Fitou

Zwei­ge­teil­tes, süd­fran­zö­si­sches Anbau­ge­biet, das von der Mit­tel­meer­küs­te zwi­schen Nar­bon­ne und Per­pi­gnan bis ins Hin­ter­land der Corbières-Berge reicht (ca.2600 ha Reb­flä­che) und sich über neun Gemein­den erstreckt. Die ältes­te Appel­la­ti­on des Langue­doc erhielt ihren AOC-Sta­tus für Rot­wein bereits 1948. Böden und Kli­ma sind sehr unter­schied­lich: Der küs­ten­na­he Teil hin­ter den lagu­nen­ar­ti­gen Brack­was­ser­be­cken besteht aus klei­nen Hügeln mit Lehm-Kalk-Böden und ist recht feucht. Der ber­gi­ge Teil im Hin­ter­land, der durch eine Fel­sen­bar­rie­re vor dem Meer geschützt ist, ist tro­cke­ner und besteht haupt­säch­lich aus nicht sehr tie­fen Schie­fer­bö­den mit Kie­sel­stein­ter­ras­sen rund um das Becken von Tuchan-Paziols. Die sehr hete­ro­ge­nen Wei­ne sind im bes­ten Fall kräf­tig mit kom­ple­xen Aro­men von Brom­bee­ren, Him­bee­ren, Pflau­men, Pfef­fer, gerös­te­ten Man­deln, Leder und Gar­ri­gue. Die häu­fig ver­pön­te Cari­gnan-Trau­be muss im Fitou AOC mit mind. 30 Pro­zent ver­tre­ten sein, dane­ben Gren­ache Noir, Syrah und (in meer­na­hen Gebie­ten) Mour­vèd­re. Die Wei­ne müs­sen neun Mona­te oder län­ger aus­ge­baut wer­den. Gute Erzeu­ger sind Bertrand-Bergé, La Roche­liè­re, Mont-Tauch.

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