2004 Châ­teau Musar

Ent­ge­gen den Beteue­run­gen der Besit­zer, dass man einen 2004 Châ­teau Musar
nicht jung trin­ken kön­ne, prä­sen­tierte sich der 2004er  in einer Form, die zumin­dest ahnen ließ, was in den Wei­nen die­ses Erzeu­gers steckt: abge­tön­tes Gra­na­trot, trans­pa­rent und in der Nase bereits die typi­sche Gewürz­mi­schung von Kar­da­mom, Mus­kat­nuss und getrock­ne­ter Oran­gen­schale zei­gend, am Gau­men weich, süß mit siru­par­ti­gen Nuan­cen, im Hin­ter­grund dann fei­nes, gesun­des Tan­nin. Ein „femi­ni­ner“ Wein, sehr viel offe­ner als ver­gleich­bare Bor­deaux die­ses Jahr­gangs.

Über den Autor
Jens Priewe

Jens Priewe hat vie­le Jah­re als Politik- und Wirt­schafts­jour­na­list gear­bei­tet, bevor er auf das The­ma Wein umsat­tel­te. Er schreibt Kolum­nen für den Fein­schme­cker und für das schwei­ze­ri­sche Wein­ma­ga­zin Mer­um. Für den Wein­ken­ner, deren Gesell­schaf­ter er ist, hat er seit der Grün­dung über 200 Arti­kel bei­gesteu­ert. Außer­dem ist er Ver­fas­ser meh­re­rer erfolg­rei­cher Wein­bü­cher (u. a. „Wein – die gros­se Schu­le“, „Grund­kurs Wein“). Er stammt aus Schleswig-Holstein, lebt aber seit fast 40 Jah­ren in Mün­chen.

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