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Sachsen und Saale-Unstrut: Väterchen Frost schlägt zu

Herzoglicher Weinberg Schloss Neuenburg | Foto: Weinbauverband Saale-Unstrut
Der strenge Frost macht den deutschen Winzern schwer zu schaffen: Vor allem im Osten des Landes fielen in der Nacht vom 5. auf 6. Februar die Temperaturen auf minus 20 Grad und tiefer. Bei solchen Temperaturen können die Augen der Stöcke erfrieren, sodass im Frühjahr der Austrieb ausbleibt. Im schlimmsten Fall sterben sogar die Stöcke gänzlich ab.

Der stren­ge Frost macht den deut­schen Win­zern schwer zu schaf­fen: Vor allem im Osten des Lan­des fie­len in der Nacht vom 5. auf 6. Febru­ar die Tem­pe­ra­tu­ren auf minus 20 Grad und tie­fer. Bei sol­chen Tem­pe­ra­tu­ren kön­nen die Augen der Stö­cke erfrie­ren, sodass im Früh­jahr der Aus­trieb aus­bleibt. Im schlimms­ten Fall ster­ben sogar die Stö­cke gänz­lich ab.

Herzoglicher Weinberg Schloss Neuenburg | Foto: Weinbauverband Saale-UnstrutEli­sa­beth Born vom Wein­gut Gün­ter Born aus Höhn­stedt im Nor­den des Anbau­ge­biets Saale-Unstrut ahnt Schlim­mes: „Es sieht nicht gut aus, ich kom­me gera­de zurück aus dem Wein­berg. Das Minimum-Maximum-Thermometer hat in der ver­gan­ge­nen Nacht eine Tiefst­tem­pe­ra­tur von minus 23,5 Grad auf­ge­zeich­net“.

Die 26-jährige stu­dier­te Gei­sen­hei­me­rin, über­dies der­zeit amtie­ren­de deut­sche Wein­prin­zes­sin, geht davon aus, dass es im elter­li­chen Wein­gut beim 2012er Wein Ertrags­ein­bu­ßen geben wird. „Gera­de der Müller-Thurgau, der bei uns ohne­hin immer schon knapp ist, ist beson­ders sen­si­bel gegen Frost“.

Lützkendorfs Thermometer zeigte minus 22°C

Schlifter Weinberg in Freiyburg | Foto: Weinbauverband Saale-UnstrutAuch Uwe Lütz­ken­dorf vom gleich­na­mi­gen Wein­gut aus Naum­burg an der Saa­le sieht die der­zeit herr­schen­de Käl­te mit Sor­ge: „Wir haben minus 22 Grad gemes­sen, ab minus 20 wird’s eng.“ Lütz­ken­dorf ver­weist zwar dar­auf, dass es noch zu früh für eine kon­kre­te Erhe­bung der Schä­den sei. „Erst wenn der Frost vor­bei ist, zeigt sich, ob die Augen noch grün sind oder braun, also erfro­ren.“

Der gegen­wär­ti­ge frü­he Zeit­punkt vor Beginn der Vege­ta­ti­ons­pe­ri­ode ber­ge außer der Gefahr des Erfrie­rens zusätz­lich auch noch die­je­ni­ge des Ver­trock­nens: „Nun hof­fen wir, dass die Käl­te­wel­le wenigs­tens nicht noch län­ger andau­ert.“

Auch in Sach­sen hat Väter­chen Frost zuge­schla­gen. Mal­gorza­ta Cho­d­a­kow­ska, die Ehe­frau des Dres­de­ner Win­zers Klaus Zim­mer­ling, blick­te in den ver­gan­ge­nen Näch­ten eben­falls sor­gen­voll aufs Ther­mo­me­ter: „Wir bib­bern ganz schön, zumal kein Schnee liegt, der die Reben schüt­zen könn­te. Heu­te Mor­gen gab es minus 20 Grad. Aller­dings sind unse­re Sor­ten, vor allem der Ries­ling, recht wider­stands­fä­hig gegen Frost.“

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