Endlich: Steiermark erhält eigene DAC

Die Stei­er­mark erhält ab dem Jahr­gang 2018 ihre eige­ne DAC (Distric­tus Aus­triae Con­trolla­tus). Es ist die ins­ge­samt 13. in Öster­reich. Genau genom­men sind es drei ver­schie­de­ne DACs: die DAC Süd­stei­er­mark, die DAC Vul­kan­land Stei­er­mark und die DAC West­stei­er­mark. Damit erhält jede der bis­he­ri­gen Unter­re­gio­nen ihre eige­ne gesetz­li­che Her­kunfts­be­zeich­nung. Die zuge­las­se­nen Reb­sor­ten spie­geln die Viel­falt des stei­ri­schen Wein­baus wider: Welsch­ries­ling, Weiss­bur­gun­der, Moril­lon, Grau­bur­gun­der, Gel­ber Mus­ka­tel­ler, Sau­vi­gnon Blanc, Tra­mi­ner und Schil­cher sowie die Cuvées dar­aus. Selbst der (in der Stei­er­mark sel­ten anzu­tref­fen­de) Ries­ling ist DAC-fähig.

Zugleich wur­de nach deut­schem VDP-Vorbild eine Unter­schei­dung nach Gebiets­wein, Orts­wein und Rie­den­wein ein­ge­führt. Auf Ortswein-Ebene dür­fen in der Süd­stei­er­mark die geo­gra­fi­schen Bezeich­nun­gen Kitzeck-Saisal, Leutschach, Gam­litz und Ehren­hau­sen auf dem Eti­kett hin­zu­ge­fügt wer­den, im Vulkanland-Steiermark die Bezeich­nun­gen Ost­stei­er­mark, Rie­gers­burg, Kap­fen­stein, St. Anna, Tie­schen, Klöch, Stra­den und St. Peter, in der West­stei­er­mark die Orte Stainz, Ligist, Eibis­wald, Deutsch­lands­berg.

Auf der Ebe­ne der Rie­den­wei­ne dür­fen nur die bes­ten Rie­den als Her­kunfts­an­ga­be ver­wen­det wer­den. Sowohl die Rieden- als auch die Orts­wei­ne dür­fen nicht vor dem 1. Mai in Ver­kehr gebracht wer­den, die Gebiets­wei­ne nicht vor dem 1. März des auf die Lese fol­gen­den Jah­res (Aus­nah­men: Schil­cher und Welsch­ries­ling). Aus­ser­dem sind alle Wei­ne tro­cken aus­zu­bau­en. Das heisst: mit höchs­tens 4 Gramm Rest­zu­cker.