Degustationen Frankreich

Domaine Dujac: Roter Burgunder der Familie Seysses

Dujac-Importeur Carlo Wolf, Inhaber des österreichischen Weinhandelunternehmens WeinArt, und seine Tochter Katharina luden vor einigen Monaten zur großen Burgunderprobe in ihr altes Forsthaus nach Steinbach am Attersee. Zur Verprobung standen die Weine der Domaine Dujac: 26 große rote Burgunder, die teilweise bis zum Jahrgang 1976 zurückdegustiert werden konnten.

Dujac-Importeur Car­lo Wolf, Inha­ber des öster­rei­chi­schen Wein­han­del­un­ter­neh­mens Wein­Art, und sei­ne Toch­ter Katha­ri­na luden vor eini­gen Mona­ten zur gro­ßen Bur­gun­der­pro­be in ihr altes Forst­haus nach Stein­bach am Atter­see. Zur Ver­pro­bung stan­den die Wei­ne der Domai­ne Dujac: 26 gro­ße rote Bur­gun­der, die teil­wei­se bis zum Jahr­gang 1976 zurück­de­gus­tiert wer­den konn­ten.


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Schild Domaine Dujac - Quelle: elitistreview.comDie Domai­ne Dujac liegt in Morey St-Denis und bewirt­schaf­tet heu­te 15,5 Hekt­ar Wein­ber­ge, von denen sich 12,9 Hekt­ar im Eigen­be­sitz befin­den. Ihre „Haus“-Weine sind der Clos Saint Denis und Clos de la Roche, bei­des Grands Crus, jedoch sti­lis­tisch völ­lig ver­schie­den, obgleich sie direkt neben­ein­an­der wach­sen: mus­ku­lös der letz­te­re, samtig-weich der ers­te.

Dujac befin­det sich im Besitz der Fami­lie Seys­ses. Lou­is Seys­ses, ein wein­ver­narr­ter Keks­pro­du­zent und Gas­tro­nom, hat­te die Domä­ne 1967 erwor­ben. Damals hieß sie noch Graillet und umfass­te nur 4,5 Hekt­ar Reben. Sie wur­de nach Lou­is’ Sohn Jac­ques umbe­nannt, der sich fort­an um Wein­berg und Kel­ler küm­mer­te. Jac­ques (du Jac­ques = Dujac) erwei­ter­te den Reben­be­sitz bald um wert­vol­le Par­zel­len. Es dau­er­te nicht lan­ge, bis die Wei­ne dem Gault Mil­lau wegen ihres Stils und Schliffs auf­fie­len. Nach weni­gen Jah­ren bereits erhiel­ten sie von der Wein­kri­tik hohe Bewer­tun­gen.

Mus­ter­gül­tig ist die Wein­bergs­pfle­ge bei Dujac, ins­be­son­de­re die Boden­be­ar­bei­tung. Schon in den frü­hen 90er Jah­ren ver­zich­te­te Jac­ques auf Her­bi­zi­de. Die Bio­di­ver­si­tät ver­grö­ßer­te sich. Eige­ne Bak­te­ri­en­kul­tu­ren ent­stan­den in den Wein­ber­gen, die die Reb­stö­cke kräf­tig­ten und gegen den Ech­ten und Fal­schen Mehl­tau vita­li­sier­ten. Heu­te umfasst der Eigen­be­sitz 12,9 Hekt­ar und wird zur Gän­ze bio­dy­na­misch bewirt­schaf­tet.

Die ein­fa­che­ren Village-Weine sind weder ver­spielt noch auf Schwe­re getrimmt, son­dern saf­tig und straff gewo­ben. Sie wer­den ohne Stie­le ver­go­ren und nur rela­tiv kurz maze­riert. Gele­gent­lich ist ihnen eine gewis­se Rus­ti­ka­li­tät zu eigen, die macht, dass sie in ihrer Jugend zupa­ckend, ja bis­sig am Gau­men sind. Zwi­schen Village- und Grand Crus-Weinen lie­gen die Pre­mier Crus, die sich von Gevrey-Chambertin bis nach Vosne-Romanée hin­zie­hen und, so Jere­my Seys­ses, der ältes­te Sohn Jac­ques’, „teil­wei­se von Grand Cru-Qualität nicht weit ent­fernt sind“.

Jere­my und sei­ne Frau Dia­na Snow­den, die in Kali­for­ni­en Öno­lo­gie stu­diert hat, sind heu­te zusam­men mit Jac­ques für Vini­fi­ka­ti­on und Aus­bau der Wei­ne zustän­dig. Assis­tiert wer­den sie von Jac­ques’ jün­ge­rem Sohn Alec. Fein­heit, Kom­ple­xi­tät und Ele­ganz sind die Schlüs­sel­be­grif­fe für die Wei­ne Dujacs.

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