Portugieser

Ertrag­rei­che, früh­rei­fe Rot­wein­reb­s­or­te, die nur gerin­ge Ansprü­che an die Lage stellt und ein­fa­che Kon­sum­qua­li­tä­ten lie­fert. Der Wein ist hell­rot, sam­tig, meist etwas dünn mit mil­der Säu­re und leicht wür­zi­gem Bou­quet. Bei Win­zern ist sie v. a. wegen ihrer zuver­läs­sig hohen Erträ­ge beliebt. 160 hl/ha sind kei­ne Sel­ten­heit. In Öster­reich ist sie die zweit­häu­figs­te rote Reb­sor­te. In Deutsch­land nimmt sie wie­der zu und ist beson­ders an der Ahr (wo der Wein frü­her teil­wei­se mit Rest­sü­ße aus­ge­baut wur­de), in der Pfalz und in Rhein­hes­sen stark ver­tre­ten. Auch in Tsche­chi­en, in der Slo­wa­kei, in Ungarn, in Rumä­ni­en und in Kroa­ti­en ist sie ver­brei­tet. Ent­ge­gen land­läu­fi­ger Mei­nung stammt sie ver­mut­lich nicht aus Por­tu­gal. In Por­tu­gal gab und gibt es kei­ne ver­gleich­ba­re Reb­sor­te. Mög­li­cher­wei­se stammt sie aus Ungarn oder Öster­reich. Sicher ist, dass sie 1860 von dort nach Deutsch­land kam.

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