Laubpflege

auch Laub­ar­bei­ten. Arbei­ten im Wein­bau, die für opti­ma­le Son­nen­be­lich­tung und Kli­ma­ein­flüs­se sor­gen und so einer opti­ma­len Qua­li­tät und Gesund­erhal­tung der Trau­ben die­nen. Zu den Laub­ar­bei­ten zäh­len bei­spiels­wei­se das Aus­bre­chen von Trie­ben vor der Blü­te, die teil­wei­se Ent­blät­te­rung der Trau­ben­zo­ne, das Auf­bin­den bzw. Hef­ten der ein­jäh­ri­gen Trie­be, das Rück­schnei­den und das Laub­schnei­den. Die Maß­nah­men die­nen dazu, die Dich­te der Laub­flä­che und die Posi­tio­nie­rung der Trau­ben zu opti­mie­ren, und zwar im Hin­blick auf eine Maxi­mie­rung der Assi­mi­la­ti­ons­leis­tung (Zucker­pro­duk­ti­on), die Aus­rei­fung und Farb­aus­bil­dung der Trau­ben. Die Laub­pfle­ge dient auch zur Vor­beu­gung von Pilz­krank­hei­ten, beson­ders Mehl­tau-Pil­zen und Grau­fäu­le (Botry­tis cine­rea). Dazu ist eine locke­re, gut durch­lüf­te­te Laub­wand nötig, sodass Laub und Trau­ben schnell abtrock­nen kön­nen. Die Laub­pfle­ge ist ins­be­son­de­re im öko­lo­gi­schen Wein­bau eine wich­ti­ge anbau­tech­ni­sche Maß­nah­me auf­grund der dort ein­ge­schränk­ten Mög­lich­kei­ten inner­halb der Schädlingsbekämpfung.