Wein-News Spanien

Quinola – Luxuswein aus der Garage

Collage Etikett und Fässer - Luxuswein Quinola aus Toro
Garagenweine sind eigentlich out. Aber es gibt Winzer, die weder einen Keller besitzen noch einen bauen wollen. Zum Beispiel Jaime Suarez. Der Spanier vinifiziert die Trauben seiner 90 Jahre alten Rebstöcke da, wo andere ihr Auto abstellen: in der Garage. Der Wein heißt Quinola. Er soll alles toppen, was es bislang in der D.O. Toro gibt. Und Toro ist für seine Luxusweine berühmt. Von Jens Priewe

Gara­gen­wei­ne sind eigent­lich out. Aber es gibt Win­zer, die weder einen Kel­ler besit­zen noch einen bau­en wol­len. Zum Bei­spiel Jai­me Sua­rez. Der Spa­ni­er vini­fi­ziert die Trau­ben sei­ner 90 Jah­re alten Reb­stö­cke da, wo ande­re ihr Auto abstel­len: in der Gara­ge. Der Wein heißt Qui­no­la. Er soll alles top­pen, was es bis­lang in der D.O. Toro gibt. Und Toro ist für sei­ne Luxus­wei­ne berühmt. Von Jens Priewe

Das spa­ni­sche Wein­an­bau­ge­biet Toro, zwi­schen Zamor­ra und Val­la­do­lid gele­gen, ist auf dem bes­ten Weg, zur Luxus-Denominación zu wer­den. Nach Ter­reus (Bode­gas Mau­ro), Ter­man­tia (Bode­gas Numanthia Ter­mes), Ala­bas­ter (Teso la Mon­ja), Pin­tia (Vega Sici­lia), La Mula (Quin­ta de la Quietud), Pago la Jara (Dehe­sa Gago) und der Reser­va von Elías Moro ragt seit drei Jah­ren ein neu­er Leucht­turm aus dem Rotwein-Anbaugebiet her­aus. Er heißt Qui­no­la und ist das, was Wein­lieb­ha­ber einen „Gän­se­h­aut­wein“ nen­nen.

Der Qui­no­la kommt aus aus einem win­zig klei­nen Wein­gut, das nur die­sen einen Wein erzeugt. Bode­ga Jai­me Suar­zez heißt es nach sei­nem Besit­zer. 2006 war der ers­te Jahr­gang, den Jai­me vini­fi­zier­te. Schon die­ser Wein ent­zück­te Wein­trin­ker: kein fet­ter Block­bus­ter, son­dern ein ele­gan­ter, trotz sei­ner Aro­men­tie­fe rela­tiv ele­gan­ter Rot­wein, der sich still­schwei­gend in die Pha­lanx der Luxus­wei­ne der D.O. Toro ein­reih­te.

Erst drei Jahrgänge auf dem Markt

Der Fol­ge­jahr­gang 2007 war Robert Par­ker, der bei spa­ni­schen Wei­nen eher zur Zurück­hal­tung neigt, 94 Punk­te wert: „Erdig-mineralische Noten, Veil­chen­par­füm, ori­en­ta­li­scher Bazar, Schwarz­frucht­kon­fi­tü­re“ beschrieb der Ame­ri­ka­ner das Aro­ma. Der 2008 Qui­no­la, der jüngs­te Jahr­gang, ist kei­nen Deut schlech­ter.

Das Geheim­nis des Qui­no­la ist sei­ne Her­kunft: fünf Par­zel­len von ins­ge­samt sie­ben Hekt­ar, die mit 90 Jah­re alten, noch unver­edel­ten Reben der Sor­te Tin­ta del Toro bestockt sind, einer Tempranillo-Spielart. Die Par­zel­len lie­gen zwi­schen 800 und 850 Meter hoch im äußers­ten Süd­wes­ten des Anbau­ge­biets bei Argu­jil­lo. Die Höhe mil­dert die Hit­ze und macht, dass der Wein trotz sei­ner hohen Rei­fe ihre Fri­sche nicht ver­liert. Und die Men­gen, die geern­tet wer­den, sind gering. Ein Kilo­gramm Trau­ben pro Stock – mehr lie­fern die alten Reben nicht. Bei tau­send Stö­cken pro Hekt­ar sind das weni­ger als 700 Liter Wein.

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