Franschhoek

Klei­nes, mon­dä­nes Wein­an­bau­ge­biet in Süd­afri­ka, am Ende eines war­men, schma­len Tals nörd­lich von Stel­len­bosch gele­gen. Wein­bau­lich gehört es zum »District« Paarl, genießt aber den Sta­tus einer eigen­stän­di­gen Wein­bau­ge­mein­de (»Ward«). Wei­ne aus Franschhoek dür­fen des­halb den Namen der Gemein­de auf dem Eti­kett ange­ben. Ein gro­ßer Teil der Reb­flä­chen liegt auf dem Tal­bo­den. Die bes­se­ren Lagen befin­den sich am Fuß und am Hang des Das­sen­bergs bzw. der Wemmerhoek- ber­ge, wo die Tem­pe­ra­tu­ren sich abends und nachts ab- küh­len, sodass der Vege­ta­ti­ons­zy­klus der Rebe ver­lang­samt wird und weni­ger vol­le, dafür aber ele­gan­te­re Wei­ne ent­ste­hen. Caber­net Sau­vi­gnon, Mer­lot, Shiraz und Pino­ta­ge sind die am häu­figs­ten ange­bau­ten Sor­ten. Auch Weiß­wein und Pinot Noir wird gele­gent­lich in höhe­ren Lagen kul­ti­viert. Aller­dings gibt es nur weni­ge Spit­zen­wei­ne, die aus die­ser Wein­bau­en­kla­ve kom­men. Franschhoek ist ein ehe­ma­li­ges Sied­lungs­ge­biet fran­zö­si­scher Huge­not­ten, die vor 300 Jah­ren den Wein­bau ins Tal brach­ten. Noch heu­te tra­gen Stra­ßen und Wein­gü­ter fran­zö­si­sche Namen. Zahl­rei­che Wein­bars, Restau­rants, Cafés und eini­ge gute Hotels haben Franschhoek zu einem Zen­trum des Wein­tou­ris­mus gemacht. Bekann­te Erzeu­ger sind Boe­ken­hout­skloof, Boschendal, Cabriè­re, Môre­son, Ten­Fif­ty­Six, von Ort­loff.

Kommentar hinzufügen

Antwort schreiben