Vermentino

Cha­rak­ter­vol­le Weiß­wein­sor­te, die in grö­ße­ren Men­gen auf Kor­si­ka (dort auch Ver­men­ti­nu oder Mal­voi­sie de Cor­se genannt) und Sar­di­ni­en, in klei­nen Men­gen in Ligu­ri­en und in der nörd­li­chen Tos­ka­na, spe­zi­ell in der Marem­ma, ange­baut wird. Die spät­rei­fe Sor­te ergibt typisch medi­ter­ra­ne Wei­ne mit viel fruch­ti­gem Schmelz, mine­ra­li­schen Noten und Apfel-Pfirsich-Aroma. Ihre Qua­li­tät hängt aller­dings stark von einer Ertrags­be­gren­zung und dem geeig­ne­ten Ter­ro­ir ab. Da sie sich bei Wein­trin­kern gro­ßer Beliebt­heit erfreut, wird die Sor­te über­all stark nach­ge­pflanzt. So auch im Langue­doc und Rouss­il­lon (oft unter dem Namen Rol­le), wo sie zum Reper­toire der wei­ßen AOC-Trau­ben gehört. Ins­ge­samt sind 4000 ha mit ihr bestockt, der größ­te Teil in Ita­li­en, etwa 1300 ha auf Kor­si­ka (AOC Ajac­cio und Vin de Cor­se). Über den Ursprung der Sor­te gibt es kei­ne siche­ren Infor­ma­tio­nen. Häu­fig ist ver­mu­tet wor­den, dass sie aus Spa­ni­en stammt und über Kor­si­ka und Sar­di­ni­en in die Tos­ka­na, nach Ligu­ri­en und nach Süd­frank­reich gelangt ist. Sie ist ver­wandt mit der im Pie­mont ange­bau­ten Favo­ri­ta und der in Ligu­ri­en anzu­tref­fen­den Pigato-Traube. Gene­ti­sche Ähn­lich­kei­ten bestehen mit der unga­ri­schen Fur­mint. Syn­ony­me sind Ver­men­ti­ni, Ven­nen­ti­no, Mal­va­sia Gros­sa (im Dou­ro und auf Madei­ra), Mal­voi­sie à Gros Grains und Mal­voi­sie Pré­coce d’Espagne.

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