Zwei rare Bowmore-Abfüllungen von Single Malts of Scotland & Signatory

Diese Malts von Bowmore sind im World Wide Web irgendwie untergegangen. Man findet so gut wie nichts. Grund genug für uns, diese zu probieren. Der erste ist ein 17yo aus dem Sherry Butt 885 für Shinanoya, also nur für den japanischen Markt bestimmt. Der andere ein 26yo aus dem Jahr 1975 vom unabhängigen Abfüller Signatory. Erwartet uns vielleicht eine positive Überraschung?

Die­se Malts von Bow­mo­re sind im World Wide Web irgend­wie unter­ge­gan­gen. Man fin­det  so gut wie nichts. Grund genug für uns, die­se zu pro­bie­ren. Der ers­te ist ein 17yo aus dem Sher­ry Butt 885 für Shina­noya, also nur für den japa­ni­schen Markt bestimmt. Der ande­re ein 26yo aus dem Jahr 1975 vom unab­hän­gi­gen Abfül­ler Signa­to­ry. Erwar­tet uns viel­leicht eine posi­ti­ve Über­ra­schung?

Tasting Notes


Bowmore 17y 94-12 SD for Shinanoya Sherry Butt #885 256btl – 52,1%Bowmore 17y 94-12 SD for Shinanoya Sherry Butt #885 256btl – 52,1%
84

Far­be: Gold
Nase: Süß und sal­zig – Honig, Rha­bar­ber, Oran­gen, Leder, kara­mel­li­sier­ter Zucker, Gra­nat­ap­fel, kal­ter Rauch und nur leich­ter Torf prä­gen die Nase. Ein wenig spä­ter kom­men gra­si­ge Noten und frisch gepress­ter Ana­nas­saft mit einem leicht säu­er­li­chen Fehl­ton hin­zu.
Geschmack: Sehr dünn zu Beginn! Leder, Öl, har­zi­ge Kie­fern­na­deln, her­be Kräu­ter und bit­te­re Holz­tan­ni­ne – aber auch Honig und viel Zucker. Zuerst bit­ter, dann ins Süße dre­hend. Zum Finish hin wie ein fin­ni­scher Sau­na­auf­guss mit etwas Vanil­le und viel Holz.
Finish: Recht lang und süßlich-herb! Bit­te­re Holz­no­ten set­zen sich immer stär­ker durch, jedoch wirkt die extre­me Zucker­sü­ße ent­ge­gen. Kal­ter Rauch (Aschen­be­cher) und etwas süß­li­cher Torf blei­ben auf der Zun­ge zurück.
84 Punk­te (Nase: 87 / Geschmack: 82 / Finish: 83)


Bowmore 26y 75-01 Sig Vintage Collection Dumpy Oak Cask 1925 222btl – 49%Bowmore 26y 75-01 Sig Vintage Collection Dumpy Oak Cask 1925 222btl – 49%
89

Far­be: Hel­les Gold
Nase: Run­der und cre­mi­ger Ein­stieg mit Vanil­le, Leder, Oran­ge und viel sal­zi­ger Wür­ze. Spu­ren von Chi­li­scho­ten kom­men zum Vor­schein, eben­so wie nas­se Pap­pe, fri­scher süßer Torf und Zitro­nen­me­lis­se.
Geschmack: Cre­mig, aber eher dünn. Zitro­nen­saft, viel Vanil­le, Honig und beglei­ten­de, her­be Kräu­ter prä­gen zu Beginn den Geschmack. Immer fader wer­dend mit Aro­men von Dampf­nu­deln mit Vanil­le­sauce und dunk­le, fri­sche Hol­zaro­men mit zar­tem Nuss­cha­rak­ter.
Finish: Mit­tel­lang – sal­zig und ein etwas fader Abgang. Die Vanil­le­aro­men sind immer noch prä­sent und wer­den von einer Kom­bi­na­ti­on aus Mar­zi­pan, hel­lem, rau­chi­gem Holz und leicht her­ben Kräu­tern beglei­tet.
Bemer­kung: Nicht schlecht – vor allem die Nase – jedoch ein wenig unspek­ta­ku­lär!
89 Punk­te (Nase: 91 / Geschmack: 87 / Finish: 89)

Mit bes­tem Dank an Car­los Han für die­ses Sam­ple.


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