Korkenzieher

Der schnellste Weg zum Wein

Kor­ken­zie­her gehö­ren zur Grund­aus­stat­tung eines Wein­trin­kers. Es gibt sie in vie­len Vari­an­ten: kit­schig, schwer­gän­gig, unprak­tisch, platz­be­an­spru­chend, überdreht.

Nur wenige Kor­ken­zie­her sind ein­fach und funk­tio­nal zugleich. Der Wein­trin­ker muss aus­wäh­len, wel­ches Gerät am bes­ten zu ihm passt.

1 Kor­kenz­ange

Der „Kor­ken­zie­her“ für Sekt- und Cham­pa­gner­fla­schen. Mit der Kor­kenz­ange wird der Kor­ken nicht aus der Fla­sche gezo­gen, son­dern laut­los aus dem Fla­schen­hals gedreht. Wer vor­sich­tig mit dem Instru­ment umgeht, ver­hin­dert auf diese Weise, dass der Wein über­schäumt. Bevor die Zange ange­setzt wird, muss natür­lich das Sta­ni­ol­pa­pier und das Draht­körb­chen über dem pilz­för­mi­gen Kor­ken ent­fernt werden.

2 Des Kell­ners Freund

Unter die­ser lie­be­vol­len Bezeich­nung wird die wohl prak­tischste Korkenzieher-Konstruktion ange­bo­ten, die es der­zeit gibt: Mit dem Mes­ser die Kap­sel abschnei­den, Spin­del in den Kor­ken ver­sen­ken, Stütz­fuß auf den Fla­schen­rand set­zen und den Kor­ken her­aus hebeln. Geschick­lich­keit und ein biss­chen Kraft in den Hand­ge­len­ken sind frei­lich nötig.

3 Kap­sel­schnei­der

Statt mit dem Mes­ser die Kap­sel abzu­schnei­den, wird die­ser Kap­sel­schnei­der auf den Fla­schen­rand gesetzt und ein­mal gedreht: Ob Blei-, Staniol- oder Kunst­stoff­kap­sel, das Mate­rial wird sau­ber abge­schnit­ten, und zwar so tief, dass der Wein beim Ein­schen­ken nicht über  die Schnitt kante läuft.

4 Das T-Modell

Der meist­be­nutzte Kor­ken­zie­her der Welt: ein­fach, sicher, bil­lig – und umständ­lich zu hand­ha­ben. Mit die­sem Stan­dard­ge­rät eine Fla­sche zu ent­kor­ken, erfor­dert Kraft. Und wenn der Kor­ken dann mit einem lau­tem „Flopp“ den Fla­schen­hals ver­lässt, ist manch­mal selbst der Wein „geschockt“.

5 Screw­pull

Ein ebenso schi­cker wie intel­li­gen­ter Kor­ken­zie­her aus Ame­rika: elas­ti­sche Spin­del mit brei­tem Gewinde, das nahezu jeden Kor­ken sicher packt – auch die fest­sit­zen­den. Ohne grö­ßere Kraft­an­stren­gung zu bedie­nen. Nur in eine Rich­tung dre­hen, und der Kor­ken wird sicher nach oben bugsiert.

6 Zig-Zag

Gele­gent­lich in Eng­land und Ame­rika anzu­tref­fen­des, etwas unhand­li­ches Korkenzieher-Modell: Die kurze Spin­del wird in den Kor­ken gedreht. Durch Zusam­men­drü­cken der Sche­ren kann der Kor­ken leicht und ohne große Kraft­an­wen­dung aus der Fla­sche gezo­gen werden.

7 Des But­lers Freund

Raf­fi­nierte Kor­ken­zie­h­er­form, vor allem in Ame­rika ver­brei­tet. Die bei­den Zun­gen wer­den zwi­schen Fla­schen­hals und Kor­ken gescho­ben. Durch ihre unter­schied­li­che Länge liegt der Schwer­punkt der Kraft­ein­wir­kung beim Her­aus­zie­hen an ver­schie­de­nen Stel­len des Kor­kens. So wird die­ser sanft umschlos­sen und glei­tet unver­sehrt aus dem Fla­schen­hals. Bei alten Fla­schen mit mür­bem Kor­ken oft die ein­zige Mög­lich­keit, an den Wein zu kommen.

8 Kor­kent­fer­ner

Die­ses Gerät wurde ent­wi­ckelt, um die Reste abge­bro­che­ner oder brö­se­li­ger Kor­ken aus dem Wein zu fischen, damit sie beim Aus­schen­ken nicht ins Glas flie­ßen. Die vier Draht­arme wer­den durch einen beweg­li­chen Ring, der unter­halb des Griffs ange­bracht ist, geöff­net und geschlos­sen. Oben­auf schwim­mende Korkt­eil­chen kön­nen so umfasst und aus der Fla­sche ent­fernt wer­den. Eine wirk­same, aber etwas auf­wen­dige Methode, um stö­rende Kor­kreste zu entfernen.

9 Screwpull-Zange

Die ele­gan­teste und schnellste Art, die Fla­sche vom Kor­ken zu befreien, ist die Screwpull-Zange. Eine Hand umklam­mert den Fla­schen­hals mit der Zange, die andere legt den Hebel von hin­ten nach vorne, so dass sich die dünne, elas­ti­sche Spin­del in den Kor­ken bohrt. Danach wird der Hebel ein­fach zurück­ge­legt und der Kor­ken fast schwe­re­los aus der Fla­sche geho­ben. Weder Kraft noch Geschick­lich­keit sind nötig, um mit die­sem High-Tech-Gerät umzu­ge­hen. Aller­dings ist es auch die teu­erste Art, den Kor­ken aus der Wein­fla­sche zu ziehen.