Weinregionen Marken-Abruzzen-Latium

Montefiascone

Im nörd­li­chen Lati­um, nahe der Gren­ze zur Tos­ka­na gele­ge­nes Anbau­ge­biet, das für sei­nen wei­ßen Est! Est!! Est!!! bekannt gewor­den ist. Die­ser rus­ti­ka­le, wenig auf­re­gen­de Wein wird aus Trebbiano-Trauben erzeugt. Neben indus­tri­el­len Wein­er­zeu­gern haben sich in jün­ge­rer Zeit eini­ge klei­ne­re Betrie­be die­ses Weins ange­nom­men – mit gutem Erfolg. Auch Mer­lot wird neu­er­dings sehr erfolg­reich in Mon­te­fi­as­co­ne ange­baut.

MontecarottoFrascati

Zur Regi­on Lati­um gehö­ren­des Massenwein-Anbaugebiet vor den Toren Roms, das größ­ten­teils schlich­te, wäss­ri­ge Weiß­wei­ne ein­fachs­ten Zuschnitts lie­fert. Eini­ge Betrie­be haben neu­er­dings gehalt­vol­le­re Wei­ne mit zar­ter Frucht auf den Markt gebracht.

Rosso Conero

Süd­lich der Hafen­stadt Anco­na, im Ein­fluß­be­reich küh­ler Meer­bri­sen, wächst ein vol­ler, feu­ri­ger Rot­wein. Er heißt Ros­so Cone­ro und wird aus Montepulciano-Trauben gewon­nen. Die San­giove­se, die ihm zu 15 Pro­zent bei­gemischt wer­den darf, bringt im war­men Adria­kli­ma kei­ne gro­ßen Qua­li­tä­ten. Tra­di­tio­nell feu­rig und etwas derb, hat der Ros­so Cone­ro in den ver­gan­ge­nen Jah­ren durch sorg­fäl­ti­ge­re Weinbereitungs-Methoden deut­lich an Fein­heit gewon­nen. Aller­dings gibt es kaum mehr als ein knap­pes Dut­zend Win­zer, die gute Qua­li­tä­ten anbie­ten.

Verdicchio

Der wich­tigs­te Wein der Regi­on Mar­ken, am Fuße des Apen­nins auf leh­mi­gen Kalk­bö­den wach­send: Ein Weiß­wein, der nicht durch sei­ne Säu­re, son­dern durch sei­nen Kör­per­reich­tum besticht. Ledig­lich die indus­tri­el­le Vari­an­te des Ver­dic­chio ergibt einen schlan­ken Wein. Der cha­rak­te­ris­ti­sche Ver­dic­chio besitzt Fül­le, Duft und Kom­ple­xi­tät. Das gilt schon für den Ver­dic­chio dei Cas­tel­li di Jesi, aber mehr noch für den Ver­dic­chio di Mate­li­ca. Bei­de besit­zen eine eige­ne DOC und wer­den rein­sor­tig aus der gleich­na­mi­gen Trau­ben­sor­te gekel­tert.