Brunello di Montalcino 2013: vorherrschend graues Mittelmaß

Nach den großartigen 2012ern sind die Erwartungen an die 2013er Brunello di Montalcino hoch. Jens Priewe hat 157 Weine probiert und war enttäuscht. Wer einen Gegenwert für sein Geld will, muss diesmal sehr genau hinsehen.

Sel­ten hat es in Mon­tal­ci­no eine sol­che Sprei­zung der Brunello-Qualitäten gege­ben wie im Jahr­gang 2013. Ein knap­pes Dut­zend Wein­gü­ter hat Weltklasse-Brunellos pro­du­ziert, die nach mei­ner Mei­nung 94 und mehr Punk­te recht­fer­ti­gen. Zugleich war die Zahl der bie­de­ren, schwa­chen Bru­nel­lo noch nie so hoch wie in die­sem Jahr: in mei­nem Ran­king sind es allein 25 Bru­nel­los, die 87 und weni­ger Punk­te wert sind – also es eigent­lich nicht ver­die­nen, den Namen Bru­nel­lo auf dem Eti­kett zu tra­gen. Und ich habe vie­le der namens­lo­sen Bru­nel­lo gar nicht pro­biert, weil es ein­fach zu vie­le Wei­ne waren, die ange­stellt waren. Ich muss­te selek­tie­ren. Ver­mut­lich wäre der Anteil der dilet­tan­ti­schen, ja miss­ra­te­nen Bru­nel­lo noch grös­ser gewe­sen, hät­te ich alle pro­biert. Das Niveau der Wei­ne von Mon­tal­ci­no ist also sehr vola­til.

Unspektakuläres, graues Mittelmaß

Landschaft in Montalcino
Land­schaft in Mon­tal­ci­no

Umso über­rasch­ter bin ich, wie posi­tiv vie­le Tes­ter – vor allem ita­lie­ni­sche – den Jahr­gang 2013 bewer­tet haben. Wo ich völ­lig unspek­ta­ku­lä­res, grau­es Mit­tel­maß sehe, flie­gen man­chen Kol­le­gen die hohen Bewer­tun­gen nur so aus dem Ärmel. Beson­ders auf­fäl­lig ist, wie schnell sie vor gros­sen Namen ein­kni­cken: Ban­fi, Antin­o­ri, Val di Suga, Capar­zo, Argia­no haben in 2013 ein­drucks­voll bewie­sen, dass sie alles ande­re als Spit­zen­er­zeu­ger sind. Trotz­dem erfreu­en sie sich viel­fach hoher Bewer­tun­gen. Den Vogel schiesst der ame­ri­ka­ni­sche Wine Enthu­si­ast ab, der 21 Bru­nel­lo des Jahr­gangs 2013 mit 95 und mehr Punk­ten bedenkt (bei mir sind es 8). Arme Abon­nen­ten.

„Klassischer“ Jahrgang? Heißt: Tendenziell kleiner Jahrgang

Das Kon­sor­ti­um des Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no hat den Jahr­gang 2013 mit 4 von 5 mög­li­chen Ster­nen bewer­tet und als „klas­si­schen“ Jahr­gang bezeich­net. Legt man das Durch­schnitts­ni­veau der 2013er Bru­nel­lo zugrun­de, ist das eine sehr opti­mis­ti­sche Ein­schät­zung. Fakt ist, dass es von Früh­jahr bis Anfang Som­mer in Mon­tal­ci­no kühl war und extrem viel gereg­net hat. Die Nie­der­schlä­ge sum­mie­ren auf 1300 Mil­li­me­ter – unge­wöhn­lich hoch für die süd­li­che Tos­ka­na. Der Vege­ta­ti­ons­rück­stand, mit dem die Trau­ben in die Rei­fe­pha­se gin­gen, konn­te durch einen war­men August und Sep­tem­ber eini­ger­ma­ßen aus­ge­gli­chen wer­den. Die Lese begann spät, aber die Trau­ben konn­ten offen­bar phy­sio­lo­gisch reif ein­ge­bracht wer­den.

Kleine Anzahl wirklich guter Brunello

Die Tat­sa­che, dass es auch in 2013 her­aus­ra­gen­de Wei­ne gibt, zeigt, dass es Win­zer gab, die mit den Schwie­rig­kei­ten des Jahr­gangs umzu­ge­hen wuss­ten. Win­zer wie Gian­car­lo Pacen­ti, Giu­lio Sal­vio­ni und Ales­san­dro Mori (Il Maro­ne­to) haben wie­der mal groß­ar­ti­ge Bru­nel­lo auf die Fla­sche gebracht. Ihre Reb­flä­chen befin­den sich im nörd­li­chen Teil des Anbau­ge­biets, das, so die Ein­schät­zung des Kon­sor­ti­ums, in 2013 eher benach­tei­ligt war. Die wär­me­ren Unter­zo­nen, also der Süden um Sant’Angelo und der Süd­wes­ten um Sant’Antimo, hät­ten dage­gen von den kli­ma­ti­schen Ver­hält­nis­sen pro­fi­tiert, heißt es. Für die Bru­nel­lo der Fami­lie Illy (Mastro­jan­ni), für Ange­lo Gaja (Pie­ve San­ta Resti­tu­ta) und für den Wein des Öno­lo­gen Car­lo Fer­rini aus sei­nem noch jun­gen Wein­gut Giodo trifft das zu. Ihre Bru­nel­lo haben mich voll über­zeugt. Beim gro­ßen Rest konn­te ich nicht erken­nen, dass die Wei­ne ten­den­zi­ell bes­ser gera­ten sind. Im Gegen­teil: Vie­le der schwä­che­ren Wei­ne kom­men aus den süd­li­chen Unter­zo­nen. Sie sind für das jun­ge Sta­di­um, in dem sie sich der­zeit befin­den, schon viel zu weit ent­wi­ckelt, haben einen klei­nen Span­nungs­bo­gen. Zahl­rei­che ita­lie­ni­sche Kol­le­gen schrei­ben, man sol­le abwar­ten, die Wei­ne bräuch­ten Zeit. Das ist Unsinn. Ich emp­feh­le, sie eher früh als spät zu trin­ken.

Niedriger im Alkohol als 2012

Das Posi­ti­ve am Bru­nel­lo 2013: die Alko­hol­ge­hal­te sind nied­ri­ger als 2012. Sie lie­gen bei 13,5 Vol.%. Das ist ein bis 0,5 Vol.% weni­ger als im Vor­jahr. Die Wei­ne sind schlan­ker. Aus die­sem Umstand erwächst das zwei­te gro­ße Pro­blem: Vie­le Bru­nel­lo sind über­ex­tra­hiert. Um ihnen mehr Gewicht zu geben, haben vie­le Win­zer ihre Wei­ne lan­ge auf der Mai­sche ste­hen las­sen und häu­fig umge­pumpt – wohl zu häu­fig. Resul­tat: viel Tan­nin bei nur mitt­le­rem Kör­per. Zahl­rei­chen Wei­nen fehlt so die Balan­ce. Sie sind kopf­las­tig.

Hauptfehler: Überextraktion und zu langes Fasslager

Hin­zu kommt, dass die Min­dest­la­ger­zeit im Holz­fass von zwei Jah­ren, wie sie die Sta­tu­ten vor­schrei­ben, für Wei­ne, die von klei­nen Lagen kom­men, obso­let ist. Die sowie­so schon hoch­rei­fe Frucht vie­ler Wei­ne welkt bereits wäh­rend der Fass­la­ge­rung. Vie­len Bru­nel­lo fehlt dadurch die Fri­sche, eini­ge sind sogar schon leicht oxi­diert. Sol­che Wei­ne zu trin­ken, ist kein Genuss.

Zusam­men­ge­fasst: Die bes­se­ren und bes­ten Bru­nel­lo des Jah­res 2013 sind höchst erfreu­lich und machen viel Spaß. Die gro­ße Zahl der Bru­nel­lo aber ist von beschei­de­ner, unspek­ta­ku­lä­rer Qua­li­tät. Aber auch die bes­ten 2013er rei­chen in der Regel nicht an die 2012er, 2010e, 2007er her­an.

Ins­ge­samt habe ich 120 Bru­nel­lo ver­kos­tet von 157, die das Brunello-Konsortium Anfang Febru­ar zur Degus­ta­ti­on ange­stellt hat­te. Auf den fol­gen­den Sei­ten lesen Sie mei­ne Kom­men­ta­re zu den Wei­nen und die Bewer­tun­gen. Nicht pro­bie­ren konn­te ich die Bru­nel­lo von Alte­si­no, Con­te Cos­t­an­ti, Bion­di San­ti, Pian dell’Orino und eini­gen ande­ren.

Die Weine


Brunello di Montalcino 2013: 95 – 97 Punkte

Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Vig­ne Vec­chie“Siro Pacen­tiTie­fer, aber trans­pa­ren­ter Bru­nel­lo mit unzäh­li­gen Facet­ten, blau- und rot­fruch­tig zugleich, zart tee­rig und leicht rös­tig, in sich ruhend, aber noch sehr ver­schlos­sen: einer der aller­bes­ten Bru­nel­lo des Jahr­gangs.97
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSal­vio­niWeit aus­ho­len­der und punkt­ge­nau auf der Zun­ge lan­der­en­der Wein, prä­zi­se Frucht, kalei­do­sko­par­ti­ge Fül­le, geschlif­fe­nes Tan­nin, in sich ruhend: mal wie­der eine gro­ße Leis­tung von Giu­lio Sal­vio­ni!97
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noGiodoDie­ser Wein zeigt, was Bru­nel­lo sein kann: reich, ohne schwer zu sein; reif ohne Fri­sche zu ver­lie­ren, alte­rungs­fä­hig, aber auch jung schon ein Genuss – ein gran­dio­ser Wein aus dem klei­nen Pri­vat­wein­gut des Öno­lo­gen Car­lo Fer­rini.95
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Ren­ni­na“Pie­ve San­ta Resti­tu­taDich­ter, ja rei­cher Bru­nel­lo mit sat­ter Frucht und kaum spür­ba­rem Tan­nin, viel fri­sche Brom­bee­er und Sauer­kir­sche, aber auch Tabak und Lakrit­ze,  extrem prä­zi­ser, trotz sei­ner Fül­le dis­zi­pli­niert und aus­ba­lan­ciert.95
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Suga­ril­le“Pie­ve San­ta Resti­tu­taDer struk­tu­rier­te­re der bei­den Gaja-Brunello, von einer Ein­zel­la­ge kom­mend, ähn­lich aus­drucks­stark wie der „Ren­ni­na“, aber etwas mine­ra­li­scher: eben­falls ein Super-Brunello!95
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Helichry­sum“San Poli­noExtrem kon­zen­triert, dun­kel, abge­klär­te Frucht, Prei­ßel­bee­re, Bit­ter­scho­ko­la­de, Bal­dri­an, Ruko­la­wür­ze: ein Bru­nel­lo für Schwer­re­trin­ker mit ver­mut­lich gro­ßem Alte­rungs­po­ten­zi­al95
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPog­gio di Sot­toSüße Gelee­frucht gepaart mit fei­ner Säu­re und gut ver­schmol­ze­nem Tan­nin, kraft­voll, ja wuch­tig, nie lang­wei­lig: einer der Stars des Jahr­gangs, aber nicht zum lan­gen Rei­fen bestimmt.95
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Madon­na del­le Gra­zie“Il Maro­ne­toKraft­voll, gewich­tig, mus­ku­lös, gro­ße Spann­wei­te, bes­tens struk­tu­riert mit vie­len, noch ver­bor­ge­nen Facet­ten: klas­si­scher ver­ti­ka­ler Bru­nel­lo, weni­ger ele­gant, dafür kom­plex, reich, flam­boyant.95

nach oben

Brunello di Montalcino 2013: 92 – 94 Punkte

Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Lore­to“Mastro­jan­niEin­drucks­vol­ler Top­wein des Kaf­fee­pro­du­zen­ten Illy: reich, fast opu­lent­mit Noten von Bitter-Campari und Kakao, mas­si­ves Tan­nin, viel Poten­zi­al.94
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSan Poli­noDun­kel, extrakt­reich, unnah­bar – aber mit rie­si­gem Alte­rungs­po­ten­zi­al: schon wie­der einer der über­zeu­gends­ten Bru­nel­lo des Jahr­gangs.94
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no Fio­re del Ven­to“Cor­te Pavo­neKon­zen­trier­ter, straff gewo­be­ner Bru­nel­lo mit rei­fer Frucht und schö­nem Säu­re­bo­gen, der punkt­ge­nau auf der Zun­ge lan­det: Meis­ter­leis­tung von Hayo Loacker in die­sem schwie­ri­gen Jahr.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Pelagril­li“Siro Pacen­tiSehr prä­zi­ser, schlan­ker Bru­nel­lo mit aus­drucks­vol­ler Sangiovese-Frucht, extrem fei­nem Tan­nin und zar­ter Säu­re­no­te, schon jetzt mit gros­sen Genuss trink­bar.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Vigna del­la Rau­n­a­te“Moca­liEle­gan­ter, gut struk­tu­rier­ter Bru­nel­lo, geschlif­fe­ne Frucht,mineralische Wür­ze, rei­ches Innen­le­ben, siche­re Zukunft.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noRidol­fiUnge­heu­er extrakt­reich, fast cremig-süß, dabei tief mit viel Mine­ra­lik und Kräu­ter­wür­ze: bemer­kens­wert!93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSan Loren­zoDunk­ler, flei­schi­ger, tan­nin­be­ton­ter Bru­nel­lo, rei­cher Bee­ren­cock­tail, teerig-balsamische Wür­ze: einer der bes­ten in 201393
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noTer­ral­so­leNeu­er Name in Mon­tal­ci­no: cha­rak­ter­vol­ler, viel­schich­ti­ger Bru­nel­lo, ter­ro­ir­be­tont, aus­drucks­vol­le Frucht, sehr reduk­tiv: gro­ßer Genuss.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Val­loc­chio“Fan­tiIm Ver­gleich zum Standard-Brunello mehr Tie­fe, rei­fe­res Tan­nin, abge­klär­te­re, sal­zi­ge­re Frucht: macht Spaß.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Tenuta Nuo­va“Casa­no­va di NeriWie immer ein gut fun­dier­ter, geschlif­fe­ner Bru­nel­lo mit sau­be­rer Frucht und ele­gan­tem Tan­nin, aber dies­mal nicht der packen­de Wein frü­he­rer Jah­re: zu viel Ober­flä­che, zu wenig Ver­ti­ka­li­tät.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noIl Maro­ne­toNicht nur kom­pakt, son­dern auch kom­plex, ange­deu­te­te Tie­fe, vie­le bal­sa­mi­schen Noten, aber auch Fri­sche: noch ver­schlos­sen und schwie­rig zu trin­ken, hat aber Zukunft.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Vigna di Pian­ros­so“Ciac­ci Pic­co­lomi­niRei­cher Wein mit gut inte­grier­tem Tan­nin, Brom­bee­ren, Lakritz, Veil­chen in der Nase, druck­voll am Gau­men, guter Spa­nungs­bo­gen, anspruchs­voll.93
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLuce del­la ViteSty­lisher Bru­nel­lo, kon­zen­trier­te Frucht, glat­te Län­get, polier­tes Tan­nin: die inter­na­tio­na­le Mainstream-Version des Frescobaldi-Brunello – nicht schlecht.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLisi­niSehr prä­zi­se und gut balan­ciert, siche­re Bank für die nächs­ten 10 Jah­re: nicht spek­ta­ku­lär, aber auf hohem Niveau.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Fio­ri­taSub­s­tanz­reich, bal­sa­misch, aber auch mit fri­scher Frucht, schlan­ker als im letz­ten Jahr, nicht ohne Poten­zi­al.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noIl Pog­gio­neViel Sauer­kir­sche, Süß­la­kritz und Prei­ßel­bee­re in der Nase, ohne Fehl und Tadel, jedoch weni­ger kom­plex als in den letz­ten drei Jah­ren.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Rasi­naHefes­tin­kig in der Nase, ansons­ten kräf­tig, zupa­ckend, kom­plex: erfreu­li­cher Wein.92
Bru­nel­lo diMon­tal­ci­noMastro­jan­niSatt, reich und ohne mar­me­la­di­ge Noten, Fri­sche durch eine zar­te Säu­re­ader, zusam­men­ge­hal­ten von fes­ten Tann­in­kor­sett: beacht­lich für einen Standard-Brunello.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noMoca­liSchö­ner, bis in die Fasern durch­ge­ar­bei­te­ter Wein, viel Extrakt­sü­ße, leben­di­ge, frisch­ge­ben­de Säu­re: über­zeu­gen­de Qua­li­tät ange­sichts von 65.000 Fla­schen.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Cupio“Pini­noIm Ver­gleich zum Standard-Brunello des Wein­guts mehr Tie­fe und rei­fe­res Tan­nin: ver­ti­ka­ler Wein, nicht in die Brei­te gehend.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noUccel­lie­raÜppig mit leicht kon­fi­tü­re­haf­ter Frucht, fast mal­zig schon, auf der ande­ren Sei­te eine leben­di­ge Säu­re: guter, facet­ten­rei­cher Bru­nel­lo, der bald schon sei­nen Höhe­punkt erreicht.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noVas­co Sas­set­tiNicht über­mä­ßig tief, aber mit vie­len Facet­ten, mineralisch-würzig, viel Cha­rak­ter, gut gelun­gen.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Pie­tra­ne­ra“Frig­gia­liHer­vor­ra­gend gelun­ge­ner Bru­nel­lo zu einem sehr güns­ti­gen Preis: kon­zen­triert mit bitter-süßem Tan­nin, noch ziem­lich ver­schlos­sen, Poten­zi­al.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCapan­naHerz­haf­ter, aus­drucks­vol­ler Wein, gut ver­schmol­ze­nes Tan­nin, spür­ba­re Säu­re: schö­ner, gelun­ge­ner Bru­nel­lo.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „La Casa“Capar­zoNoch völ­lig vom Tan­nin mas­kiert, daher schwer zu beur­tei­len: wirkt power­ful und zumin­dest gut fun­diert.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCasisa­noSat­te Frucht, trans­pa­rent, nicht über­ex­tra­hiert, stim­mig: über­durch­schnitt­li­cher Bru­nel­lo des Amarone-Erzeugers Tom­ma­si.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCer­ba­iaKom­pakt, mus­ku­lös mit fein­kör­ni­gem Tan­nin,: in sich stim­mi­ger, erfreu­li­cher Wein, noch ver­schlos­sen.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCor­te Pavo­nePuris­ti­scher Bru­nel­lo, ohne Schnör­kel, aber mit guter Sub­stanz, leicht säu­re­be­tont, mitt­le­re Struk­tur: gros­ses Kom­pli­ment.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Sele­zio­ne Prime Don­ne“Dona­tel­la Cinel­li Colom­bi­niNur 6.600 Fla­schen die­ser von Frau­en zusam­men­ge­stell­ten Brunello-Cuvée: reif, aber nicht über­reif, ele­gant, anspruchs­voll.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLe Chi­u­seNicht opu­len­ter, aber gut balan­cier­ter und schon ziem­lich gut zugäng­li­cher Bru­nel­lo aus dem ehe­ma­li­gen Bion­di Santi-Besitz: lan­ge im Fass gele­gen, ohne Scha­den zu neh­men.92
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCana­lic­chio di SopraGut gebaut, klar geglie­dert, in ein, zwei Jah­ren mit gro­ßem Genuss zu trin­ken.92

nach oben

Brunello di Montalcino 2013: 90 – 91 Punkte

Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa For­n­aceDun­kel und mus­ku­lös mit rei­chem Innen­le­ben, zusam­men­ge­hal­ten durch gesun­des, fes­tes Tan­nin: Kom­pli­ment.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „For­n­ace“Le Rag­naieGut gebaut, säu­re­frisch, im Inne­ren dif­fe­ren­ziert, nach­hal­tig: über­durch­schnitt­li­cher Wein.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Altero“Pog­gio Anti­coRei­fe Frucht, aber nicht über­kon­zen­triert, straff gewo­ben, fei­ne Säu­re: auch in schwie­ri­gen Jah­ren kann man einen guten Wein auf die Fla­sche brin­gen.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noTalen­tiKräf­tig, voll mit grif­fi­gem Tan­nin, viel Sauer­kir­sche und Teer am Gau­men, spür­bar frisch: gelun­gen, aber ohne groß zu fas­zi­nie­ren.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noVer­be­naRus­ti­ka­ler Bru­nel­lo, urtüm­lich, kraft­strot­zend, mit vie­len ledrig-animalischen Noten: Cha­rak­ter­wein, nichts für Smo­king­trä­ger.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCam­po­gio­van­niTrans­pa­ren­te Frucht, sehr sau­ber und klar, mit­tel­ge­wich­tig: gutes Bei­spiel, dass man auch in schwie­ri­gen Jah­ren einen aus­drucks­vol­len, nicht über­ex­tra­hier­ten Bru­nel­lo machen kann.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCava d’OniceHerz­haf­te Frucht, fein­glied­ri­ges Tan­nin, gute Balan­ce: sehr ordent­li­cher, gelun­ge­ner Wein.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCol d’OrciaIn Anbe­tracht der Men­ge (230.000 Fla­schen) ein sehr guter Bru­nel­lo: span­nungs­reich, leicht säu­re­be­tont, wesent­lich bes­ser als die Vor­jah­re.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCol­lemat­to­niGut kon­stru­ier­ter Wein, der Rei­fe und Fri­sche besitzt und ein gutes Tan­nin­ge­rüst: mit Genuss zu trin­ken.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFan­tiGut struk­tu­riert, klar geglie­dert mit fri­scher, rei­fer Frucht: niveau­voll.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Vigna del Fio­re“Bar­biEher seh­nig als mus­ku­lös mit sat­ter, fein zise­lier­ter Frucht und durch­aus ele­gan­ten Noten, wie der Standard-Brunello des Gutes lei­der etwas über­ex­tra­hiert.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noDona­tel­la Cinel­li Colom­bi­niEle­gan­ter, nicht auf Schwe­re getrimm­ter Wein, stim­mig und jetzt schon mit Genuss antrink­bar.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCiac­ci Pic­co­lomi­niUnge­wöhn­lich gute Qua­li­tät für einen Standard-Brunello: fei­ne Duft­no­ten, am Gau­men dif­fe­ren­ziert mit dunk­len Wald­früch­ten und bal­sa­mi­schen Noten, nach­hal­tig.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCas­tel­gio­con­doRou­ti­nier­ter Bru­nel­lo aus Fres­co­bal­dis Tra­di­ti­ons­wein­gut in Mon­tal­ci­no: locker gewo­ben mit wei­chen Tex­tu­ren, Veil­chen­pas­til­len, Cola­gum­mi, Kräu­ter­bon­bons – nicht so bezwin­gend wie 2012.91
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFat­to­ria del PinoMitt­le­rer Kör­per mit aus­drucks­vol­ler Sangiovese-Frucht, weder über­reif noch über­ex­tra­hiert: gut gemach­ter, klas­si­scher Bru­nel­lo.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Bio­na­se­ga“Il Pog­gio­loKlas­si­scher Bru­nel­lo mit küh­ler, fri­scher Frucht, grif­fi­gem Tan­nin, ange­deu­te­ter Tie­fe.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Lecci­a­iaEle­gan­ter, fein zise­lier­ter Wein mit zar­ter Frucht und aus­drucks­vol­lem Bou­quet: fast schon trink­fer­tig.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa MagiaKlas­si­scher Bru­nel­lo mit rus­ti­ka­ler Power und mar­kan­ter Säu­re, rela­tiv undif­fe­ren­ziert im Inne­ren.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Pode­ri­naKlar kon­tu­riert mit trans­pa­ren­ter Frucht: wohl­schme­cken­der, aber geheim­nis­lo­ser Wein.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „La Toga­ta dei Toga­ti“La Toga­taGut struk­tu­rier­ter, kräf­ti­ger Wein, ernst­haft, zupa­ckend.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Jaco­pus“La Toga­taGehalt­voll, frisch, ange­deu­te­te Tie­fe, grif­fi­ges Tan­nin: ange­nehm zu trin­ken.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPini­noSau­ber, soli­de, gut struk­tu­riert: geho­be­ne Durch­schnitts­qua­li­tät und deut­lich bes­ser als in den Vor­jah­ren.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPode­re Bri­zioGut gemach­ter Bru­nel­lo nicht ohne Fein­hei­ten.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noQuercec­chioDruck­voll, grif­fig, guter Span­nungs­bo­gen, farb­lich am Rand schon auf­ge­hellt.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSan PoloGeschmei­dig, sau­ber, frisch:“leckerer“ Bru­nel­lo (aus dem Hau­se Alle­gri­ni), aber ohne gro­ßes Cha­ris­ma.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noTenute Sil­vio Nar­diSchlan­ker, sehr kon­zi­ser Bru­nel­lo, nicht über­mä­ßig tief oder struk­tu­riert, aber sty­lish: beacht­lich ange­sichts 150.000 Fla­schen.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noTerre NereViel­leicht etwas unge­h­obert und bäu­er­lich streng, aber Cha­rak­ter.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFrig­gia­liRela­tiv kräf­tig mit sau­be­rer Frucht, ange­deu­te­ter Tie­fe, facet­ten­rei­chem Innen­le­ben: Respekt ange­sichts von 90.000 Fla­schen!90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noArgia­noRou­ti­niert gemach­ter, sti­lis­tisch „moder­ner“ Bru­nel­lo mit Charme, aber ohne gro­ße Tie­fe.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFattoiWie immer sehr wür­zig, tee­rig mit mar­kan­ter Säu­re­ader und sehr gute Sub­stanz, sti­lis­tisch aber unent­schlos­sen.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFer­re­roFruchtig-würzig, schlank, sau­ber, trink­freund­lich.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCasa­no­va di NeriGlatt, homo­gen, gute Sub­stanz, aber ohne den gewohn­ten Biss und ohne Span­nung: soli­de, aber unauf­fäl­lig.90
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Piag­gio­ne“Sali­cut­tiNeu­es Wein­gut des Tantris-Besitzers Felix Eich­bau­er: gut struk­tu­rier­ter Bru­nel­lo, nicht über­la­den mit viel fri­scher Kirsch­frucht, aber auch süßen Kon­fi­tü­re­no­ten und getrock­ne­ten Kräu­tern, noch vom Vor­be­sit­zer auf die Fla­sche gebracht.90

nach oben

Brunello di Montalcino 2013: 88 – 89 Punkte

Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noGrep­po­ne Maz­zi (Ruf­fi­no)Wie immer ein soli­der, aber gänz­lich unspek­ta­ku­lä­rer Bru­nel­lo.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noIl Para­di­so di Man­fre­diFein­duf­tig, viel­schich­tig, etwas sper­ri­ges Tan­nin und her­aus­ste­hen­de Säu­re: nicht per­fekt.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa For­tu­naOrdent­li­cher Bru­nel­lo mit klei­nem Span­nungs­bo­gen, mit­tel­ge­wich­tig und ziem­lich undra­ma­tisch.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Palaz­zet­taSau­ber, schlank, soli­de: jetzt trin­ken.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no V.V.Le Rag­naieSeh­nig, aber fleisch­los, ohne gro­ßen Glanz.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noMátéEhr­gei­zi­ger, aber nicht wirk­lich gelun­ge­ner Bru­nel­lo: zu rös­tig und über­ex­tra­hiert.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPian del­le Vig­neFarb­lich schon ins Oran­ge­ne ten­die­rend, fort­ge­schrit­te­ne Rei­fe, sehr brav: von Antin­o­ri erwar­tet man mehr.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPie­tro­soGrund­so­li­de, aber unspek­ta­ku­lär.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSan Gia­co­moGute Sub­stanz, doch etwas dif­fus und flat­te­rig.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSola­riaTra­di­tio­nel­ler Bru­nel­lo ohne Fehl und Tadel, aller­dings etwas span­nungs­los und ohne gro­ße Tie­fe.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCro­ce­di­mez­zoHell­far­be­ner, aber durch­aus struk­tu­rier­ter Wein, schö­ne Frucht, schon fast reif, etwas bäu­er­lich gro­bes Tan­nin.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Pog­gio alle Mura“Cas­tel­lo Ban­fiMus­ku­lös und kom­pakt mit rei­fem, süs­sen Tan­nin, sau­be­rer Sangiovese-Frucht: geho­be­ne Stan­dard­qua­li­tät.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noBar­biViel har­tes, tro­cke­nes Tan­nin, geich­zei­tig schon sehr rei­fe Frucht: ein etwas asy­me­tri­scher Wein.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCasa­nuo­va del­le Cer­baieEin­fa­cher, aber ordent­li­cher Bru­nel­lo, wenig Alte­rungs­po­ten­zi­al, fast trink­fer­tig.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFor­n­aci­naEtwas unge­ho­belt und rus­ti­kal, aber feh­ler­los und ohne Über­rei­fe.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFran­co Pacen­ti – Cana­lic­chioRei­fe Frucht mit ers­ten Port­wein­no­ten, gut struk­tu­riert, aber wenih Fri­sche, soll­te in den nächs­ten 3 Jah­ren getrun­ken wer­den.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noFuli­gniBäu­er­lich, kno­chig, aber rei­fe Frucht mit bitter-süßem Fina­le, schon bald trink­be­reit.89
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCapan­ne Ric­ciGut gereif­ter, etwas ins Mal­zi­ge ten­die­ren­der Wein mit rau­hem Tan­nin.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPia­n­cornel­loIn die Brei­te gehen­der Wein mit likör­haf­ter Süße, schon jetzt fast auf dem Höhe­punkt.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noIl Pog­gio­loSchon leicht gezehr­ter, ins Oran­ge­ne ten­die­ren­der Wein: wenig Charme.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Ter­ra Ros­sa“Il Pog­gio­loZur Über­rei­fe ten­die­ren­der Wein mit Kaffee- und Mal­za­ro­men: noch frisch, aber wenig Zukunft.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Ger­laZahn­lo­ser Bru­nel­lo mit undif­fe­ren­zier­ter Frucht und mil­der Säu­re: ohne Span­nung.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLa Toga­taEin­fach, aber sau­ber und durch­aus char­mant.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Not­te di Note“La Toga­taOrdent­li­cher, aber klei­ner Bru­nel­lo.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLam­bar­diWenig auf­re­gen­der Bru­nel­lo, flau und von beschei­de­ner Fül­le.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLe Rag­naieSchmalspur-Brunello, kraft­los und zu lan­ge im Holz gereift.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noMadon­na NeraRela­tiv mager und struk­tur­arm, wenig über­zeu­gend.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPog­gio Anti­coMar­me­la­dig, mal­zig, kräu­ter­wür­zig, erschre­ckend weit ent­wi­ckelt schon: einer der schwächs­ten Bru­nel­lo des Gutes in den ltz­ten Jah­ren.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPog­gio dell’AquilaUnprä­zi­se, span­nungs­los, schlaff.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSco­pe­to­neSchwach­brüs­tig, fort­ge­schrit­te­ne Rei­fe.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noLe Potazzi­neKein schlech­ter, aber ein schlich­ter Wein mit ver­schwom­me­ner Frucht, facet­ten­los, fort­ge­schrit­te­ner Rei­fe.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noVil­la Le Pra­taLed­rig und mit Hus­ten­saft­no­ten, gleich­zei­tig kon­fi­tü­ren­haft süss bei tro­cke­nem Tan­nin: inho­mo­gen.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noAgos­ti­na Pie­riSehr hell, dünn, rela­tiv tan­nin­arm: ent­täu­schends­ter Bru­nel­lo des letz­ten Jah­re die­ses renom­mier­ten Erzeu­gers.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCamiglia­noIm Glas schon mit oran­ge­far­be­nem Ring: grau­es Mit­tel­mass, wenig inspi­rie­rend.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCan­ne­taLeich­te Über­ex­trak­ti­on bei sehr rei­fer Frucht: unrund.88
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCapriliUnaus­ge­wo­gen, schie­fes Säure-/Reifeverhältnis.88

nach oben

Brunello di Montalcino 2013: 83 – 87 Punkte

Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noGian­ni Bru­nel­li – Le Chi­u­se di Sot­toLeicht, säu­er­lich, dünn – kein gro­ßer Genuss.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Caril­lon“La Toga­taFlau, durch­hän­gend, unin­ter­es­sant.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Secon­da Stel­la a Des­tra“La Toga­taSchlapp, locker gewo­ben, bie­der.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPog­gio Lan­diGlanz­los, bie­der, nicht sehr ani­mie­rend.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPode­re Le RipiÜber­reif, schon jetzt gezehrt, unpro­fes­sio­nell.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Ugo­l­for­te“San Gior­gioGroß­ar­ti­ge Lagen, aber fla­cher, ja fader Bru­nel­lo (kann nur bes­ser wer­den: das Wein­gut wur­de kürz­lich von Pog­gio di Sot­to gekauft).87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSan Car­loOhne Span­nung, ohne Biss, schon jetzt mit deut­li­cher Unfri­sche.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noSas­sodi­so­leUnge­ord­net, aus­ein­an­der­stre­bend, wenig nach­hal­tig.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noTenuta La FugaSchlaff, unin­spi­rie­rend, fort­ge­schrit­te­ne Rei­fe: beschei­de­ner Bru­nel­lo der Folonari-Familie.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noVal di SugaZahn­los, flach, schlicht: freud­lo­ser Genuss.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noVen­to­laioFar­be braun-Orange, in der Nase likör­haf­te Süße, ohne Fri­sche, deut­lich gezehrt: hat sei­ne bes­te Zeit ver­mut­lich im Fass gehabt.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Pomo­na“Pog­gio Sal­viEtwas struk­tu­rier­ter als der ein­fa­che Bru­nel­lo des Wein­guts, doch weit unter Durch­schnitts­ni­veau.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCapar­zoWenig Kör­per, viel Säu­re, ein­fa­che Struk­tur, ziem­lich banal: ein Leicht­ge­wicht.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCas­tel­lo Romi­to­rioEin­fachst struk­tu­riert, bie­der: als Künst­ler ist San­dro Chia wesent­lich erfolg­rei­cher als als Wein­er­zeu­ger.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Filo del­la Seta“Cas­tel­lo Romi­to­rioHoch­tra­ben­der Lagen-Brunello, der so brav ist wie ein Dackel an der Lei­ne.87
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noIl Palaz­zo­neLieb­lo­ser, schlich­ter Wein, völ­lig harm­los und nur depi­mie­rend.86
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noPog­gio Sal­viSangiovese-Wein ein­fachs­ten Zuschnitts, ent­spricht nicht den Ansprü­chen eines Bru­nel­lo.86
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Cam­po del Dra­go“Cas­tigli­on del BoscoTrau­ri­ger Bru­nel­lo: was nüt­zen die gute Lagen, wenn der Wein dilet­tan­tisch gemacht ist.86
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCas­tel­lo Ban­fiTech­nisch ein Bru­nel­lo, aber mager, roh, ohne jeden Schliff, völ­lig lieb­los: auch 580 000 Fla­schen sind kei­ne Ent­schul­di­gung für so eine der­art inak­zep­ta­ble Qua­li­tät.86
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCan­ti­na di Mon­tal­ci­noEin­di­men­sio­nal, dünn, wenig Sangiovese-Ausdruck: noch nicht ein­mal Mini­mal­qua­li­tät.85
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noCas­tigli­on del BoscoEin bes­se­rer Ros­so di Mon­tal­ci­no, einem Luxus­re­sort, das Cas­tigli­on del Bosco ist, völ­lig unan­ge­mes­sen.85
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Pog­gio Cer­ri­no“Tiez­ziWirr, aus­ein­an­der­stre­bend, mit Frische- und Oxi­da­ti­ons­no­ten zugleich, gründ­lich miss­ra­ten.84
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no „Vigna Soc­cor­so“Tiez­ziVöl­lig unge­ord­net und jetzt nur noch ein Häuf­chen Elend: ein Jam­mer um ein einst­mals stol­zes Wein­gut.84
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noTor­ne­siUnsau­ber, ohne Fokus, dilet­tan­tisch.84
Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­noBuon Tem­poLikör­fruch­tig und ohne jede Fri­sche, an der Gren­ze zum Feh­ler­haf­ten.83

nach oben

4 Kommentare

  • Die Pie­ve San­ta Resti­tu­ta hat 2012 wohl aus Qua­li­täts­grün­den kei­ne Lagen Bru­nel­li abge­füllt, 2013 aber sehr wohl.
    Wie passt das mit Ihrer Jahr­gangs­be­ur­tei­lung zusam­men ?
    Mit freund­li­chem Gruss.

    • 2012 wur­den Gajas Wein­ber­ge durch Hagel dezi­miert. Es lohn­te nicht, zwei Lagen­wei­ne zu fül­len. Die Men­gen waren zu gering.

  • Dan­ke für die aus­führ­li­chen Kom­men­ta­ren zu den ein­zel­nen Wei­nen, gefällt mir deut­lich bes­ser als die blo­ße Lis­tung bei den 2012. Haben Sie auch Nach­züg­ler, wie Cer­re­al­to, und Riser­ven 2012 ver­kos­tet. Wäre da auf Ihre Favo­ri­ten gespannt.
    Mit bes­ten Grü­ßen

Antwort schreiben