Pastasalat hat kein gutes Image. Zu oft ist er trocken, schwer oder geschmacklich beliebig. Daberehte oder leicht hohle Formen wie Fusilli, Rotini, Muscheln oder Orecchiette nehmen Dressing und Einlagen besser auf als lange Pasta. Ebenso wichtig: Die Nudeln sollten nicht weich gekocht werden, aber auch nicht zu knapp gegart sein, damit sie nach dem Abkühlen noch angenehm wirken. Und: Am besten kühlt man sie ausgebreitet ab und gibt schon im warmen Zustand einen Teil des Dressings dazu. So wird der Salat saftiger und aromatischer. Rezepte setzen nicht auf Überladung, sondern auf klare Linien. Ein guter Pastasalat braucht keine zwanzig Zutaten. Drei bis fünf Hauptaromen genügen oft schon. Entscheidend ist, dass Säure, Salz, Frische und Textur sauber austariert sind. Zu jedem Rezept gibt es eine Weinempfehlung, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern das Gericht begleitet.
1. Caprese-Pastasalat mit Rotini
Tomate, Mozzarella, Basilikum: Viel mehr braucht es nicht. Der Caprese-Pastasalat ist die leichteste und geradlinigste Version unter den kalten Nudelgerichten. Dass diese Kombination auch als Pastasalat funktioniert, zeigen mehrere Caprese-Varianten großer Pastahersteller; meist arbeiten sie mit kurzen Formen, Tomaten, Basilikum, Mozzarella sowie etwas Olivenöl und Zitronensaft. rsonen**
- 320 g Rotini oder Cellentani
- 250 g Kirschtomaten
- 200 g Mini-Mozzarella
- 1 Bund Basilikum
- 4 EL gutes Olivenöl
- 1 EL Zitronensaft
- Salz, schwarzer Pfeffer
- optional: 1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gerieben
Zubereitung
Die Pasta in reichlich Salzwasser kochen, abgießen und auf einem Blech oder einer großen Platte ausbreiten. Mit 1 EL Olivenöl mischen und leicht abkühlen lassen. Tomaten halbieren, Mozzarella abtropfen lassen, Basilikum grob zupfen. Aus restlichem Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und optional etwas Knoblauch ein schlichtes Dressing rühren. Alles vorsichtig mischen und 15 Minuten ziehen lassen.
Wein dazu
Ein junger Lugana, ein unkomplizierter Pinot Grigio oder ein schlanker Soave. Die Weine dürfen Frische haben, sollten aber nicht zu aromatisch sein.
2. Griechischer Pastasalat mit Feta, Gurke und Oliven
Wer es würziger mag, landet schnell im östlichen Mittelmeer. Feta, Oliven, Gurke, Tomaten und ein zitroniges Dressing gehören zu den robustesten Kombinationen für Pastasalat; sie sind transportfähig, bleiben auch nach einiger Zeit noch klar im Geschmack und kommen ohne Schwere aus. Genau darauf setzen griechisch inspirierte Pasta-Salate mit Zitronen-Knoblauch-Dressing. rsonen**
- 320 g Fusilli
- 1 Salatgurke
- 250 g Kirschtomaten
- 1 kleine rote Zwiebel
- 120 g Feta
- 80 g Kalamata-Oliven
- 1 EL Kapern
- 5 EL Olivenöl
- 2 EL Rotweinessig
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL getrockneter Oregano
- Salz, schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Pasta kochen und abkühlen lassen. Gurke in halbe Scheiben, Tomaten in Hälften, Zwiebel in feine Streifen schneiden. Oliven halbieren, Feta grob zerbröseln. Öl, Essig, Zitronensaft, Oregano, Salz und Pfeffer verrühren. Alle Zutaten mischen und vor dem Servieren 20 Minuten ziehen lassen.
Wein dazu
Assyrtiko ist die präziseste Wahl. Sehr gut funktionieren auch ein straffer Sauvignon Blanc oder ein trockener Verdejo ohne vordergründige Frucht.
3. Frühlingshafter Pastasalat mit grünem Spargel, Erbsen und Pesto
Pesto ist im Pastasalat oft die bessere Alternative zu schwereren Dressings. Kombiniert mit grünem Spargel, Erbsen und etwas Zitronensaft bekommt es Frische und Struktur. Rezepte mit Pesto, mediterranem Gemüse oder Spargel zeigen, wie gut diese Richtung funktioniert: grün, würzig, aber nicht fett. rsonen**
- 320 g Penne oder Gemelli
- 300 g grüner Spargel
- 150 g Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
- 3 EL grünes Pesto
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Zitronenschale
- 60 g frisch geriebener Parmesan oder 80 g Ziegenfrischkäse
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die holzigen Enden des Spargels abschneiden, Stangen in Stücke schneiden und 3 bis 4 Minuten blanchieren. Erbsen kurz mitgaren. Pasta kochen, leicht abkühlen lassen. Pesto mit Olivenöl, Zitronensaft und Zitronenschale verrühren. Mit Pasta, Spargel und Erbsen mischen. Parmesan darübergeben oder kleine Tupfer Ziegenfrischkäse einarbeiten.
Wein dazu
Silvaner ist hier beinahe ideal. Auch ein trockener Grüner Veltliner oder ein schlanker Weißburgunder passen gut.
4. Pastasalat mit Thunfisch, Kapern und schwarzen Oliven
Diese Variante ist salziger, herzhafter und ein wenig südlicher. Thunfisch in Öl, Kapern, Oliven und Tomaten ergeben einen Pastasalat, der fast schon als leichtes Hauptgericht durchgeht. Solche Kombinationen finden sich auch in klassischen mediterranen Rezepturen mit Rotini oder Penne. rsonen**
- 320 g Gemelli oder Rotini
- 1 Dose Thunfisch in Olivenöl
- 250 g Kirschtomaten
- 80 g schwarze Oliven
- 2 EL Kapern
- 1 kleine Schalotte
- 4 EL Olivenöl
- 1 EL Zitronensaft
- 2 EL gehackte Petersilie
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Pasta kochen und leicht abkühlen lassen. Tomaten halbieren, Oliven entsteinen und halbieren, Schalotte fein würfeln. Thunfisch grob zerteilen. Öl, Zitronensaft, etwas Salz und reichlich Pfeffer verrühren. Alles zusammenführen, Petersilie einarbeiten und den Salat vor dem Servieren 15 bis 20 Minuten ziehen lassen.
Wein dazu
Vermentino ist hier sehr überzeugend. Ebenso gut: ein trockener Rosé aus der Provence oder vom Gardasee.
5. Cremiger Makkaroni-Salat mit Sellerie, Frühlingszwiebeln und Dijon
Nicht jeder Pastasalat muss mediterran sein. Die cremige Variante hat ihre Berechtigung, wenn sie sauber gebaut ist: etwas Mayo, etwas Säure, etwas Schärfe, dazu knackige Elemente wie Sellerie und Frühlingszwiebel. Genau diese Balance empfehlen auch amerikanische Vorbilder für einen besseren Macaroni Salad. rsonen**
- 300 g Makkaroni
- 2 Stangen Staudensellerie
- 4 Frühlingszwiebeln
- 4 kleine Cornichons
- 120 g Erbsen
- 3 EL Mayonnaise
- 3 EL griechischer Joghurt oder saure Sahne
- 1 TL Dijon-Senf
- 1 EL Gurkenwasser oder Weißweinessig
- Salz, weißer Pfeffer
- optional: 2 hartgekochte Eier
Zubereitung
Pasta kochen und ganz abkühlen lassen. Sellerie, Frühlingszwiebeln und Cornichons fein schneiden, Erbsen kurz blanchieren. Mayonnaise, Joghurt, Dijon und Gurkenwasser verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles mischen, optional gehackte Eier zugeben und mindestens 30 Minuten kühl stellen.
Wein dazu
Ein unkomplizierter Weißburgunder oder ein trockener Rosé. Wer es prickelnd mag, nimmt einen einfachen Crémant oder Winzersekt ohne viel Dosage.
Noch zwei praktische Hinweise
Erstens: Pastasalat darf saftig sein. Pasta zieht Flüssigkeit, besonders wenn sie einige Stunden steht. Deshalb ist ein Dressing, das anfangs fast etwas zu großzügig wirkt, meist genau richtig. Zweitens: Für die Aufbewahrung gilt dieselbe Regel wie für andere gekochte Reste: sauber gearbeitet und gut gekühlt hält sich Pastasalat in der Regel 3 bis 4 Tage im Kühlschrank. stasalat ist kein Lückenfüller für Grillabende, sondern ein eigenständiges Gericht. Er kann frisch und leicht sein wie die Caprese-Version, salzig und kühl wie die griechische Variante oder substanziell wie der Salat mit Thunfisch. Entscheidend ist nicht die Menge der Zutaten, sondern die Disziplin beim Würzen und beim Garpunkt der Pasta. Dann funktioniert auch das Zusammenspiel mit Wein.






































































