Zurück in die spanische Heimat: Antonio Banderas und seine Bodegas

Antonio Banderas | Foto: David Shankbone
Als Kind wollte er unbedingt Profi-Fußballer werden, heute ist er Spaniens berühmtester Schauspieler – und seit zwei Jahren stolzer Besitzer eines Weinguts in der nordspanischen Region Kastilien-Léon: Antonio Banderas.

Vom säbel­schwin­gen­den Zor­ro zum Hobby-Winzer: Auch Hollywood-Star Anto­nio Ban­de­ras hat den Schritt ins Wein­ge­schäft gewagt. Das 235 Hekt­ar umfas­sen­de Wein­gut „Anta Ban­de­ras“ (www.antabodegas.com) liegt in male­ri­scher Land­schaft am Ufer des Duero. Gegrün­det wur­de der Fami­li­en­be­trieb in Vil­l­al­ba de Duero (Bur­gos) 1999 von Teo­do­re Orte­ga. Im Früh­jahr 2009 betei­lig­te sich Ban­de­ras zur Hälf­te an dem Unter­neh­men. Pro­du­ziert wer­den vier mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Rot­wei­ne sowie ein Rosé aus den Reb­sor­ten Caber­net Sau­vi­gnon, Mer­lot und der hei­mi­schen Tempranillo-Traube. Etwa 600.000 Fla­schen jähr­lich ver­treibt „Anta Ban­de­ras“ nach Euro­pa, Asi­en, Nord- und Süd­ame­ri­ka.

Für Ban­de­ras scheint der Wein­bau mehr als nur ein vor­über­ge­hen­der Promi-Spleen zu sein, son­dern viel­mehr die Erfül­lung eines Lebens­traums. So will sich der 50-Jährige nach eige­nem Bekun­den so viel als mög­lich um sein Wein­gut küm­mern – und die Pro­duk­ti­on in allen Sta­di­en vom Reb­stock bis zur Fla­schen­ab­fül­lung beglei­ten.

Mehr Schwung in Spaniens Weintourismus

Mit­tel­fris­tig plant der Mime, der seit 1996 mit US-Schauspielerin Mela­nie Grif­fith ver­hei­ra­tet ist, die Pro­duk­ti­on sei­ner Rot­wei­ne und Rosés auf bis zu zwei Mil­lio­nen Fla­schen zu erhö­hen. Direkt neben „Anta Ban­de­ras“ soll dar­über hin­aus ein Hotel ent­ste­hen. Dort kön­nen die Gäs­te dann an Semi­na­ren über Wein und Lite­ra­tur teil­neh­men. Das ver­riet Ban­de­ras jeden­falls vor eini­ger Zeit der spa­ni­schen Zei­tung „El Mun­do“. Und: Er wol­le mit sei­nem Enga­ge­ment den Wein­tou­ris­mus in Spa­ni­en in Schwung brin­gen, so der gebür­ti­ge Anda­lu­si­er.

Wer sich eine Fla­sche von Ban­de­ras Rot­wei­nen a4, a10 oder a16 gönnt, kann seit Kur­zem selbst über­prü­fen, wie die Wein­stö­cke des Guts gepflegt wer­den, wie die Böden der Lagen beschaf­fen sind oder wo die edlen Trop­fen lagern. In jedem Eti­kett ist ein digi­ta­les Was­ser­zei­chen ein­ge­bun­den. Per Han­dy lässt sich damit – nach dem Her­un­ter­la­den eines kos­ten­lo­sen Pro­gramms (m.clic2c.de) – auf eine mobi­le Inter­net­sei­te zugrei­fen und eine Viel­zahl von Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen abru­fen – von der vir­tu­el­len Wein­pro­be über Vide­os und Fotos bis hin zu Tipps fürs Ser­vie­ren.

Bezug:  www.savaryweine.ch

Über den Autor

Kath­rin Noll, Jahr­gang 1977, stu­dier­te Ger­ma­nis­tik, Kommunikations- und Medi­en­wis­sen­schaf­ten sowie Kunst­ge­schich­te und BWL (M.A.) in Leip­zig. Von 2002 an war sie neben dem Stu­di­um als freie Jour­na­lis­tin für regio­na­le Tages­zei­tun­gen in Hes­sen tätig. Nach einer mehr­mo­na­ti­gen Hos­pi­tanz bei der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung im Jahr 2006 absol­vier­te sie anschlie­ßend ein Volon­ta­ri­at bei der Ful­da­er Zei­tung. Seit 2009 arbei­tet sie als freie Redak­teu­rin und Autorin mit Schwer­punkt Kul­tur für ver­schie­de­ne Tages­zei­tun­gen und Online-Medien im Raum Hes­sen und Bay­ern. Seit 2009 ist sie zudem Teil der Redak­ti­on von weinkenner.local und beschäf­tigt sich inten­si­ver mit dem The­ma Wein. Noll lebt mit Ehe­mann und vier­jäh­ri­ger Toch­ter im Main-Kinzig-Kreis, etwa 70 Kilo­me­ter von Frank­furt am Main ent­fernt.

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