Tipps für Weinkenner

Können Supermarkt-Weine überhaupt schmecken?

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Discounter und Supermärkte haben einen Marktanteil von über 60 Prozent in Deutschland. Verstehen die Deutschen nichts von Wein? Oder sind Supermarkt-Weine gar nicht so schlecht, wie man denkt?

Wein wird in Deutsch­land sehr gern getrun­ken. Eini­ge Men­schen kau­fen ihn im Fach­han­del, online oder beim Win­zer vor Ort. Doch immer noch wer­den die meis­ten Wei­ne im Super­markt erwor­ben. Eben­so wird in Dro­ge­rie­märk­ten, an der Tank­stel­le und sogar im Bau­markt ange­bo­ten. Sicher­lich wer­den wah­re Wein­ken­ner nicht gera­de begeis­tert sein, wenn ihnen ein Wein aus dem Super­markt vor­ge­setzt wird. Doch Supermarkt-Weine sind nicht auto­ma­tisch min­der­wer­ti­ger als Wei­ne vom Fach­händ­ler. Wer eini­ge Tipps berück­sich­tigt, kann durch­aus einen Voll­tref­fer lan­den – wie bei einer Sport­wet­te.

Worauf man achten muss

Guter Wein muss nicht teu­er sein. Den­noch soll­ten Sie ab einem gewis­sen Preis­ni­veau stut­zig wer­den. Kann ein Wein unter 3 Euro über­haupt hoch­wer­tig pro­du­ziert wer­den? Sind nicht wenigs­tens 5 Euro nötig, um eine Min­dest­qua­li­tät zu garan­tie­ren? Die Mei­nun­gen dar­über gehen aus­ein­an­der. Men­schen, die ein­fach nur einen leich­ten, fruch­ti­gen, feh­ler­frei­en Wein wol­len, müs­sen nicht unbe­dingt tief in die Tasche grei­fen. Wer jedoch Wei­ne mit inten­si­ve­rem Geschmack liebt, muß in der Regel mehr als 5 Euro inves­tie­ren. Schon die Prä­sen­ta­ti­on durch den Super­markt kann Ihnen hel­fen, sich für einen guten Wein zu ent­schei­den. Laden­hü­ter, die bereits ein­ge­staubt sind, soll­ten mit Vor­sicht genos­sen wer­den. Eben­so soll­ten Sie kei­nen Wein kau­fen, der in einem hel­len Spot prä­sen­tiert wird. Die dau­er­haf­te Ein­wir­kung der Licht­strah­len kann die Qua­li­tät des Wei­nes min­dern.

Manchmal gibt das Etikett Aufschluss

Wei­ter­hin soll­ten Sie even­tu­el­le Aus­zeich­nun­gen auf der Fla­sche genau­er betrach­ten. Oft­mals sind Hin­wei­se zum Anbau auf dem Rücke­ti­kett zu fin­den, zur Bewer­tung durch Wein­tes­ter auf einem Son­der­eti­kett. Sie geben mög­li­cher­wei­se einen Anhalts­punkt für die Qua­li­tät des Weins. Die Bezeich­nung „Qua­li­täts­wein“ auf dem Eti­kett ist zwar kei­ne Garan­tie, dass der Inhalt der Fla­sche schmeckt. Aber immer­hin kön­nen Sie sicher sein, dass der Wein eine Qua­li­täts­kon­trol­le durch­lau­fen hat (in Frank­reich „Appel­la­ti­on Con­trol­lé“ genannt, in Ita­li­en „Deno­mi­na­zio­ne di Ori­gi­ne Con­trolla­ta“, in Spa­ni­en „Deno­mi­na­çi­on de Ori­gen“). Bei einem Qua­li­täts­wein wird immer auch die Reb­sor­te und das Anbau­ge­biet ange­ge­ben.

In der Regel gilt: schnell trinken

Wei­ne, die im Super­markt ange­bo­ten wer­den, sind in der Regel nicht zur lan­gen Lage­rung geeig­net. Wer daher einen Wein aus dem Super­markt erwirbt, soll­te die­sen nicht noch jah­re­lang lagern. Beson­ders bei Weiß­wei­nen oder Roséwei­nen soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass die­se jung und frisch sind. Rot­wei­ne kön­nen dage­gen durch­aus bis zu 3 oder 4 Jah­re alt sein. Ach­ten Sie auch dar­auf, ob es sich um Laden­hü­ter han­delt, die mit mit Rabatt los­ge­schla­gen wer­den sol­len. Manch­mal sind sie ein Schnäpp­chen, manch­mal ein Flop.

 

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