Update: Mehr als 2,5 Millionen Euro für den Weinbau an der Ahr

Nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat der Verband Deutscher Prädikatsweingüter zur Spendenaktion #deradlerhilft aufgerufen, um allen betroffenen Weinbaubetrieben an der Ahr - egal welcher Art und Struktur – ob VDP oder nicht – zu helfen.

Mitt­ler­wei­le konn­te der Jahr­gang 2021 durch eine von Impro­vi­sa­ti­on und Behelfs­si­tua­tio­nen, aber auch von einer gro­ßen Unterstützung mit Maschi­nen, Fässern und Arbeits­kraft geprägte Lese geret­tet wer­den. Den­noch sind etli­che Wein­bau­be­trie­be wei­ter­hin exis­ten­zi­ell bedroht.

Der überwältigende Zusam­men­halt eines gan­zen Berufs­stan­des und die Solidarität unzähliger Men­schen und Unter­neh­men aus der gan­zen Welt tru­gen zum Erfolg der Spen­den­ak­ti­on bei. Durch vielfältige Hilfs­ak­tio­nen und indi­vi­du­el­les Enga­ge­ment von fast 4.000 Spen­de­rin­nen und Spen­dern konn­te eine Spen­den­sum­me von bereits über 2,5 Mil­lio­nen Euro erzielt wer­den. Ein Ergeb­nis, das alle Erwar­tun­gen übertrifft, Hoff­nung gibt und für das alle Betei­lig­ten von Her­zen “Dan­ke” sagen möchten. Nun gilt es, die Spen­den an die Wein­bau Betrie­be zu ver­tei­len.

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Während die Spen­den­be­reit­schaft überwältigend und unkom­pli­ziert war, birgt die Spen­den­ver­wen­dung für den vor­ge­se­he­nen Zweck vie­le unge­ahn­te, recht­li­che Hürden der Finanz­ver­wal­tung. Als mildtätiger gemeinnütziger Ver­ein sind vom Finanz­mi­nis­te­ri­um Hil­fen nur an Pri­vat­per­so­nen und nicht Betrie­be vor­ge­se­hen, was inten­si­ve, zwar nicht unüberwindbare Her­aus­for­de­run­gen – jedoch enorm viel Auf­wand – mit sich bringt. Der Spen­den­zweck des Ver­eins „Der VDP.Adler hilft e.V.“ sieht aber auch vor Wein­bau­be­trie­be, die sich dem Erhalt der Kul­tur­land­schaft an der Ahr ver­schrie­ben haben, zu unterstützen und etwai­ge Deckungslücken, die nicht von Staat oder Ver­si­che­run­gen getra­gen wer­den, zu schlie­ßen.

In enger Zusam­men­ar­beit mit dem Wein­bau­ver­band Ahr, dem Ahr-Wein e.V., dem Hil­fe­ver­ein der Ahr­wein­wer­bung, dem Bau­ern­ver­band Rheinland-Nassau, der Schor­le­mer Stif­tung des Deut­schen Bau­ern­ver­ban­des und dem Bäuerlichen Hilfs­fonds arbei­tet der Ver­ein „Der VDP.Adler hilft e.V.“ seit­dem an einer koor­di­nier­ten Ver­ga­be der gesam­mel­ten Spen­den, auch um den Betrof­fe­nen Mehrfach- Anträge erspa­ren zu können. So wer­den der­zeit ers­te auf­grund des Kata­stro­phen­er­las­ses mögliche Sofort­hil­fen bereits dif­fe­ren­ziert nach Betrof­fen­heit an iden­ti­fi­zier­te geschädigte, mit dem Wein­bau ver­bun­de­ne Per­so­nen aus­ge­zahlt.

Das gan­ze Aus­maß der Not wird wahr­schein­lich erst im Rah­men der Repa­ra­tu­ren, der nötigen Anschaf­fun­gen und der durch den Wein­ver­lust weg­bre­chen­den Umsätze sicht­bar. Allen Hilfs­ver­ei­nen geht es vor allem dar­um, Schäden, die bei der staat­li­chen Hil­fe durchs das Ras­ter fal­len, oder nicht vollständig regu­liert wer­den können, abzu­fan­gen.

Wie geht es nun wei­ter? Um der Moti­va­ti­on und der Ziel­set­zung unzähliger Spen­den gerecht zu wer­den und eine ziel­ge­rich­te­te Aus­zah­lung zu ermöglichen, wer­den wei­ter­hin vielfältige, wohl­wol­len­de, aber kom­pli­zier­te Gespräche mit der Poli­tik der Bundesländer Hes­sen und Rheinland-Pfalz geführt, die die bestehen­den Her­aus­for­de­run­gen hof­fent­lich lösen wer­den. Klar ist jedoch bereits jetzt, dass die Abwick­lung – und damit auch das Aus­stel­len der Spen­den­quit­tun­gen – noch etwas Zeit erfor­dern, wofür der VDP schon jetzt höflich um Nach­sicht bit­tet.

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