Was ist so besonders am Wein aus dem Bocksbeutel

Zunächst einmal der Bocksbeutel selbst. Er ist die typische Flasche für den Frankenwein. Aber natürlich auch der Inhalt - besonders wenn es sich um Silvaner handelt.

Wein aus Fran­ken wird tra­di­tio­nell im Bocks­beu­tel abge­füllt, und zwar bereits seit dem Mit­tel­al­ter. Aller­dings sind die Vor­läu­fer des heu­ti­gen Bocks­beu­tels sehr viel älter. In der Nähe von Weni­gum­stadt fand man ein kel­ti­sches Ton­ge­fäß in ähn­li­cher Form auf frän­ki­schem Grund. Das Gefäß datier­ten die Wis­sen­schaft­ler auf etwa 1400 vor der Zeit­rech­nung.

Urheberrechtlich geschützt und für den Frankenwein reserviert

Der Bocks­beu­tel: Er sieht so aus, wie er heißt, näm­lich wie der Hoden­sack eines Zie­gen­bocks. In der EU ist der Begriff urhe­ber­recht­lich geschützt, so dass nur Wein aus Fran­ken sowie aus Tei­len Badens in einem sol­chen abge­füllt wer­den darf. Sogar in Chi­na sorgt der urhe­ber­recht­li­che Sta­tus dafür, dass sich in dem fern­öst­li­chen Land nur ech­ter Fran­ken­wein im Bocks­beu­tel befin­den darf. Inzwi­schen gibt es eine moder­ne Vari­an­te die­ser bau­chi­gen Fla­sche: den Bocks­beu­tel PS. Kre­iert hat ihn der in Ham­burg leben­de und im frän­ki­schen Bay­reuth gebo­re­ne Star-Designer Peter Schmidt.

Der Silvaner: Frankens Charakterwein

Beson­ders ist natür­lich auch und vor allem der Inhalt des Bock­beu­tels. Grund­sätz­lich darf alles, was in Fran­ken an Wein wächst, in die­ses Gefäß abge­füllt wer­den. Und es wächst viel in Fran­ken: von Alba­lon­ga über Bac­chus bis Tra­mi­ner. Aber die am häu­figs­ten in Fran­ken ange­bau­te und typi­sche Reb­sor­te ist nun mal der Sil­va­ner. Er bringt auf den Böden der Tri­as seit rund 350 Jah­ren cha­rak­ter­vol­le, lang­le­bi­ge, aber auch süf­fi­ge Wei­ne. Frän­ki­scher Sil­va­ner ist unver­wech­sel­bar und spie­gelt den Charme der frän­ki­schen Kul­tur, Land­schaft und auch der Men­schen wider. Über die Her­kunft des Sil­va­ners ran­ken sich seit jeher Mythen. Man ver­mu­te­te lan­ge Zeit die Urhei­mat in Klein­asi­en oder Trans­syl­va­ni­en. Die gene­ti­sche Ana­ly­se ergab jedoch, dass die Sil­va­ner­re­be aus einer Kreu­zung der Öster­rei­chisch Weiß und der Tra­min­ertrau­be ent­stand. Letz­te­re gehört zu den welt­weit ältes­ten Wein­sor­ten. Sil­va­ner rich­tig genie­ßen

Für den opti­ma­len Wein­ge­nuss ist die pas­sen­de Trink­tem­pe­ra­tur sehr wich­tig. Die Ent­fal­tung des vol­len Poten­zi­als ist nur bei der rich­ti­gen Tem­pe­ra­tur mög­lich. Beim Sil­va­ner liegt sie zwi­schen 10 und 12 Grad Cel­si­us. Spe­zi­el­le Wein­kühl­schrän­ke von Gast­pro­do sind der idea­le Auf­be­wah­rungs­ort für den Fran­ken­wein. Der Sil­va­ner ist ein leben­di­ger und fri­scher Weiß­wein. Er eig­net sich mit sei­nem jugend­li­chen Esprit und sei­ner fei­nen Frucht für die unter­schied­lichs­ten Anläs­se. Eine tro­cke­ne Sil­va­ner Spät­le­se (bezie­hungs­wei­se ein Gros­ses Gewächs) ist eher für fest­li­che Anläs­se geeig­net. Mit dem Aro­ma rei­fer, wei­ßer Trau­ben besit­zen die­se Spit­zen­wei­ne Terroir-Charakter und sind dem­entspre­chend mit mine­ra­li­schen Kom­po­nen­ten unter­legt. Sie besit­zen eine sei­di­ge, kom­ple­xe Struk­tur, sind dicht und bie­ten ein lang anhal­ten­des Fina­le. Aus­ser­dem sind sie extrem lang­le­big. Glei­ches gilt für die edel­sü­ßen Spit­zen­wei­ne. Die­se Spe­zia­li­tä­ten erin­nern geschmack­lich an Pfir­sich, Dörr­obst und Honig. Manch­mal ist auch eine Note zar­ten Kara­mells zu erken­nen. Der Wein wird von einer wuch­ti­gen und zugleich dezen­ten Süße getra­gen, die dem Sil­va­ner eine opu­len­te Nuan­ce ver­leiht.

Ein Wein von einzigartigem Terroir

Es ist das Ter­ro­ir, die Sym­bio­se von Kli­ma, Boden, Lage, Geo­lo­gie, Reb­sor­te und der Arbeits­wei­se des Win­zers, die den Bocks­beu­tel­wein aus Fran­ken so unver­kenn­bar macht. Die Wein­qua­li­tät ist das Ergeb­nis aus den men­ta­len und phy­si­schen Eigen­schaf­ten der frän­ki­schen Regi­on. Und es sind die Win­zer, die aus dem Roh­stoff der Silvaner-Traube gro­ße Wei­ne ent­ste­hen las­sen. Auch das Alter der Wein­stö­cke, eine selbst auf­er­leg­te Ertrags­be­schrän­kung und ver­schie­de­ne Ver­mark­tungs­be­din­gun­gen beein­flus­sen die Qua­li­tät des Fran­ken­weins im Bocks­beu­tel. Es ist die spe­zi­el­le Geo­lo­gie der Tri­as, die im Zusam­men­wir­ken mit den Lagen und den regio­nal­ty­pi­schen Mikro­kli­ma­ta sowie der beson­de­ren Eigen­schaf­ten der Reb­sor­te Exzel­len­tes her­vor­bringt. Die Gesamt­heit aller Fak­to­ren modi­fi­ziert den Wein zu einem unver­gleich­li­chen Pro­dukt, das den Charme der frän­ki­schen Hei­mat im Her­zen trägt.

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