Wein auf der ISS – aber nicht zum Trinken

Ein französisches Start-up hat Wein ins Weltall geschossen. Doch die Flaschen sind nicht zur Versorgung der ISS-Crew gedacht.

Natür­lich ist die Inno­va­ti­on in vie­len moder­nen Bran­chen oft der Visi­on weni­ger Ein­zel­per­so­nen zuzu­schrei­ben. Bei Tes­la war dies Elon Musk und in die­sem Fall ist es Nico­las Gau­me. Ein Unter­neh­mer, der von sich sel­ber sag­te: “Ich war ein Mil­lio­när, Ich war ein Mil­li­ar­där, Ich war bank­rott und dann war ich wie­der ein Mil­lio­när.” Der Fran­zo­se grün­de­te neun Unter­neh­men. Sein Ste­cken­pferd war dabei die Videospiele-Industrie, in die er als 19 Jäh­ri­ger mit sei­nem eige­nen Unter­neh­men Atreid Con­cept ein­stieg. Er wag­te sich jedoch immer wie­der auch in ande­re Berei­che. So ver­leg­te er in den 90er Jah­ren auch Kin­der­bü­cher in Chi­na. Sein neu­es­tes Feld ist die Space Indus­trie. In die­se wagen sich seit Elon Musk und SpaceX immer mehr Unter­neh­men.

Wie wirkt sich Mikrogravität auf den Wein aus?

Gau­me und sein Mit­grün­der haben für ihr eige­nes Unter­neh­men das Ziel vor Augen, bio­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen in der Mikro­gra­vi­tät des Erdor­bits anzu­stel­len. Nächs­tes Jahr wol­len sie Expe­ri­men­te star­ten mit­hil­fe von Rake­ten, die von Blue Ori­gin und SpaceX gebaut wor­den sind. Als Mar­ke­ting Gig schos­sen sie jedoch am 2. Novem­ber zunächst 12 Fla­schen Bor­deaux zur ISS. Das Gan­ze hat­te durch­aus auch einen wis­sen­schaft­li­chen Zweck. Es stellt sich näm­lich die Fra­ge, wie im Welt­all gereif­ter Wein im Ver­gleich zum her­kömm­li­chen auf der Erde gela­ger­tem Wein schmeckt. Bei­de Wei­ne wer­den bei 18°C gela­gert, um durch Tem­pe­ra­tur beding­te Ände­run­gen aus­schlie­ßen zu kön­nen. Exper­ten erwar­ten, dass sich durch­aus Unter­schie­de bemerk­bar machen wer­den.

Sponsoren finanzieren die Erschließung des Weltalls

Der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt in der zwei­ten Hälf­te des Jahr­hun­derts hat vie­le Geschäfts­zwei­ge revo­lu­tio­niert und völ­lig neue Geschäfts­mo­del­le mög­lich gemacht. Es war nicht vor­her zu sehen, dass Net­Bet online casi­nos ein­mal Spiel­hal­len aus dem Stadt­bild ver­trei­ben könn­ten und dass Neu­ein­stei­ger wie Tes­la über­haupt jemals die Chan­ce hät­ten, in der Auto­in­dus­trie Fuß zu fas­sen. In der Space Indus­trie ist jedoch ein völ­lig neu­er Erfin­der­geist gefragt. Es ist kein klas­si­sches Geschäfts­mo­dell, das Gau­me mit sei­nem Pro­jekt ver­folgt. Viel­mehr ist es das Ziel, von Mäze­nen gespon­sert zu wer­den. Sie erhal­ten im Gegen­zug Güter, die sich ein­mal im Welt­all befun­den haben – wie zum Bei­spiel Wein. Jedoch ist die Teil­nah­me nichts für den klei­nen Geld­beu­tel. Ab einem sie­ben­stel­li­gen Betrag kann man sich am Pro­jekt betei­li­gen. Der Hin­ter­ge­dan­ke ist dabei auch, Wege zu fin­den, Welt­raum­tech­nik zu finan­zie­ren, aus­rei­fen und so immer güns­ti­ger wer­den zu las­sen. Die Finan­zie­rung durch wohl­ha­ben­de Gön­ner ist ein Weg, den vie­le Tech­no­lo­gi­en gehen muss­ten, bevor sie so güns­tig wur­den, dass sie mas­sen­taug­lich sind. Gau­me, Musk & Co. sind also durch­aus als Vor­rei­ter zu ver­ste­hen, die neue Wege fin­den, um den Welt­raum für die Mensch­heit immer wei­ter zu erschlie­ßen.

Reift Wein im Weltall besser?

Dies mit Hil­fe von Wein zu tun, ist dabei kei­ne schlech­te Idee. Denn schließ­lich fing auch die Mikro­bio­lo­gie beim Wein an. Lou­is Pas­teur war zwar nicht der ers­te, der die Behaup­tung wag­te, dass Mikro­or­ga­nis­men die Gärung beim Wein ver­ur­sa­chen. Aber er trug wesent­lich zu der wis­sen­schaft­li­chen Beweis­füh­rung bei, dass dies der Fall ist. Auch die Erhö­hung der Halt­bar­keit von Wein, die soge­nann­te Pas­teu­ri­sie­rung, geht auf Lou­is Pas­teur zurück. So ist guter Wein nicht nur Gegen­stand der Wis­sen­schaft, son­dern auch ein Mit­pro­dukt von guter Wis­sen­schaft. Und viel­leicht wird sich nächs­tes Jahr her­aus­stel­len, dass der bes­te Wein aus dem Welt­all kommt.

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