Portugal setzt auf Profil, Verkostung & Seminare
Portugiesische Weine sind im internationalen Handel längst keine Nische mehr – und sollen auf der ProWein 2026 erneut mit einem geschlossenen Länderauftritt Präsenz zeigen. Unter dem Dach von Wines of Portugal bündelt Portugal seine Messeaktivitäten in Halle 7a und will Fachbesucherinnen und -besuchern vor allem Orientierung, Verkostungsmöglichkeiten und ein dichtes Weiterbildungsprogramm anbieten.
Hintergrund ist ein Markt, in dem Herkunft und Wiedererkennbarkeit zunehmend über den Erfolg entscheiden. Portugal verweist dabei auf seine besondere Ausgangslage: mehr als 250 autochthone Rebsorten, eine lange Weinbautradition und eine Generation von Betrieben, die regionale Stile stärker herausarbeitet. Wines-of-Portugal-Präsident Frederico Falcão bezeichnet diese Eigenständigkeit als entscheidenden Faktor, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.
Auch die Exportentwicklung zeigt ein gemischtes Bild: Insgesamt blieben die Gesamtexporte stabil, allerdings gab es Rückgänge in einzelnen wichtigen Märkten – darunter USA (-12 Prozent), Brasilien (-1 Prozent) und Deutschland (-2 Prozent). Zuwächse in Angola (+26 Prozent) und Spanien (+21 Prozent) glichen diese Verluste laut Wines of Portugal aus. Angola ist demnach inzwischen der fünftgrößte Exportmarkt nach Frankreich, den USA, Brasilien und Großbritannien. Deutschland rutschte im Ranking von Platz 7 auf Platz 8 ab – hinter Kanada und den Niederlanden. In Deutschland zählt Portugal weiterhin zu den Top-10-Importländern (Platz 7).
Auf der ProWein vom 15. bis 17. März 2026 sind in Halle 7a 71 Weingüter im Gemeinschaftsauftritt vertreten, ergänzt durch 15 Produzenten aus der Region Lisboa. Daneben treten mehrere Regionen mit eigenen Flächen an: Bairrada, Beira Interior, Douro und Porto sowie Vinhos Verdes. Insgesamt belegt Portugal rund 1.900 Quadratmeter und gehört damit erneut zu den deutlich sichtbareren Länderauftritten der Messe.
Inhaltlich setzt Wines of Portugal auf drei Bausteine: persönliche Gespräche an den Ständen, eine freie Verkostungszone und ein Seminarprogramm. In der Verkostungszone sollen 75 ausgewählte Weine einen Querschnitt über Rebsorten, Stile und Regionen geben. Ergänzend sind Guided Tours geplant, die Fachbesucherinnen und -besucher je nach Interesse zu passenden Ausstellern führen; die Organisation läuft über den Welcome Desk (7a B12), eine Anmeldung für den kostenfreien VIP-Service ist im Vorfeld per E-Mail vorgesehen.
Ein Schwerpunkt liegt zudem auf dem Seminarbereich mit 18 Veranstaltungen an allen drei Messetagen. Themen sind unter anderem autochthone Sorten, regionale Besonderheiten, Markttrends und Stilistik. Als Referentinnen und Referenten sind mehrere bekannte Namen angekündigt, darunter die Masters of Wine Romana Echensperger, Caro Maurer und Dirceu Vianna Junior sowie David Schwarzwälder, Christina Fischer und Sebastian Bordthäuser. Eine Reservierung ist nicht möglich; der Zugang erfolgt nach dem Prinzip „first come, first served“.
Mit dem Angebot will Portugal auf der ProWein 2026 vor allem Fachpublikum aus Handel, Gastronomie und Medien ansprechen – und die Bandbreite von frischen Weißweinen über Rotweine bis zu Schaumweinen in einem konzentrierten Rahmen abbilden.









































































