Kaypingers Whiskyblog

Zweimal Strathisla, abgefüllt in den 80er Jahren – 8yo vs. 30yo

Udo & Rainer Kaypinger
Strathisla ist nicht nur eine der schönsten Whiskybrennereien in Schottland, sondern auch ein Hochkaräter, wenn es um alte Sherryabfüllungen geht. Heute stehen sich im Tasting zwei Abfüllungen von G&M gegenüber, wie sie eigentlich nicht unterschiedlicher sein könnten.

Stra­this­la, hier bereits vor­ge­stellt, ist nicht nur eine der schöns­ten Whis­ky­bren­ne­rei­en in Schott­land, son­dern auch ein Hoch­ka­rä­ter, wenn es um alte Sher­ry­ab­fül­lun­gen geht. Heu­te ste­hen sich im Tas­ting zwei  Abfül­lun­gen von G&M gegen­über, wie sie eigent­lich nicht unter­schied­li­cher sein könn­ten.


Tasting Notes


Strathisla 08y ~1980 G&M Cream label age printed in green SD686 0,75l – 40%Strathisla 08y ~1980 G&M Cream label age printed in green SD686 0,75l – 40%
77

Far­be: Vol­les Gold
Nase: Scharf salzig-frisch. Ein erdi­ger Cha­rak­ter mit Aro­men von dump­fem Leder, Moos, Humus, Herbst­blät­tern, Kara­mell, Holz, But­ter­keks und Honig bestimmt die Nase. Fri­sche, sal­zi­ge Aro­men beglei­ten die­se Noten. Der zar­te Sher­ry­rauch wirkt sehr blu­mig.
Geschmack: Dünn, ver­wäs­ser­te Zitro­ne mit viel schar­fem Pfef­fer, her­ben Kräu­tern, Min­ze, Holz, Malz und zu lang gele­ge­nen Oran­gen (um es harm­los aus­zu­drü­cken). Außer­dem eine wenig inter­es­san­te Mischung aus tür­ki­schem Mok­ka, dump­fem Leder, Holz und Möbel­po­li­tur. Hin­zu kommt erschwe­rend auch noch eine Ladung Par­füm, die über dem Geschmack schwebt.
Finish: Mit­tel­lang – sehr herb und bit­ter unter­legt. Die süßen Momen­te ver­su­chen sich durch­zu­kämp­fen. Tro­cken und auf Basis von Nüs­sen, Nuss­scha­len und Min­ze aus­klin­gend.
77 Punk­te (Nase: 84 / Geschmack: 68 / Finish: 79)


Strathisla 30y ~1980 G&M Cream label age printed in gold SC999 0,75l – 40%Strathisla 30y ~1980 G&M Cream label age printed in gold SC999 0,75l – 40%
92

Far­be: Altes Gold
Nase: Aro­men von honig­sü­ßem Sher­ry stei­gen im Glas auf, wel­che von dump­fem Leder, nas­ser Erde, fei­nen Gar­ten­kräu­tern, einer Hand­voll Nüs­se beglei­tet wer­den. Nur anfangs ist noch eine nicht wei­ter stö­ren­de Note von Plas­tik wahr­zu­neh­men, die, je län­ger der Whis­ky atmen kann, gegen Null geht. Feins­ter Oran­gen­li­kör mit viel mari­ti­mem Salz lässt die Nase krib­beln.
Geschmack: Dün­ne Kon­sis­tenz, jedoch recht schnell mäch­tig wer­dend und gleich­zei­tig auch cre­mi­ger und fet­ter. Scharf mit roten Pfef­fer­kör­nern, Cayenne­pfef­fer, Chi­li, Nüs­sen, Malz, einer bele­ben­den Fri­sche und gut ein­ge­bun­de­nen Holz­no­ten. Hin­ten raus wird der Geschmack von Oran­gen­ex­trakt, Honig, Sher­ry und immer noch sehr viel Salz geprägt.
Finish: Mit­tel­lang – mit tol­len Nuss­no­ten, leicht rau­chi­gem Malz, aus­ge­prägt tro­cke­nem Holz und süßem Oran­gen­li­kör.
Bemer­kung: Groß­ar­ti­ger Geschmack! Lei­der sind selbst Unter­schie­de in die­sen Abfül­lun­gen der 80er (mit glei­chem Fla­schen­code) vor­han­den. Von wie hier 92 Punk­ten bis hin zu bril­lan­ten 94 Punk­ten.
92 Punk­te (Nase: 92 / Geschmack: 93 / Finish: 91)


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