­lands.

Der 51-jährige Bar­ruol ist Besit­zer von Châ­teau St. Cos­me, das vie­le für den bes­ten Wein­er­zeu­ger in Gigon­das hal­ten. Neben sei­nen „Haus­wei­nen“ pro­du­ziert er auch klei­ne Men­gen Côte Rotie und baut seit eini­ger Zeit sogar an den Fin­ger Lakes in den USA Pinot Noir und Ries­ling an. Auf St. Cos­me wird seit über 500 Jah­ren ohne Unter­bre­chung Wein gekel­tert, und die Res­te von in den Stein getrie­be­nen Behält­nis­sen im Kel­ler zei­gen, dass wohl schon die Römer dort Wein erzeug­ten.

Grenache mit Syrah und Mourvèdre

Weinberge bei Gigondas
Wein­ber­ge bei Gigon­das

Der Gigon­das wird – wie die ande­ren Rot­wei­ne der Süd­li­chen Rhô­ne eben­falls – aus der Sor­te Grenache gekel­tert: ganz oder zumin­dest zu 80 Pro­zent. Den Rest kön­nen Syrah und Mou­vèd­re bei­steu­ern. Benannt ist er nach einem Dörf­chen, das zwar nur 500 See­len zählt, aber als eines der schöns­ten der Regi­on gilt mit sei­nem alten, ver­win­kel­ten Dorf­kern aus ocker­far­be­nen und zie­gel­ro­ten Häu­sern, umschlos­sen von einer spät­mit­tel­al­ter­li­chen Mau­er, gekrönt von Kir­che und Burg. Nur zwei Kilo­me­ter hin­ter dem Ort stei­gen die Den­tel­les de Mont­mi­rail auf: schrof­fe, gezack­te Kalk-Klippen, die das Wahr­zeich­nen von Gigon­das bil­den.

Auch die Böden sind speziell

Kirche von Gigondas
Kir­che von Gigon­das

Die Den­tel­les de Mont­mi­rail sind aber mehr als nur das Wahr­zeich­nen von Gigon­das. Sie signa­li­sie­ren eine geo­gra­phi­sche Bruch- und Druck­zo­ne, die ursprüng­lich in der Tie­fe lie­gen­de Boden­for­ma­tio­nen nach oben press­te und so für eine enor­me Viel­falt der Böden sorg­te. „Grund­sätz­lich fin­det sich Kalk­stein über­all.“, bemerkt Bar­ruol, „aber wenn man genau­er hin­schaut, trifft man auch auf kal­ki­ge Sand­bö­den aus dem Mio­zän, kal­ki­gen Mer­gel und Trias-Formationen auf blau­em Ton und rotem Lehm. Die­se Boden­cha­rak­te­ris­tik hat mit der unse­rer Nach­barn nichts zu tun.“ Hin­zu kom­men Krei­de und Gips sowie – über dem Flüss­chen Ouvè­ze – Schwemm­land­ter­ras­sen. Die hohen Lagen im Süd­os­ten am Fuß der Den­tel­les und im Nord­os­ten zwi­schen La Gran­de Mon­ta­gne und den Rui­nen des im Wald ver­steck­ten Klos­ters von Preb­a­y­on sor­gen mit den Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­den zwi­schen Tag und Nacht dafür, dass die Wei­ne manch­mal eine fast bur­gun­di­sche Fines­se errei­chen. Der Mis­tral, ein kal­ter Fall­wind, der über das Rhô­ne­tal in die Regio­nen links und rechts des Flus­ses ein­fällt, hält die Reben gesund. Die Son­nen­schein­dau­er von 2.800 Stun­den pro Jahr sorgt dafür, dass die Tau­ben fast immer voll­stän­dig aus­rei­fen.

Nicht mehr der „kleine Bruder“ des Châteuneuf-du-Pape

Mat­t­hieu Per­rin vom Châ­teau de Beau­cas­tel in Châteauneuf-du-Pape, des­sen Fami­lie vor ein paar Jah­ren das Tra­di­ti­ons­gut Clos des Tou­rel­les in Gigon­das erwor­ben hat, weist auf eine wei­te­re Beson­der­heit hin: der Umfang des zu Gigon­das gehö­ren­den Wal­des. Er sorgt für eine hohe Bio­di­ver­si­tät, die wie­der­um Grund­la­ge eines natur­na­hen, bio­lo­gi­schen Wein­baus ist.

Lan­ge Zeit galt der Gigon­das nur als klei­ner Bru­der der kraftvoll-voluminösen Wei­ne von Châteauneuf-du-Pape. Das ist vor­bei, räumt selbst Per­rin ein. Mit dem seit gut zehn Jah­ren erkenn­ba­ren Geschmacks­wan­del – weg von alko­hol­schwe­ren „Block­bus­tern“, hin zu Ele­ganz, „Küh­le“ und Raf­fi­nes­se – hat Gigon­das begon­nen, in der Wert­schät­zung der Fran­zo­sen und der aus­län­di­schen Kun­den ganz nach oben zu klet­tern. Die fruch­ti­gen Aro­men von fri­schen Kir­schen, Him­bee­ren, Brom­bee­ren und Hei­del­bee­ren machen den Wein für die Kon­su­men­ten attrak­tiv, die Kräu­ter­wür­ze sowie die Noten von Wald­pil­zen, Trüf­feln, Lakrit­ze geben ihm Kom­ple­xi­tät. Syrah und Mour­vèd­re sor­gen außer­dem dafür, dass er gut rei­fen kann.

2015 – einer der besten Jahrgänge seit über 25 Jahren

Gigondas-Rotweine
Gigondas-Rotweine

Im Novem­ber letz­ten Jah­res hat­te der Gigon­das in Ber­lin sei­nen  einen gro­ßen Deutschland-Auftritt: Knapp 30 Güter stell­ten ihre Wei­ne in der Bot­schaft ihres Lan­des vor (was bei den pro­to­koll­be­wuss­ten Fran­zo­sen etwas hei­ßen will), größ­ten­teils den Jahr­gang 2015. Er gehört defi­ni­tiv in die Spit­zen­grup­pe der Jah­re seit dem gro­ßen Dop­pel von 1989/90, man­che Win­zer bezeich­nen ihn gar als ide­al: eine ver­rie­se­lungs­freie Blü­te bei viel Son­ne im Früh­som­mer, hei­ße Hoch­som­mer­mo­na­te mit einer Regen­pau­se nach dem 15. August, die es den Trau­ben erlaub­te, ohne Tro­cken­stress bis Mit­te Sep­tem­ber aus­zu­rei­fen. Ergeb­nis: „C’est une année tout en fines­se, en élé­gan­ce, en fraîcheur … bref une année qui comp­te­ra“, urteilt Per­rin.

Die über­zeu­gends­ten Ver­tre­ter die­ser glück­li­chen Kon­stel­la­ti­on, die den Win­zern gesun­des Lese­gut von extrem hoher Qua­li­tät bescher­te, wer­den im Fol­gen­den vor­ge­stellt.

Die Weine – 2015 Gigondas


2015 Gigon­das „Le Claux“ | Châ­teau de St. Cos­me (15 Vol.%)
Dich­tes, tie­fes Pur­pur­rot; in der Nase anfangs viel Holz, dar­un­ter leicht erdig-mineralische Noten, süße dunk­le Bee­ren und ein Hauch Lakrit­ze; am Gau­men ele­gant und cre­mig, aber nicht schwer, her­vor­ra­gen­der Stoff, fein abge­stimmt, sehr eigen­stän­dig und inten­siv, Anklän­ge an gro­ße Bur­gun­der, aber bei ver­gleich­ba­rer Ele­ganz mehr Fül­le und Gehalt als die meis­ten; nicht enden wol­len­der Nach­hall. Soll­te fünf Jah­re nicht ange­schaut wer­den und dürf­te dann gran­di­os wer­den.
Bewer­tung: 97/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Cuvée Tra­di­ti­on“ | Domai­ne du Gour de Chau­lé (14 Vol.%)
Dich­tes, tie­fes Pur­pur­rot; Aro­men von rei­fen, süßen Knor­pel­kir­schen und Wald­bee­ren, unter­legt mit fei­nen vege­ta­bi­len Noten von Brom­beer­blät­tern, am Gau­men aus­drucks­vol­le cre­mi­ge Frucht mit etwas Lakrit­ze und ganz fei­nen Holz-Noten, beein­dru­cken­der Schliff, dicht gewebt und mit fei­ner Süße, im sehr lan­gen Nach­hall fei­ne men­tho­li­ge Noten. Ein ein­drucks­vol­ler Wein mit Hang zur Grö­ße!
Bewer­tung: 94/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Clos du Jon­cuas“ | D. & F. Cha­s­tan (15 Vol.%)
Dich­tes Pur­pur­rot; im Duft noch etwas ver­schlos­sen, schmel­zi­ge Aro­men von Ama­rena­kir­sche und über­rei­fer Brom­bee­re signa­li­sie­ren Klas­se, die sich am Gau­men bestä­tigt; gro­ßer Schmelz, viel geschlif­fe­ne Kraft, ein­drucks­vol­le Kon­zen­tra­ti­on und Raf­fi­nes­se, beein­dru­cken­der Kör­per, sehr lan­ger Nach­hall mit inten­si­ven men­tho­li­gen Noten. Cha­peau!
Bewer­tung: 94/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Le Lieu Dit …“ | Domai­ne des Bos­quets (15 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot; inten­si­ve dicht-fruchtige Aro­men von Kir­sche, Him­bee­re, Brom­bee­re und Prei­sel­beer­kom­pott mit klei­nen wil­den Spit­zen von Schat­ten­mo­rel­len und etwas hel­lem Tabak; am Gau­men frei­gie­big mit betö­rend rei­fer, nuanciert-transparenter Frucht, kom­plex, geschlif­fen und von gro­ßer Ele­ganz, ewig lan­ger Nach­hall mit ganz fei­nen, bekömm­li­chen Bit­ter­no­ten. Beein­dru­ckend!
Bewer­tung: 94/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Le Font de Tonin“ | Domai­ne La Bouis­siè­re (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot, glü­hen­der Rand; im Duft süß mit Anklän­gen an rei­fe Brom­bee­ren und Kir­schen, unter­legt mit etwas Scho­ko­la­de, einem Hauch Nadel­holz und Wald­bo­den; im Mund betö­ren­de, frei­gie­bi­ge Fül­le und har­mo­ni­sche Kraft, alle Kom­po­nen­ten bes­tens inte­griert, geschlif­fe­ne fein­bit­te­re Tan­ni­ne, viel Glut und Ele­ganz, über­aus lan­ger Nach­hall. Beein­dru­cken­der Wein mit sehr guten Per­spek­ti­ven!
Bewer­tung: 94/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne Clos des Tou­rel­les (15 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot; fri­sche, leicht erdig-mineralische Kirsch- und Waldbeeren-Aromen mit zer­rie­be­nen Blät­tern; fei­ne Spit­zen, die Zeit zur Ent­fal­tung brau­chen; am Gau­men aus­ge­spro­chen cre­mig und ele­gant, edler Schliff, kom­plex und aus­ge­wo­gen, rei­fe Tan­ni­ne. Ein kul­ti­vier­ter Wein mit über­aus lan­gem Nach­hall
Bewer­tung: 93/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Bois des Mour­res“ | Domai­ne Not­re Dame des Pal­liè­res (15,5 Vol.%)
Kräf­ti­ger, leicht bräun­li­cher Rubin; im noch zurück­hal­ten­den Duft Kir­sche, über­rei­fe Wald­bee­ren, eine Spur Leder und Wald­pil­ze, unter­stri­chen von fei­nem, gut ein­ge­bun­de­nem Holz; im Mund kom­plex, vibrie­ren­de, nuan­cier­te Kraft, fei­ner Biss, kräf­tig und straff, mit gezähm­ten Tan­ni­nen, über­aus lan­ger, feu­ri­ger Nach­hall. Darf noch lie­gen!
Bewer­tung: 93/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Châ­teau de Saint Cos­me (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot; ein­neh­men­der, kultiviert-würziger Duft nach rei­fen Kir­schen, Brom­bee­ren, einer Spur Süß­holz und etwas Leder; im Mund reif, weich und leicht rau­chig; kraft­voll und gebun­den, aber nicht laut, mus­ku­lös und kom­plex, Holz bes­tens inte­griert, fein­bit­te­re, noch leicht pel­zi­ge Tan­ni­ne, lan­ger Nach­hall. Braucht im Glas viel Zeit und soll­te noch lie­gen.
Bewer­tung: 93/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Font des Aieux“ | Domai­ne La Tou­ra­de (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ges Kar­min­rot; im süßen Duft Knor­pel­kir­schen, Him­bee­ren und zer­rie­be­ne Blät­ter, mit ganz leicht ani­ma­li­schen Anklän­gen und einer Ahnung von Peter­si­li­en­wur­zel; am Gau­men sehr kul­ti­vier­te, geschlif­fe­ne Frucht, reif und pur, schmel­zig und ver­füh­re­risch, gro­ßes Feu­er, lan­ger Nach­hall mit bekömm­li­chen fein­bit­te­ren Noten. Ein kon­zen­trier­ter und doch ele­gan­ter Bilderbuch-Gigondas ohne Holz!
Bewer­tung: 93/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Les Secrets de Mont­mi­rail“ | Domai­ne Brusset (14 Vol.%)
Dunk­les Pur­pur­rot, schma­ler Rand; in der Nase schmel­zi­ge, ganz leicht rau­chi­ge Aro­men von rei­fen, süßen Kir­schen, unter­legt mit einem Hauch Tabak;  auf der Zun­ge kraft­voll und klar defi­niert, stof­fig und dicht, dabei aber schö­nes Spiel, Holz gut inte­griert, noch sam­ti­ge Tan­ni­ne, fei­ne Bit­ter­no­ten, lan­ger Nach­hall. Muss noch lie­gen.
Bewer­tung: 93/100 Punk­te


2015 Gigon­das  | Domai­ne La Bouis­siè­re (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ger, leicht bräun­li­cher Rubin; im Duft gebun­de­ne mine­ra­li­sche Kir­scharo­men, fein­wür­zig mit einem Hauch von hel­lem Tabak; am Gau­men ein­drucks­vol­le Frucht, gro­ße Fül­le, gute Struk­tur, Spiel und Biss, schö­ner Kör­per, rei­fe Tan­ni­ne, lan­ger Nach­hall. Ein kul­ti­vier­ter Wein mit viel gebun­de­ner Kraft.
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Cos­t­evi­eil­le“ | La Bas­t­i­de St. Vin­cent (15 Vol.%)
Kräf­ti­ges Kar­min­rot; Aro­men von Prei­sel­bee­re, Him­bee­re und Kir­sche, unter­legt mit etwas ganz leicht rau­chi­gem Holz; auch am Gau­men fei­ne Ver­bin­dung von rei­fer Kirsch­frucht, Prei­sel­bee­re und zar­ten Holz-Noten, gute Abstim­mung, aber noch nicht voll­stän­dig inte­griert, lan­ger Nach­hall. Muss noch lie­gen und ver­spricht viel!
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne Not­re Dame des Pal­liè­res (15,5 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot; anfangs zurück­hal­ten­de würzig-mineralische Nase, Kir­sche und Wald­bee­ren, unter­legt mit einem Hauch von hel­lem Tabak und zer­rie­be­nen grü­nen Blät­tern; im Mund kir­schig, brom­bee­rig und reif, mit ganz fei­nen Gelee­no­ten; ein kul­ti­vier­ter, ele­gan­ter Schmeich­ler mit  fein­bit­te­ren kraft­vol­len Tan­ni­nen und lan­gem, war­mem Nach­hall
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne d’Ouréa (13,5 Vol.%)
Dich­tes Pur­pur­rot; im fei­nen nuan­cier­ten Duft Brom­bee­re, über­rei­fe Hei­del­bee­ren, ganz leicht gekoch­te Erd­bee­ren und tro­cke­nes Holz; am Gau­men ein­neh­men­de Grenache-Frucht, ein Hauch Scho­ko­la­de, weich, reif und har­mo­nisch mit beein­dru­cken­dem Spiel, alle Kom­po­nen­ten gut inte­griert, schö­ner Kör­per, lan­ger fein­bit­te­rer Nach­hall, gute Per­spek­ti­ven!
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das „La Col­li­ne“ | Domai­ne des Bos­quets (15 Vol.%)
Hel­les Pur­pur­rot, lila Refle­xe; kräftig-frische, leicht erdig-mineralische Aro­men von Knor­pel­kir­schen mit einem Hauch Tabak; am Gau­men gro­ße, noch nicht ganz aus­dif­fe­ren­zier­te Fül­le, schö­nes Spiel, gute Poli­tur, fein­bit­te­re Tan­ni­ne, beein­dru­cken­der Kör­per, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Aux lieux dits“ | Domai­ne San­ta Duc (14,5 Vol.%)
Dich­tes, tie­fes Pur­pur­rot; im zurück­hal­ten­den Duft Kir­schen, Prei­sel­bee­ren, Unter­holz und etwas Tabak; am Gau­men leben­dig und geschlif­fen, schö­ner Schmelz, viel rei­fe Grenache, fei­ne Gelee­no­ten, rund, har­mo­nisch und von sei­di­ger Ele­ganz; schö­ner Kör­per, guter Stoff, viel Feu­er, über­aus lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Les Des­sous des Den­tel­les“ | Châ­teau Croix des Pins (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot; im inten­si­ven Duft schmel­zi­ge Kir­sche mit leich­ten Gelee­no­ten und einem win­zi­gem vege­ta­bi­len Hauch; am Gau­men kul­ti­viert und schmel­zig, tie­fe rei­fe Frucht, Kir­schen und Prei­sel­beer­kom­pott, geschlif­fe­ne Tan­ni­ne, viel Kraft, im sehr lan­gen Nach­hall kräf­ti­ge Tan­ni­ne.
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne La Tou­ra­de (14,5 Vol.%)
Tie­fes Rubin­rot; Nase geprägt von Kir­schen und Prei­sel­bee­ren, unter­legt mit einer Spur Ker­bel­wur­zel und Tabak; im Mund sehr pur, viel rei­fe Grenache, cre­mi­ger Schmelz, schö­ner Schliff, gehalt­voll und gut abge­stimmt; im sehr lan­gen Nach­hall fei­ne Bit­ter­no­ten
Bewer­tung: 92/100 Punk­te


2015 Gigon­das | La Bas­t­i­de St. Vin­cent (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ger, ganz leicht bräun­li­cher Rubin; im fein­sü­ßen Duft Pflau­men­saft, Him­bee­re, Kräu­ter und ein Hauch von Iris; im Mund ein­neh­men­de Kirsch-Frucht, Schmelz und Kraft, fei­ner Biss, enor­mes Spiel, schö­ner Kör­per, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne Gra­pil­lon d’Or (15 Vol.%)
Kräf­ti­ges Kar­min­rot; süße, anfangs leicht erdi­ge Aro­men von Kir­sche und Wald­bee­ren,  ele­gan­te Gelee­no­ten; am Gau­men trans­pa­ren­te Frucht, frei­gie­big, har­mo­nisch und geschlif­fen, viel gebun­de­ne Kraft, schö­ner Schmelz, fei­nes Spiel, guter Kör­per, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Le Secret“ | Domai­ne La Four­mo­ne (14 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot, leicht bräun­li­cher Rand; Nase zunächst geprägt von rau­chi­gen Holz-Noten, dar­un­ter Schwarz­kir­sche, Wald­bee­ren und Prei­sel­beer­kom­pott; im Mund stof­fig, kom­pakt und har­mo­nisch mit mine­ra­li­scher Frucht, einem Hauch Süß­holz und Scho­ko­la­de; dich­te Tan­ni­ne, schö­ner Kör­per, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne du Cay­ron (14 Vol.%)
Kräf­ti­ges Kar­min­rot mit bräun­li­chen Refle­xen; im zurück­hal­ten­den, ganz leicht metal­li­schen Duft Anklän­ge an Wald­bee­ren, Kräu­ter, Knor­pel­kir­schen und Leder; im Mund fri­sche, aber gebun­de­ne Frucht, braucht Zeit, um die noch ver­schlos­se­ne Fül­le zu ent­wi­ckeln, Tan­ni­ne noch nicht ganz ein­ge­bun­den, recht lan­ger, leicht kühl-kräuterwürziger Nach­hall. Soll­te noch lie­gen.
Bewer­tung: 90/100 Punk­te


2015 Gigon­das Châ­teau Redor­tier | de Men­thon, Beaumes-de-Venise (14,5 Vol.%)
Dich­tes Pur­pur­rot; ein­neh­men­der, Duft nach Knor­pel­kir­schen mit wei­ßen Blü­ten und leicht vege­ta­bi­len Anklän­gen; am Gau­men rela­tiv weich und kom­pakt, viel Kir­sche, Him­bee­re und etwas Erd­bee­re, Schmelz und Schliff, rei­fe Tan­ni­ne, schö­ner Kör­per, lan­ger Nach­hall. Ein sehr kul­ti­vier­ter Wein!
Bewer­tung: 90/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Cuvée Les Pigiè­res“ | Ber­nard Bur­le (14,5 Vol.%)
Dunk­les Rubin­rot; blü­ti­ger Duft nach Kir­schen und Erd­bee­ren; im Mund weich, rei­fe, geschlif­fe­ne Frucht, viel Kir­sche, leicht krei­di­ge Tan­ni­ne, schö­ner Kör­per, fei­ne Bit­ter­no­ten, lan­ger Nach­hall. Ein kul­ti­vier­ter Wein.
Bewer­tung: 90/100 Punk­te


2015 Gigon­das | Domai­ne du Pes­quier (14,5 Vol.%)
Kla­rer, ganz leicht bräun­li­cher Rubin; im zurück­hal­ten­den Duft Kir­sche, beglei­tet von leicht vege­ta­bi­len  Aro­men, einer Spur Holz und etwas Leder; am Gau­men viel Kir­sche, süß und reif,  rund und har­mo­nisch, schö­ner Schmelz, gutes Volu­men, glut­vol­ler lan­ger Nach­hall
Bewer­tung: 90/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Prés­ti­ge“ | Domai­ne Le Clos des Cazaux (14,5 Vol.%)
Kräf­ti­ges Rubin­rot; in der Nase Kir­sche, Erd­bee­re, Him­bee­re und etwas Holz; am Gau­men rela­tiv frisch, fei­ne holz­un­ter­leg­te Kirsch-Noten, guter Stoff, recht kräf­ti­ge Tan­ni­ne, schö­ner Kör­per, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 90/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Le Fau­quet“ | Domai­ne La Four­mo­ne (14 Vol.%)
Rubin­rot; kräf­ti­ge, anfangs leicht erdi­ge Aro­men von Kir­sche und Wald­bee­ren, ver­hal­te­ne Gelee­no­ten mit einer Ahnung von gerös­te­ten Man­deln; im Mund reif und schmel­zig, Wald­bee­ren mit leich­ten Anklän­gen an Schat­ten­mo­rel­len und leicht vege­ta­bi­len Noten, schö­nes Spiel, guter Kör­per, recht lan­ger Nach­hall
Bewer­tung: 89/100 Punk­te


2015 Gigon­das „La Tour Sar­ra­zi­ne“ | Domai­ne Le Clos des Cazaux (14,5 Vol.%)
Kräf­tig Rubin­rot; im mine­ra­li­schen Duft wür­zi­ge Kir­sche mit einem Hauch Zimt und Kan­dis; im Mund volu­mi­nös und frei­gie­big, schmel­zi­ge Kir­sche, sam­ti­ge Tan­ni­ne, viel Grenache, recht schö­ner Kör­per, lan­ger Nach­hall mit fei­nen Bit­ter­no­ten.
Bewer­tung: 89/100 Punk­te


2015 Gigon­das „Le Par­pail­lon“ | Châ­teau Croix des Pins (14,5 Vol.%)
Dich­tes Rubin­rot; im Duft recht kräf­ti­ge Anklän­ge an frisch­ge­säg­tes Holz, das die süße Kirsch-, Himbeer- und Preiselbeer-Frucht etwas über­deckt; am Gau­men fehlt ein klein wenig die Kraft und Tie­fe, die das Holz bän­di­gen könn­te, mitt­le­rer Nach­hall. Ein ehr­gei­zig gemach­ter, moder­ner Wein.
Bewer­tung: 87/100 Punk­te


2 Kommentare

  • Sehr geehr­ter Herr Priewe,

    kön­nen Sie mir bit­te einen Shop nen­nen, bei dem ich in Deutsch­land den 2015 Gigon­das Châ­teau Redor­tier | de Men­thon, Beaumes-de-Venise erwer­ben kann?

    Vie­len Dank für Ihre Hil­fe,

    Karl Klamm­rot

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