Weinregion Côte de Beaune

Weißweine von überwältigender Fülle

Der über­wie­gen­de Teil der Reb­flä­che an der Côte de Beau­ne ist mit Pinot Noir kul­ti­viert. Doch berühmt sind vie­le Gemein­den vor allem wegen ihres Weiß­weins.

berühmte Weine der Côte de Beaune

Die­se Weiß­wei­ne, die aus­schließ­lich aus Chardonnay-Trauben erzeugt wer­den, haben es unter dem Sam­mel­be­griff „Wei­ßer Bur­gun­der“ welt­weit zu Ruhm gebracht. Die bes­ten unter ihnen sind schwer wie Rot­wei­ne, zugleich von gro­ßer Fül­le und Lang­le­big­keit. Die Rot­wei­ne der Côte de Beau­ne sind kom­pakt und nuan­cen­reich, sie besit­zen jedoch nicht die Tie­fe der Wei­ne der Côte de Nuits.

Aloxe-Corton

Abseits der Tou­ris­ten­strö­me liegt das klei­ne Dorf am Fuß des Ber­ges Cor­ton, der mit sei­ner bewal­de­ten Kup­pe unüber­seh­bar ist. Fast der gesam­te Hang besteht aus Grand-Cru-Lagen. In den obe­ren, direkt an den Wald­rand gren­zen­den Wein­ber­gen (vor allem in den süd-westlichen Lagen) steht Char­don­nay. Er ergibt den berühm­ten Corton-Charlemagne: vol­le, schwe­re Weiß­wei­ne mit nussig-vanilligen Aro­men. Der rote Cor­ton ist ein robus­ter, lang­le­bi­ger Wein, der an einen guten Gevrey- Cham­ber­tin erin­nert.

Beaune

Berühm­te his­to­ri­sche Wein­haupt­stadt des Bur­gund in Frank­reich, die das Han­dels­zen­trum der Côte d’Or bil­det. All­jähr­lich fin­det hier die berühm­te Wein­auk­ti­on statt, wäh­rend der auch das Preis­ni­veau des neu­en Jahr­gangs im Bur­gund fest­ge­legt wird. Die Stadt ist von Wein­ber­gen umge­ben – 400 Hekt­ar ins­ge­samt. Damit ist Beau­ne die größ­te Wein­bau­ge­mein­de der gan­zen Côte d’Or. Die meis­ten Lagen haben Premier-Cru-Status. Grands Crus gibt es nicht. Ins­be­son­de­re eini­ge der 42 Premier-Cru-Lagen, von denen fast alle Rot­wein pro­du­zie­ren, erbrin­gen bemer­kens­wert cha­rak­ter­star­ke und dabei ele­gan­te Wei­ne. Die Unter­schie­de zwi­schen den Pre­miers Crus sind teil­wei­se nur gering. Sie rei­chen von leich­ten, zart­fruch­ti­gen Wei­nen von Sand­bö­den (etwa Les Teu­rons oder Les Grè­ves mit der berühm­ten Lage L’Enfant de Jésus) bis zu gehalt­vol­len, kräf­ti­gen Wei­nen von kalk­hal­ti­ge­ren Böden (etwa Clos des Mou­ches).

Pommard

Rund 300 Hekt­ar Reben umfas­sen­de Appel­la­ti­on, mehr als die Hälf­te davon besitzt Premier-Cru-Status. Ange­baut wird aus­schließ­lich Pinot Noir. Von den bes­ten Lagen kom­men sanf­te, mild­fruch­ti­ge, den Pre­miers Crus von Beau­ne ähn­li­che Wei­ne, aus­ge­nom­men die von den Lagen Epe­nots und vor allem Rugi­ens, die mehr Tie­fe und Feu­er besit­zen.

Volnay

Nicht son­der­lich kom­pak­te, aber unge­mein fili­gra­ne Wei­ne mit zar­ter Frucht, die zu den feins­ten der Côte de Beau­ne gehö­ren. Mehr als die Hälf­te der Lagen ver­fügt über Grand-Cru-Status. Ins­ge­samt ste­hen 230 Hekt­ar unter Reben. Sie sind aus­schließ­lich mit Pinot Noir bestockt. Die zu Meur­s­ault gehö­ren­den Lagen San­te­nots und Les Plu­res kom­men eben­falls als Vol­nay auf den Markt.

Meursault

Bedeu­ten­de Weißwein-Appellation zwi­schen Beau­ne und Puligny-Montrachet, in der die Chardonnay-Traube Wei­ne von Welt­klas­se ergibt. Das gilt nicht nur für die Pre­miers Crus Gene­vriè­res, Per­riè­res und Charmes, die etwa ein Vier­tel der Flä­che der Appel­la­ti­on aus­ma­chen, son­dern teil­wei­se auch für die ein­fa­che­ren Gemein­de­wei­ne. Sie sind ele­gant und weich, dabei tief­grün­dig, äußerst lang­le­big und nie über­la­den. Ins­ge­samt ste­hen 370 Hekt­ar unter Reben. Zwar wird auch Rot­wein ange­baut, doch sind die Men­gen gering. Die Böden bestehen aus klein­stei­ni­gem, har­tem Kalk­ge­stein mit Sand durch­mischt.

Puligny-Montrachet

Das Mek­ka der Weißwein-Liebhaber: Die vier Grands Crus Mon­tra­chet, Chevalier-Montrachet, Bâtard-Montrachet und Bienvenues-Bâtard-Montrachet sind die wuch­tigs­ten tro­cke­nen Weiß­wei­ne des Bur­gund, so opu­lent, daß sie in man­chen Jah­ren fast Gefahr lau­fen, über­la­den zu wir­ken. Mit rund 14 Vol. % und ihrem gro­ßen Kör­per­reich­tum kön­nen sie gut 20 Jah­re alt wer­den. Die benach­bar­ten Wein­ber­ge erge­ben eben­falls vol­le und äußerst fei­ne Weiß­wei­ne von guter Halt­bar­keit. Beson­ders her­vor­zu­he­ben sind die Pre­miers Crus Les Pucel­les, Les Com­bet­tes und Les Fola­tiè­res.

Chassagne-Montrachet

Die Weiß­wei­ne ähneln denen von Puligny-Montrachet in punc­to Fül­le. Stah­li­ge Wucht wird ihnen nach­ge­sagt. Das gilt für den win­zi­gen Grand Cru Criots-Bâtard-Montrachet, aber auch für die Pre­miers von Clos de la Mal­tro­ie und Les Ruchot­tes. Die Rot­wei­ne sind erdig-derb und ohne gro­ße Fines­se.

Santenay

Das ver­träum­te Dorf lie­fert süf­fi­ge Pinots Noirs ohne den Anspruch, zu den gro­ßen Bur­gun­dern gezählt zu wer­den: samtig-weich, saf­tig, mit deli­ka­tem Himbeer- und Kir­scharo­ma.

Saint-Aubin

Klei­ne Appel­la­ti­on, die direkt an Chassagne-Montrachet grenzt, aber nur 145 Hekt­ar Reben auf­weist, von denen etwa zwei Drit­tel Premier-Cru-Status genießt. Wein­ken­ner zie­hen die Weiß­wei­ne vor, die aus­schließ­lich aus Char­don­nay gewon­nen wer­den. Sie bestechen eher durch Kraft und Kör­per als durch gro­ße Fines­se. Die Rot­wei­ne, die etwa 40 Pro­zent der Pro­duk­ti­on aus­ma­chen, sind etwas grö­ber und kom­men nicht ganz an die bes­ten Pinots Noirs der Côte de Beau­ne her­an.

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