Zum Lachen: Deutschland schlägt Österreich beim Grünen Veltliner

Grüner Veltliner-Blindprobe in Wien
Grüner Veltliner-Blindprobe in Wien
Ein Grüner Veltliner aus der Pfalz hat in einer Blindprobe, die letzten Monat in Wien stattfand, mehr Punkte erhalten als seine österreichischen Pendants. Die englische Weinzeitschrift Decanter titelte sofort: „Deutschland schlägt Österreich...“ Jens Priewe hatte an der Probe teilgenommen. Er gesteht, selten über einen Artikel so gelacht zu haben wie über diesen.

Ein Journalisten-Merksatz lau­tet: Man kann auch mit der Wahr­heit lügen. Die Wahr­heit ist in die­sem Fall, dass der 2011er Grü­ne Velt­li­ner tro­cken „Vom Bal­kon der Pfalz“ aus dem Wein­gut Weegmül­ler in Neustadt/Weinstraße in einer Blind­pro­be, die am 20. Juli 2012 in einem Lokal in Wien statt­ge­fun­den hat­te, die höchs­te Punkt­zahl von 40 Wei­nen aus die­ser Sor­te errang. Ein kla­rer Sieg. Aber für wen? Für Deutsch­land?

Sel­ten muss­te ich so lachen, als ich ein paar Tage spä­ter einen Arti­kel über die­se Pro­be in der Online-Ausgabe des Decan­ter las. Die eng­li­sche Wein­zeit­schrift, die auch schon bes­se­re Tage erlebt hat, hat­te ihren Arti­kel mit der Über­schrift ver­se­hen: „Deutsch­land schlägt Öster­reich im Kampf um den Titel Genera­ti­on Grü­ner“. Gemeint war der Velt­li­ner.

Grobe Irreführung der Weintrinker

Erster Platz für das Weingut Weegmüller
Ers­ter Platz für das Wein­gut Weegmül­ler

Auf den ers­ten Blick erscheint mein Lach­an­fall viel­leicht unver­ständ­lich. Denn der Sie­ger­wein kam ja wirk­lich aus Deutsch­land. Wer jedoch mehr über die Blind­pro­be weiß, wird mir zustim­men, dass Über­schrift und Arti­kel eine gro­be Irre­füh­rung der Wein­trin­ker dar­stel­len. Oder bes­ser: eine Vera…

Ers­tens: Deutsch­land war mit drei Grü­nen Velt­li­nern in der Pro­be ver­tre­ten. Der zwei­te und drit­te deut­sche Wein lan­de­te abge­schla­gen auf den Plät­zen 15 und 28. Von einem Sieg Deutsch­lands zu spre­chen, ist ange­sichts die­ser Plat­zie­run­gen ziem­lich kühn.

Eindeutiger Sieger: Österreich

Die Jury - oben stehend: Bernhard Hlavicka, Manfred Mladosevits, Marion Ebner-Ebenauer, Laurenz Maria Moser V., Caro Maurer MW, Markus Huber, Chandra Kurt, Dieter Hübler. Davor stehend: Cornelia Spiola, Marie Pazourova (beide LAURENZ V.). Sitzend: Luzia Schrampf und Jens Priewe.
Die Jury

Zwei­tens: Platz 2, 3 und 4 gin­gen an öster­rei­chi­sche Grü­ne Velt­li­ner. Wei­te­re fünf Öster­rei­cher waren unter den ers­ten Zwan­zig. In der zwei­ten Hälf­te des Ran­kings fin­det sich nur ein Öster­rei­cher. Er beleg­te Platz 21. Betrach­tet man also die Gesamt­plat­zie­rung, so heißt der Sie­ger ein­deu­tig Öster­reich – wenig über­ra­schend.

Drit­tens: Der Sieg des Pfäl­zer Grü­nen Velt­li­ners fand statt unter Abwe­sen­heit der gesam­ten öster­rei­chi­schen Grü­ner Veltliner-Prominenz: kein Hirtz­ber­ger, kein Knoll, kein FX, kein Bründl­may­er. Die Wach­au, Öster­reichs berühm­tes­te Grü­ne Veltliner-Bastion, war über­haupt nicht ver­tre­ten. Dem Decanter-Reporter ist es das offen­bar nicht auf­ge­fal­len.

Schwache Konkurrenz

Grüner Veltliner-Rebe | Foto: © Weingut Huber
Grü­ner Veltliner-Rebe | Foto: © Wein­gut Huber

Vier­tens: Mehr als die Hälf­te der Wei­ne stamm­te aus Tsche­chi­en, Bul­ga­ri­en, Ungarn, Süd­ti­rol, der Slo­wa­kei, der Schweiz sowie aus Neu­see­land, Aus­tra­li­en, Argen­ti­ni­en, USA – Län­der, in denen der Grü­ne Velt­li­ner ent­we­der ein Exot ist oder, wie vor 25 Jah­ren in Öster­reich, als Mas­sen­trä­ger benutzt wird. Will sagen: Die Kon­kur­renz war nicht gera­de das, was man bein­hart nennt.

Fünf­tens: In Wirk­lich­keit ging es bei die­ser Pro­be gar nicht dar­um, den bes­ten Grü­nen Velt­li­ner der Welt zu küren. Das Ziel war es zu prü­fen, ob die­se Reb­sor­te auch außer­halb Öster­reichs Wei­ne her­vor­bringt, die das Prä­di­kat „inter­es­sant“ ver­die­nen. Ob es also schon eine neue „Genera­ti­on“ von Grü­nen Velt­li­nern gibt, die, wie die öster­rei­chi­schen „Velts“, „neu, modern, sexy“ sind.

Grüner Veltliner international

So Lau­renz Maria Moser V., wie der Enkel des berühm­ten Lau­renz Moser III., des Erfin­ders der Lenz-Moser-Hochkultur, offi­zi­ell heißt. Er hat­te die Idee zu die­ser Pro­be. Er ist über­zeugt, dass der Grü­ne Velt­li­ner „zu den gro­ßen Weiß­wein­sor­ten der Welt“ gehört. Des­halb hat­te er ein paar Exper­ten nach Wien ein­ge­la­den, um zu prü­fen, wie weit ande­re Län­der beim Grü­nen Velt­li­ner sind.

Lenz (wie ich ihn nen­ne) hat dem Wein­gut sei­ner Fami­lie längst den Rücken gekehrt und ist ins inter­na­tio­na­le Wein-Business gewech­selt. 1997 bau­te er für den kali­for­ni­schen Wein­pio­nier Robert Mon­da­vi den Europa-Vertrieb auf und wur­de einer sei­ner engs­ten Mana­ger. Nach dem Ver­kauf der Robert Mondavi-Winery im Jah­re 2004 schied er aus und grün­de­te eine eige­ne Ver­triebs­fir­ma mit einem brei­ten inter­na­tio­na­len Port­fo­lio.

Laurenz Five in aller Welt

Dieter Hübler und Lenz Moser
Die­ter Hüb­ler und Lenz Moser

Ein Jahr spä­ter hob er zusam­men mit sei­nem Mar­ke­ting­kol­le­gen Die­ter Hüb­ler das Pro­jekt Lau­renz V. aus der Tau­fe (aus­ge­spro­chen: Lau­renz Five). Das Ziel: eige­ne Wei­ne aus der Sor­te Grü­ner Velt­li­ner zu kre­ieren und welt­weit zu ver­mark­ten. Der­zeit ver­fügt Lau­renz V. über Trau­ben von 85 Hekt­ar Wein­ber­gen im Krems­tal und im Wein­vier­tel. Seit­dem haben Lenz und Hüb­ler ein gutes hal­bes Dut­zend Grü­ne Velt­li­ner unter­schied­li­cher Sti­le und Preis­ka­te­go­ri­en gelauncht, die sie mit gro­ßem Erfolg in alle Welt ver­kau­fen.

Zwei die­ser Wei­ne waren auch in der Wie­ner Pro­be ver­tre­ten: der Sil­ver Bul­let, der Top­wein, und der Char­ming, eine eher popu­lä­re Ver­si­on des Grü­nen Velt­li­ners, die Lenz mit sei­nem unstill­ba­ren Drang zum Ame­ri­ka­ni­schen mit „sheer drin­king plea­su­re“ umschreibt.

Die Probe im Restaurant Eckel

Blindprobe im Wiener Restaurant Eckel
Blind­pro­be im Wie­ner Restau­rant Eckel

Die Pro­be fand in Eckels Restau­rant im 19. Bezirk statt: ein boden­stän­di­ges Lokal, das stolz auf sein Wie­ner Schnit­zel und sei­ne kor­rekt in Schwarz geklei­de­ten Kell­ner ist. Die Wein­kar­te ist impo­sant und gespickt mit bes­ten Grü­nen Velt­li­nern der Alpen­re­pu­blik. Minis­ter und pen­sio­nier­te Hof­rä­te pfle­gen bei Eckel zu spei­sen. Aber auch bra­ve Nor­mal­bür­ger aus Döb­ling und Sie­ve­ring las­sen sich ger­ne an die­sem herr­lich unchi­cen Ort nie­der.

Wir saßen im Stüberl des Restau­rants, zehn Leu­te, die berufs­mä­ßig mit Wein zu tun haben und als Juro­ren fun­gie­ren soll­ten. Aus Öster­reich die jun­ge Win­ze­rin Marie Ebner-Ebenauer aus dem Wein­vier­tel und der Win­zer Mar­kus Huber aus dem Trai­sen­tal. Bei­de waren mit je zwei eige­nen Wei­nen in der Pro­be ver­tre­ten. Die Schwei­zer Jour­na­lis­tin Chan­dra Kurt hat­te zwei „Pira­ten“ aus der Schweiz bei­gesteu­ert, Wei­ne, die sie selbst mit zwei Win­ze­rin­nen aus dem Wal­lis kre­iert.

Nur drei von zehn Juroren hielten den Deutschen für den besten Wein

Weinberg | Foto: © Weingut Huber
Wein­berg | Foto: © Wein­gut Huber

Außer­dem noch mit von der Par­tie zwei Mit­ar­bei­ter gro­ßer öster­rei­chi­scher Wein­im­por­teu­re, die unter ande­rem die Lau­renz V.-Weine in Öster­reich ver­trei­ben. Dazu Lenz selbst und Die­ter Hüb­ler. Bei­de punk­te­ten mit. Also kei­ne streng nach Objek­ti­vi­tät zusam­men­ge­stell­te, unab­hän­gi­ge Jury, son­dern eher ein mit den Orga­ni­sa­to­ren sym­pa­thi­sie­ren­der Freun­des­kreis. Die ein­zi­gen neu­tra­len Teil­neh­mer der Run­de waren Luzia Schrampf, die für die öster­rei­chi­sche Tages­zei­tung „Der Stan­dard“ schreibt, und Caro Mau­rer, ers­ter weib­li­cher Mas­ter of Wine aus Deutsch­land. Dazu mei­ne Per­son.

Weegmül­lers Grü­ner Velt­li­ner „Vom Bal­kon der Pfalz“ war nur für drei der zehn Juro­ren der bes­te Wein. Dass er am Ende die höchs­te Gesamt­punkt­zahl erhielt, war vor allem der Arith­me­tik geschul­det.

Miserable Qualität vieler Überseeweine

Etikett Erste Lage Berg - Markus Huber

Auch für mich war er nicht der bes­te Wein. Ich habe min­des­tens drei ande­re Grü­ne Velt­li­ner ihm vor­ge­zo­gen. Mich stör­te die anbie­dern­de Rest­sü­ße, die er auf­weist und die ihn all­zu gefäl­lig macht. Grü­ner Velt­li­ner hat für mich tro­cken zu sein, mine­ra­lisch, leicht wür­zig, säu­re­be­tont. Wenn er dann noch eine gewis­se Stof­fig­keit mit­bringt wie Mar­kus Hubers Ers­te Lage Berg oder der Sil­ver Bul­let von Lau­renz V. – umso bes­ser.

Am meis­ten beein­druckt an die­ser Pro­be hat mich, ehr­lich gesagt, die mise­ra­ble Qua­li­tät so vie­ler ost­eu­ro­päi­scher, ame­ri­ka­ni­scher und neu­see­län­di­scher Grü­ner Velt­li­ner. Fast die Hälf­te der Wei­ne war von schlich­tes­ter bis feh­ler­haf­ter Qua­li­tät. Vie­le über­see­ische Velt­li­ner nerv­ten mit pene­tran­ter, drop­si­ger Fruch­tig­keit. Luzia Schrampf, die Öster­rei­che­rin, hat­te dafür den schö­nen Aus­druck „Klo­zu­ckerl“ parat.

Deutschland – Grüner Veltliner-Land?

Grüner Veltliner | Foto: © ÖWM /Armin Faber
Grü­ner Velt­li­ner | Foto: © ÖWM /Armin Faber

Auch der Grü­ne Velt­li­ner des Elt­vil­ler Wein­guts J. Kög­ler erwies sich als äußerst beschei­den, der des Pfäl­zer Wein­guts Ham­mel war immer­hin ordent­lich. Von „Deutsch­land schlägt Öster­reich“ (wie inzwi­schen auch das deut­sche Wein­por­tal Yoo­press mel­det, das vom Decan­ter abschreibt) kann jeden­falls kei­ne Rede sein. „Wenn die Deut­schen mit Grü­ner Velt­li­ner anfan­gen – geni­al!“ jubel­te Lenz, der Grü­ne Veltliner-Missionar, in der Run­de. Ganz so weit bin ich noch nicht.

Trotz­dem: Es gab auch hoff­nungs­vol­le Ansät­ze. Eini­ge Grü­ne Velt­li­ner aus Ost­eu­ro­pa und aus Über­see waren mehr als eine par­fü­mier­te „Exo­ten­sup­pe“ (wie­der so ein Aus­druck von Luzia Schrampf). Viel­leicht sind sie ers­te Indi­zi­en dafür, dass die­se Sor­te nicht nur in Öster­reich gute Ergeb­nis­se bringt. Wel­che Wei­ne es waren, die mich beson­ders beein­druck­ten, könnt ihr, lie­be User, der nach­fol­gen­de Tabel­le ent­neh­men… – wenn der Lach­an­fall abge­klun­gen ist.

 

 

Die Ergebnisse der Grüner Veltliner-Blindprobe in Wien:


Platz 1 | Deutschland
Grüner Veltliner “Vom Balkon der Pfalz” – Weingut Weegmüller

Zar­ter, durch­aus kom­le­xer Wein mit viel Schmelz und Mine­ra­li­tät, leicht rest­süß.
Priewe-Punkte: 16,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 16,90


Platz 2 | Österreich
Grüner Veltliner Berg Erste Lage DAC 2010 – Markus Huber

Zar­te, hoch­fei­ne Nase, schö­ne Säu­re, viel Mine­ra­li­tät, sehr voll­mun­dig: tol­ler Wein.
Priewe-Punkte: 17,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 16,45


Platz 3 | Österreich
Grüner Veltliner Alte Reben 2011 – Marion Ebner-Ebenauer

Mine­ra­lisch, saf­tig, hefe­frisch: hinreissend-eleganter Wein mit guter Struk­tur.
Priewe-Punkte: 16,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 16,43


Platz 4 | Österreich
Grüner Veltliner Silver Bullet 2011 – Laurenz V.

Mas­ku­li­ner Wein, kräf­tig, klar geglie­dert, hoch­fei­ner Stoff: gro­ßer Grü­ner Velt­li­ner.
Priewe-Punkte: 17,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 16,00


Platz 5 | USA
Grüner Veltliner 2010 – Zocker

Sehr tro­cke­ner Wein aus Kali­for­ni­en, auf den ers­ten Blick wenig Charme, doch tief und nach­hal­tig.
Priewe-Punkte: 17,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,55


Platz 6 | Slowakei
Grüner Veltliner 2011 – Bott Frigyes

Fei­ner, aber nicht ganz tro­cke­ner Wein.
Priewe-Punkte: 15,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,50


Platz 7 | Österreich
Grüner Veltliner Heiligenstein 2011 – Peter Schweiger

Schmelzig-fruchtig mit leicht vege­ta­len Noten, rela­tiv kom­pakt, inter­es­san­ter Wein.
Priewe-Punkte: 15,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,45


Platz 8 | Neuseeland
Grüner Veltliner Premium 2011 – Saint Clair

Premium-Wein von St. Clair: zart und pfeff­rig im Bou­quet, am Gau­men fehlt die Säu­re.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,45


Platz 9 | Australien
Grüner Veltliner 2011 – Lark Hill

Viel Exo­tik in der Nase: Bana­ne, Grape­fruit, Oran­ge, dabei aus­ge­wo­gen und durch­aus fein.
Priewe-Punkte: 16,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,45


Platz 10 | Österreich
Grüner Veltliner Loos 2011 – Loos Weine und Walter Buchegger

Pfeffrig-erdiger Wein mit viel Schliff, straff gewo­ben, aber ohne die letz­te Fein­heit im Inne­ren.
Priewe-Punkte: 14,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,30


Platz 11 | Slowakei
Grüner Veltliner 2011 – Karpatska Perla

Main­strea­m­i­ger Wein mit fei­nem Aka­zi­en­duft, gut gemacht, etwas lang­wei­lig.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,23


Platz 12 | Tschechien
Grüner Veltliner 2011 – Kosik

Sau­ber, mäßig pfeff­rig, schlank, aus­drucks­voll.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,20


Platz 13 | Schweiz
Petite Arvine 2011 – Chandra Kurt

Lang, weich mit schö­ner Bir­nen­wür­ze, kräf­ti­ge Säu­re, geschlif­fe­ner, aber noch ver­schlos­se­ner Wein.
Priewe-Punkte: 16,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,18


Platz 14 | Österreich
Grüner Veltliner Kamptal DAC 2011 – Peter Schweiger

Etwas koch­ap­fe­lig, rus­ti­kal, recht stof­fig, aber wenig Schliff.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,05


Platz 15 | Deutschland
Grüner Veltliner 2011 – Weingut Hammel

Stof­fig mit leicht drop­si­ger Säu­re, innen dif­fe­ren­ziert, ordent­li­cher Wein.
Priewe-Punkte: 14,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 15,00


Platz 16 | Slowakei
Grüner Veltliner 2010 – Karpatska Perla

Flach, aus­drucks­los, belie­big.
Priewe-Punkte: 12,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,98


Platz 17 | Österreich
Grüner Veltliner Obere Steigen DAC 2011 – Markus Huber

Sau­be­rer, saf­ti­ger Wein, erdig, pfeff­rig, gut struk­tu­riert.
Priewe-Punkte: 15,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,93


Platz 18 | Schweiz
Heida 2011 – Chandra Kurt

Butt­rig, fett, säu­re­arm: eher Pinot Gris als Grü­ner Velt­li­ner.
Priewe-Punkte: 13,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,90


Platz 19 | Tschechien
Grüner Veltliner Perna 2011 – Vinarstvi Volarik

Etwas par­d­fü­miert im Bou­quet, schö­ne Säu­re, aber ohne Höhe­punkt.
Priewe-Punkte: 13,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,85


Platz 20 | Österreich
Grüner Veltliner Hermanschachern 2011 – Marion Ebner-Ebenauer

Mineralisch-fein, dicht, aber nicht schwer, spie­le­risch, sehr ele­gant.
Priewe-Punkte: 16,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,83


Platz 21 | Österreich
Grüner Veltliner Charming 2011 – Laurenz V.

Fei­ne, stark akzen­tu­ier­te Frucht, mitt­le­rer Kör­per, ohne Fehl und Tadel.
Priewe-Punkte: 14,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,80


Platz 22 | Italien
Ariston Grüner Veltliner 2011 – Eisacktaler Kellerei

Kraft­voll, fein­fruch­tig, mit­rei­ßend: schö­ner Ter­ro­ir­wein mit vie­len Boden­tö­nen.
Priewe-Punkte: 15,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,75


Platz 23 | USA
Grüner Veltliner 2011 – Doktor Konstantin Frank

Grü­ner Velt­li­ner von den Five Fin­ger Lakes: fei­ne, mine­ra­li­sche Note, mit­tel­ge­wich­tig, sau­ber.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,70


Platz 24 | Tschechien
Grüner Veltliner 2011 – Hort

Ordent­li­cher, soli­der Wein, wenn auch kein Auf­re­ger.
Priewe-Punkte: 13,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,65


Platz 25 | Neuseeland
Grüner Veltliner 2010 – The Paddler

Grü­ner Velt­li­ner aus Marl­bo­rough: sau­be­re, scho­ti­ge, schmel­zi­ge Frucht, aber ins­ge­samt recht ein­fach.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,65


Platz 26 | Neuseeland
Grüner Veltliner Pioneer Block 5 2011 – Saint Clair

Sauvignon-Nase, drop­sig, viel zu aro­ma­tisch.
Priewe-Punkte: 12,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,60


Platz 27 | Neuseeland
Grüner Veltliner 2011 – Yelands Estate

Gut gebau­ter Wein mit bon­bon­haf­ter Frucht: nicht schlecht, aber wie Blüm­chen­sex.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,50


Platz 28 | Australien
Grüner Veltliner 2011 – Hahndorf Hill

Grü­ner Velt­li­ner aus dem Baros­sa Val­ley: bro­tig, unrund, unrei­fe Säu­re.
Priewe-Punkte: 12,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,48


Platz 29 | Deutschland
Grüner Veltliner 2010 – Weingut J. Koegler

Grü­ner Velt­li­ner aus dem Rhein­gau: kurz, säu­er­lich, koh­len­säu­re­frisch, ein­fach.
Priewe-Punkte: 11,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,45


Platz 30 | Neuseeland
The Doctor’s Grüner Veltliner 2011 – Forrest Wines

Grü­ner Velt­li­ner aus Marl­bo­rough: Ana­nas­saft, hat mit Wein wenig zu tun.
Priewe-Punkte: 11,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,25


Platz 31 | Neuseeland
Groover Grüner Veltliner 2010 – Coopers Creek SV

Grü­ner Velt­li­ner aus Gis­bor­ne: gekoch­te Frucht, rus­ti­kal, unfein.
Priewe-Punkte: 12,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,18


Platz 32 | Neuseeland
Grüner Veltliner 2011 – Nautilus Estate

Grü­ner Velt­li­ner aus Marl­bo­rough: leich­te Unfri­sche, vie­le fremd­ar­ti­ge Noten, merk­wür­dig gespal­ten.
Priewe-Punkte: 12,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 14,00


Platz 33 | Ungarn
Grüner Veltliner 2011 – Duna Melléki

Fett, mas­tig, span­nungs­los, par­fü­mier­te Nase, kaum Frucht: mari­nier­ter Wein.
Priewe-Punkte: 12,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 13,73


Platz 34 | Argentinien
Grüner Veltliner 2012 – Bodega Norton

Fili­gra­ner Wein, zart­fruch­tig, lieb­lich, aber ohne Säu­re.
Priewe-Punkte: 13,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 13,65


Platz 35 | Ungarn
Grüner Veltliner 2010 – Tamás Szecko

Tief mit Noten von Honig­me­lo­ne und Quit­te, sehr wür­zig, gro­ße Struk­tur, etwas prot­zig.
Priewe-Punkte: 14,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 13,60


Platz 36 | Neuseeland
Nelson Grüner Veltliner 2011 – Seifried

Plump, unrei­fe Säu­re, ble­chern.
Priewe-Punkte: 11,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 13,45


Platz 37 | Australien
Grüner Veltliner 2011 – K1 Geoff Hardy

Kein Ter­ro­ir, kei­ne Reb­sor­te, völ­lig belie­bi­ger Wein, banal.
Priewe-Punkte: 10,50
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 13,45


Platz 38 | Tschechien
Grüner Veltliner 2011 – Regina Coeli

Her­kunft Tsche­chi­en: völ­lig “aus­ge­zo­ge­ner” Wein.
Priewe-Punkte: 10,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 12,85


Platz 39 | USA
Grüner Veltliner 2010 – Hickory Creek

Grü­ner Velt­li­ner aus Michi­gan: oxy­diert.
Priewe-Punkte: 10,00
Durch­schnitt Gesamt­ju­ry: 11,25


Platz 40 | USA
Grüner Veltliner 2010 – Westportriver

Grü­ner Velt­li­ner aus Mas­sa­chu­setts: unfrisch, gekoch­te Frucht, feh­ler­haft.
Priewe-Punkte: 10,00
Durchschnitt-Gesamtjury: 10,30

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2 Kommentare

    • Der Arti­kel ist wun­der­bar ehr­lich. Jetzt ist aber wei­te­res pas­siert. Fal­staff schreibt in der GV Inter­na­tio­na­len Ver­kos­tung. Platz 1 Deutsch­land und Platz 2 ist auch wie­der Weegmül­ler, nur ein ande­rer Jahr­gang.

      GV gibt es ja nicht nur in der Wach­au, sie­he Ott und Ande­re…

      Eine ernst­haf­te Alter­na­ti­ve zu deut­schem GV ist übri­gens auch Künst­ler aus dem Rhein­gau.

      Was ist so eine Ver­kos­tung eigent­lich wirk­lich wert?

      Pas­cal

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