Gaillac

Städt­chen im Süd­wes­ten Frank­reichs und gleich­na­mi­ge Appel­la­ti­on an den hüge­li­gen Ufern des Tarn zwi­schen Albi und Tou­lou­se. Gail­lac gibt es als Rot- und Weiß­wein (etwa 30 Pro­zent) sowie als Rosé (alle AOC Gail­lac) – als süßen Wei­ßen (AOC Gail­lac Doux), als Perl­wein (AOC Gail­lac Per­lé), als Schaum­wein (AOC Gail­lac Mousseux) und als Weiß­wein von den Pre­miè­res Côtes am Nord­ufer des Tarn (AOC Gail­lac Pre­miè­res Côtes). In der sanf­ten, saf­tig grü­nen Land­schaft mit ca. 3000 ha Reb­flä­che wach­sen auf Kies­bö­den hei­mi­sche rote Sor­ten wie Duras und Brau­col. Gamay wird eher für ein­fa­che, süf­fi­ge Pri­meur-Wei­ne ver­wen­det. Auch die Syrah ist recht beliebt und wird neu­er­dings von den Bor­deaux-Sor­ten Caber­net Sau­vi­gnon, Caber­net Franc und Mer­lot ergänzt. Die tra­di­tio­nel­len Rot­wei­ne sind in der Regel rustikal-würzig, die aus den neu­en Reb­sor­ten bis­wei­len durch­aus fein. Erzeu­ger wie Mas Pignou, René Rieux, Domai­ne des Ter­ris­ses und neu­er­dings Châ­teau de Frau­s­eil­les haben sich einen Namen gemacht. Die wei­ßen Still­wei­ne gibt es von tro­cken bis lieb­lich. Basis ist die hei­mi­sche Mau­zac-Rebe, dazu die eben­falls regio­na­len Trau­ben Len de l’El und Ondenc, ergänzt durch Sémil­lon, Sau­vi­gnon und Mus­ca­del­le. Beson­ders gute rest-süße Weiß­wei­ne stam­men von den Kalk­stein­hän­gen des rech­ten Fluss­ufers, die sich auf ca. ein Dut­zend Gemein­den ver­tei­len. Sie kom­men unter dem Namen AOC Gail­lac Pre­miè­res Côtes in den Han­del und sind rest­süß (Rest­sü­ße), reich­hal­tig und mild. Gail­lac Per­lé ist ein per­len­der Wein aus Mau­zac und Len de l’El. Er wird kurz vor Abschluss der zwei­ten Gärung auf Fla­schen gefüllt, sodass eine leich­te Koh­len­säu­re erhal­ten bleibt. Ein Teil der Mousseux-Weine (Schaum­wei­ne) wird nach der Métho­de Tra­di­ti­on­nel­le durch Fla­schen­gä­rung erzeugt. Ande­re ent­ste­hen durch die tra­di­tio­nel­le Métho­de Gail­la­coise bzw. Artis­ana­le (hand­werk­lich): Dabei wird die Gärung der Wei­ne unter­bro­chen und der Wein auf Fla­schen gefüllt, um dort die Gärung allein mit­tels des Rest­zu­ckers (ohne Liqueur de Tira­ge) fort­zu­set­zen.

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