Riesiger Pansch-Skandal in rheinhessischer Kellerei

Die Staats­an­walt­schaft Bad Kreuz­nach hat ein Ver­fah­ren gegen acht Beschul­dig­te ein­ge­lei­tet, wel­che sie­ben Mil­lio­nen Liter Wein nicht ord­nungs­ge­mäß her­ge­stellt und ver­mark­tet haben sol­len. Folg­lich wur­de die­se enor­me Men­ge an Wein behörd­lich gesperrt, dar­un­ter auch Wein, der schon an Kun­den aus­ge­lie­fert wur­de.

Es soll sich um banden- und gewerbs­mä­ßi­gen Betrug han­deln, der von dem ehe­ma­li­gen Geschäfts­füh­rer der Wein­kel­le­rei Wel­ter in Engel­stadt und fünf Mit­ar­bei­tern voll­zo­gen wor­den sei. Der Betrug wur­de bei einer Wein­kon­trol­le ent­deckt.

Es ist unklar, wel­che Reb­sor­ten und wel­che Her­kunfts­be­zeich­nung den Wei­nen zuge­ord­net wer­den kön­nen. Den Beschul­dig­ten wird vor­ge­hal­ten Wei­ne unter­schied­li­cher Qua­li­tät und Her­kunft ver­schnit­ten zu haben.

Ursprüng­lich sei man davon aus­ge­gan­gen, dass es sich nur um eini­ge tau­send Liter han­de­le, die fälsch­lich dekla­riert und ver­mark­tet wur­den. Nun wird die Men­ge auf sie­ben Mil­lio­nen Liter geschätzt.

Aus­ser­dem ist unklar, ob eine Ein­stu­fung als Bio-Wein gerecht­fer­tigt wäre. Denn nach den aktu­el­len Ergeb­nis­sen, soll eben­falls in gerin­ge­rer Men­ge kon­ven­tio­nel­ler Wein als Bio-Wein ver­mark­tet wor­den sein, was vom Anwalt der Kel­le­rei Wel­ter abge­strit­ten wird.

Ver­brau­cher brau­chen kei­ne gesund­heits­schä­di­gen­den Aus­wir­kun­gen zu befürch­ten.

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