Vielfalt des spanischen Weins – bis hin zur Spitzenklasse

Spanien hat mehr zu bieten als einfache Landweine. In den letzten Jahren haben sich die Winzer der Iberischen Halbinsel in die europäische Spitzenklasse vorgearbeitet.

Frank­reich, Ita­li­en, Deutsch­land – an die­se Län­der denkt man zuerst, wenn von euro­päi­schen Spit­zen­wei­nen die Rede ist. Doch auch auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel wer­den seit zwei, drei Jahr­zehn­ten Wei­ne gekel­tert, die zur euro­päi­schen Spit­ze gezählt wer­den müs­sen. Dafür ste­hen Namen wie Rio­ja, Ribe­ra del Duero, Prio­rat, Toro, Bier­zo, La Man­cha. Sie sind mitt­ler­wei­le nicht nur Fach­leu­ten ein Begriff. Doch was macht spa­ni­schen Wein aus und wel­che Reb­sor­ten las­sen sich emp­feh­len?

Größter Weißweinhersteller der Welt

In Spa­ni­en pro­fi­tiert der Wein­an­bau von der inten­si­ven Son­nen­ein­strah­lung, die den Trau­ben genug Zeit zum Rei­fen gibt. Zusätz­lich kom­men jedoch unter­schied­li­che kli­ma­ti­sche Bedin­gun­gen hin­zu, wodurch die Geschmacks­nu­an­cen im spa­ni­schen Wein deut­lich vari­ie­ren und nahe­zu die gesam­te Palet­te abde­cken. Gebir­ge, das Mit­tel­meer oder der Atlan­tik haben einen deut­li­chen Ein­fluss auf den Geschmack der Wei­ne. Dass die spa­ni­schen Wei­ne nicht zu unter­schät­zen sind, wird durch die Tat­sa­che bekräf­tigt, dass die Reb­flä­che 1,1 Mil­lio­nen Hekt­ar umfasst und damit die Frank­reichs und Ita­li­ens deut­lich über­steigt. Von der Flä­che her ist Spa­ni­en das größ­te Wein­bau­land Euro­pas. In den 4.500 Wein­gü­tern und Kel­le­rei­en stel­len knapp 170.000 Win­zer 35 Mil­lio­nen Hek­to­li­ter Wein pro Jahr her. Ange­baut wer­den rund 250 Reb­sor­ten. Eine gro­ße Aus­wahl all die­ser Wei­ne kann bei­spiels­wei­se über den Anbie­ter spainflavor.de bezo­gen wer­den. Genau die Hälf­te des spa­ni­schen Weins ent­stammt übri­gens wei­ßen Reb­sor­ten, obwohl das Land eher mit rotem Wein in Ver­bin­dung gebracht wird. Viel­mehr ist Spa­ni­en sogar der größ­te Weiß­wein­her­stel­ler der Welt.

Spanische Rebsorten – Vielfalt eines ganzen Landes

Die bekann­tes­te und ver­brei­tets­te wei­ße Reb­sor­te ist die Airen mit cir­ca 340.000 Hekt­ar Anbau­flä­che. Sie wird für den Groß­teil der Weiß­wein­pro­duk­ti­on ver­wen­det. Spa­ni­scher Rot­wein stammt über­wie­gend aus den drei Reb­sor­ten Tem­pr­anil­lo, Bobal und Grenache, die alle rund 100.000 Hekt­ar Anbau­flä­che auf­wei­sen. Spa­ni­sche Wei­ne wur­den lan­ge Zeit spät im Jahr gele­sen und waren im Som­mer einer Glut­hit­ze aus­ge­setzt. Mitt­ler­wei­le wer­den ver­mehrt Wein­an­bau­ge­bie­te in küh­le­ren Lagen im Nor­den des Lan­des für den Wein­bau genutzt. Die Rot­wei­ne des Lan­des, ins­be­son­de­re die aus der Tempranillo-Traube, wel­che zum Bei­spiel in der Rio­ja ange­baut wird, gel­ten als beson­ders fruch­tig und bee­rig mit einer aus­ge­präg­ten Kirsch- und Tabakno­te. Die wei­ße Sor­te Airén spielt in der La Man­cha die wich­tigs­te Rol­le, eine war­me Regi­on mit über­wie­gend lehm­hal­ti­gen Böden.

In Spa­ni­en exis­tiert ein hoher Anspruch an die Qua­li­tät des Wei­nes. Vino de Mesa ist die ein­fachs­te Stu­fe: Tafel­wein. Er darf nur eine sehr wei­te Ursprungs­be­zeich­nung auf dem Eti­kett tra­gen. Die nächst höhe­re Stu­fe ist der Vino de la Tier­ra: der Land­wein. Bei ihm dür­fen Reb­sor­te und (enge­re) Her­kunft genannt wer­den. Die Hälf­te des spa­ni­schen Weins ist Qua­li­täts­wein D.O. mit einer geo­gra­fisch rela­tiv engen Her­kunfts­be­zeich­nung. Der Qua­li­täts­wein ist die höchs­te Stu­fe des euro­päi­schen Wein­ge­set­zes. Dazu gibt es die Son­der­stu­fe D.O.Ca, die nur für die edlen Trop­fen aus den Regio­nen Rio­ja und Prio­rat vor­ge­se­hen ist.

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