Pfalz

Die Pfalz ist das zweit­größ­te deut­sche Anbau­ge­biet (23 600 ha). Es zieht sich von Worms im Nor­den bis an die elsäs­si­sche Gren­ze nach Süden. Fast alle wich­ti­gen Elsäs­ser Reben wer­den auch in der Pfalz ange­baut: in ers­ter Linie Ries­ling, dane­ben Wei­ßer Bur­gun­der, Grau­bur­gun­der, Mus­ka­tel­ler, Gewürz­tra­mi­ner und Spät­bur­gun­der. Müller-Thurgau, Por­tu­gie­ser, Ker­ner, Sil­va­ner, Scheu­re­be, Ries­la­ner und die rote Moder­ebe Dorn­fel­der ergän­zen das klas­si­sche Reben­sor­ti­ment. Wein­bau­lich wird zwi­schen dem nörd­li­chen Teil, der Mit­tel­haar­dt und der Süd­pfalz unter­schie­den. In die­sem Teil, zwi­schen Neu­stadt und der Gren­ze zu Frank­reich herrscht ein war­mes, bei­na­he medi­ter­ra­nes Kli­ma. Ent­spre­chend fül­lig, saf­tig und geschmacks­in­ten­siv sind die Wei­ne, die von dort kom­men. Die bes­ten Qua­li­tä­ten lie­fern hier die Bur­gun­der­sor­ten. Por­tu­gie­ser und Dorn­fel­der erge­ben meist Durst löschen­de Zech­wei­ne, die treff­lich zu den def­ti­gen Gerich­ten der regio­na­len Küche pas­sen. Gele­gent­lich wer­den in der Süd­pfalz auch St. Lau­rent und Caber­net Sau­vi­gnon ange­baut. Die Mit­tel­haar­dt ist das noble­re Anbau­ge­biet. An den sanft in die Rhein­ebe­ne aus­lau­fen­den Ost­hän­gen der Haar­dt, eines lang gestreck­ten, durch­schnitt­lich sie­ben Kilo­me­ter brei­ten Hügel­zugs, der die Reben gegen Frös­te und kal­te West­win­de abschirmt, domi­niert der Ries­ling. Er bringt kräf­ti­ge, sub­s­tanz­rei­che Wei­ne her­vor, die mal mineralisch-würzige, mal tropisch-fruchtige Noten mit Zitrus- und Pfir­sich­aro­men auf­wei­sen und in der Spit­ze in die Kate­go­rie gro­ßer, deut­scher Wei­ne gehö­ren. Dies gilt für die bes­ten Lagen von Kall­stadt, Ung­stein, Wachen­heim, Dei­des­heim, Forst und Gim­mel­din­gen. Der größ­te Teil der Pfäl­zer Ries­lin­ge wird tro­cken aus­ge­baut. Dane­ben gibt es eine alte Tra­di­ti­on edel­sü­ßer Bee­ren– und Tro­cken­bee­ren­aus­le­sen. In den letz­ten Jah­ren wur­den ver­mehrt Eis­wei­ne erzeugt. Neben den drei gro­ßen Tra­di­ti­ons­gü­tern Bassermann-Jordan, Reichs­rat von Buhl und Bürklin-Wolff gehö­ren Müller-Catoir, Koehler-Ruprecht, Pfef­fin­gen (Fuhrmann-Eymael), Biff­ar und Mos­ba­cher zu den füh­ren­den Erzeu­gern der Mit­tel­haar­dt. In der Süd­pfalz bestechen v. a. ernst­haf­te Spät­bur­gun­der von Dr. Wehr­heim, Reb­holz und Fried­rich Becker.

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