Muscadet

1. Im fran­zö­si­schen Pays Nan­ta­is an der Loire gebräuch­li­cher Name für die Weiß­wein­trau­be Melon de Bour­go­gne (Melon). 2. Rein­sor­ti­ger Weiß­wein aus dem Pays Nan­ta­is an der Loire. Der Wein ist nach der gleich­na­mi­gen Trau­be benannt. Man unter­schie­det vier Muscadet-Appel­la­tio­nen: die all­ge­mei­ne Appel­la­ti­on Mus­ca­det und drei Zonen, die den übri­gen Wei­nen den Namen geben. Am bekann­tes­ten und ange­se­hens­ten ist die AOC Mus­ca­det Sèvre-et-Maine, süd­öst­lich von Nan­tes zwi­schen den Flüs­sen Sèv­re und Mai­ne. Die zwei­te, wesent­lich klei­ne­re AOC heißt Mus­ca­det des Coteaux de la Loire nord­öst­lich von Nan­tes. Die drit­te Mus­ca­det Côtes de Grand Lieu, eine recht gro­ße Zone, die etwa die Hälf­te der gesam­ten Muscadet-Rebfläche umfasst. Man unter­schei­det dar­über hin­aus »Mus­ca­det« und »Mus­ca­det sur lie«. Sur lie bedeu­tet: auf der Hefe gela­gert. Nach die­sem tra­di­tio­nel­len Ver­fah­ren las­sen die Win­zer den Wein bis direkt vor der Fla­schen­ab­fül­lung auf der Fein­he­fe (Weiß­wein­be­rei­tung). Dadurch erhält er einen leicht hefi­gen Geschmack und eine zar­te Koh­len­säu­re. Ein Teil der beson­ders preis­güns­ti­gen Muscadet-Weine hat aller­dings gar nicht auf der Hefe gele­gen, son­dern ist mit Koh­len­säu­re ver­setzt wor­den.

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