Muscat Blanc à Petits Grains

Fran­zö­si­scher Name für die häu­figs­te und hoch­wer­tigs­te Spiel­art der Mus­ka­tel­ler-Trau­be. Die Sor­te besitzt einen cha­rak­te­ris­ti­schen Muskat­ton, der schon beim Ver­zehr der fri­schen Trau­be deut­lich zuta­ge tritt (wes­halb die Sor­te auch als Tafel­trau­be beliebt ist). Sie ist wahr­schein­lich schon in der Anti­ke über Grie­chen­land (wo sie als Anathe­li­con Mos­cha­ton bekannt war) nach Ita­li­en (wo die Römer sie Uva Apia­na nann­ten), Spa­ni­en und Frank­reich gekom­men. Dort gilt sie unter den heu­te kul­ti­vier­ten Sor­ten als die ältes­te. Wegen ihrer aro­ma­ti­schen Duft- und Geschmacks­ei­gen­schaf­ten wird sie (bzw. ihre Vari­an­ten und Mutan­ten) meis­tens zur Her­stel­lung von Süß­wei­nen ver­wen­det. So wer­den aus ihr in Frank­reich die Vins Doux Natu­rels z.B. des Langue­doc her­ge­stellt. Rein­sor­tig geht sie in die Mus­cats aus Lun­el, Mire­val, Saint-Jean de Miner­vois und Beaumes-de-Venise ein. Sie ist Haupt­be­stand­teil des süßen Schaum­weins Clai­ret­te de Die. Im Elsass wird der Mus­cat tro­cken aus­ge­baut. Die größ­te Ver­brei­tung hat die Sor­te in Ita­li­en gefun­den, wo sie als Mos­ca­to Bian­co zu den fünf häu­figs­ten Weiß­wein­sor­ten des Lan­des gehört, Ten­denz abneh­mend. Der bekann­tes­te Wein ist der süße, schäu­men­de Asti. In Deutsch­land wird die Spiel­art Gel­ber Mus­ka­tel­ler ange­baut. In Grie­chen­land wird sie z. B. für den Mus­cat aus Samos ver­wen­det. In Argen­ti­nen und Chi­le heißt sie Mos­ca­tel und gilt dort als Mas­sen­trau­be. In Kali­for­ni­en wird sie nur in gerin­ger Men­ge ange­baut. In Aus­tra­li­en exis­tiert eine Spiel­art der Sor­te mit röt­lich gefärb­ten Bee­ren, die Brown Mus­cat genannt wird. Aus ihr wird im Anbau­ge­biet Ruther­g­len ein berühm­ter Likör­wein gewon­nen. Auch in Ost­eu­ro­pa ist sie in gerin­ger Men­ge ver­tre­ten, wäh­rend in den hei­ßen süd­eu­ro­päi­schen Anbau­ge­bie­ten v. a. der weni­ger fei­ne Mus­cat d’Alexandrie ange­baut wird. Syn­ony­me der Mus­cat Blanc à Petits Grains sind Mus­cat Doré de Fron­ti­gnan, Fron­tignac, Mos­ca­del­lo, Mus­ca­tel und White Fron­ti­gnan.

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