Sparen beim Wein: Wie erkennt man Qualität beim Discounter?

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Discounter sind keine Billigheimer. Sie bieten gute Weine preiswert an – dauerhaft oder in Sonderangeboten

Ger­ne wür­den Sie Ihre Liebs­te oder Ihren Liebs­ten zu einem Candlellight-Dinner bei sich Zuhau­se ein­la­den. Doch für einen teu­ren Wein fehlt Ihnen das Geld. Die Lösung heißt Dis­coun­ter. Vie­le Dis­coun­ter bie­ten in regel­mä­ßi­gen Son­der­an­ge­bo­ten sehr gute Wei­ne für den klei­nen Geld­beu­tel an. Bevor Sie zum erst­bes­ten Ange­bot grei­fen, soll­ten Sie sich aller­dings fra­gen, was guten Wein aus­zeich­net. Wie fin­den Sie den per­fek­ten Wein zu Ihrem Din­ner? Wor­auf ist bei Discounter-Weinen zu ach­ten?

Ein Blick aufs Etikett ist immer nützlich – und informativ

Ein Blick auf das Eti­kett kann Ihnen bereits ers­te wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen geben. Sie soll­ten einen Wein nie­mals nur nach dem Preis kau­fen, son­dern zunächst einen Blick auf das Eti­kett wer­fen. Dort fin­den sich vor allem Anga­ben zur Her­kunft des Weins, bei deut­schen Wei­nen auch zum Geschmack: ob der Wein tro­cken oder halb­tro­cken ist. Prä­di­kats­wei­ne wie Kabi­nett, Spät­le­se, Aus­le­se und so wei­ter sind, wenn nicht aus­drück­lich tro­cken auf dem Eti­kett steht, immer mehr oder min­der süß. „Fein­herb“ oder „fruch­tig“ heisst es in der Fach­spra­che.

Qualitätsweine tragen immer eine Amtliche Prüfnummer

Am häu­figs­ten ver­tre­ten in den Sor­ti­men­tern sind Qua­li­täts­wei­ne bestimm­ter Anbau­ge­bie­te, abge­kürzt QbA. So lau­tet die Bezeich­nung in Deutsch­land. In Frank­reich hei­ßen Qua­li­täts­wei­ne Appel­la­ti­on d’Origine (AO), in Spa­ni­en Deno­mi­nació d’Origen Qua­li­fi­ca­da (DO), in Ita­li­en Deno­mi­na­zio­ne di Ori­gi­ne Con­trolla­da (DOC). Die Bezeich­nun­gen sagen nichts dar­über aus, wie hoch die Qua­li­tät des Weins ist. Aber sie garan­tie­ren, dass der Wein geruch­lich und geschmack­lich feh­ler­los ist und frei von Trü­bun­gen ist. Dies kön­nen die Win­zer durch eine Prü­fung mit­tels sen­so­ri­scher und ana­ly­ti­scher Mess­me­tho­den nach­wei­sen. Hat der Wein die­se Prü­fung bestan­den, erhält er eine Prüf­num­mer. Die AP Num­mer fin­den Sie auf dem Vorder- oder Rücke­ti­kett. Vor allem aber sagen die Bezeich­nun­gen etwas über die Her­kunft des Weins aus: also über das Anbau­ge­biet, aus dem die Trau­ben stam­men. Wenn Sie sich das nächs­te Mal die Fami­la Ange­bo­te anschau­en, wer­fen Sie doch ein­fach mal einen Blick auf das Eti­kett. Dort wer­den Sie schnell erken­nen, ob der Wein aus der Pfalz, aus Rio­ja, aus Bor­deaux, aus dem Chi­an­ti Clas­si­co oder einem ande­ren Anbau­ge­biet kommt. Sicher­lich kön­nen Sie mit die­sem neu erlang­ten Wis­sen schnel­ler einen hoch­wer­ti­gen Wein erken­nen. Die­ser passt dann per­fekt zu Ihrem Din­ner und wird Ihren Part­ner oder Ihre Part­ne­rin schnell begeis­tern.

Fruchtig, feinherb oder trocken – welcher Wein passt zum Essen?

Doch es gibt noch wei­te­re Kri­te­ri­en, auf die Sie ach­ten müs­sen: etwa zu wel­chen Spei­sen der Wein getrun­ken wer­den soll. Die Auf­fas­sung, Rot­wein sol­le stets zu rotem Fleisch, Weiß­wein hin­ge­gen zu wei­ßem Fleisch getrun­ken wer­den, ist über­holt. Heu­te gehen Exper­ten mehr auf die Geschmacks­rich­tung der Spei­sen ein. Um eine Har­mo­nie von Essen und Wein zu fin­den, soll­ten Sie geschmor­te oder scharf ange­bra­te­ne Spei­sen eher mit rotem Wein kom­bi­nie­ren. Den­ken Sie an ein saf­ti­ges Steak. Gemü­se­ge­rich­te und Fisch hin­ge­gen soll­ten eher mit einem wei­ßen Wein kom­bi­niert wer­den. All­ge­mein gilt, dass zum Essen vor allem tro­cke­ner Wein gereicht wer­den soll­te. Zu asia­ti­schen Gerich­ten, die oft eine leich­te Süße auf­wei­sen, kann auch ein halb­tro­cke­ner oder fruch­ti­ger Wein gereicht wer­den. Ein süßer Wein passt nur zum Des­sert.

 

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