Kellerei Tramin: Hoch hinaus mit dem Chardonnay „Troy“

Kellermeister Willi Stürz (©Kellerei Tramin)
Die Kellerei Tramin ist bekannt für ihre hochklassigen Gewürztraminer. Jetzt ziehen die Südtiroler mit einem weiteren Premiumwein die Aufmerksamkeit auf sich.

Troy“ heißt in der Spra­che unse­rer Vor­fah­ren „Pfad“, erklärt Kel­ler­meis­ter Wil­li Stürz den Namen sei­nes Premium-Chardonnays. „Der Wein soll den Weg ver­an­schau­li­chen, den wir mit unse­ren 290 Wein­bau­ern gemein­sam gegan­gen sind und gehen.“ Der Weg ver­läuft klar in Rich­tung Spitzen-Qualität und Ein­klang mit den natür­li­chen Gege­ben­hei­ten.

Warum Chardonnay?

„Char­don­nay ist eine sehr viel­sei­ti­ge Reb­sor­te, aus der sehr unter­schied­li­che Wei­ne in den unter­schied­lichs­ten Spiel­ar­ten vini­fi­ziert wer­den“, erklärt Wolf­gang Klotz, Ver­triebs­lei­ter der Kel­le­rei Tra­min. „Wir wol­len mit unse­rer Inter­pre­ta­ti­on einen unver­wech­sel­ba­ren alpi­nen Wein schaf­fen, als Aus­druck des Lan­des, in dem wir leben“. “In unse­rem Gebiet sind kom­ple­xe Char­don­nays aus Höhen­la­gen eine Sel­ten­heit. Aber genau dar­in lag für uns der Reiz“, fügt Wil­li Stürz an. „Im Lau­fe der Zeit haben wir die Trau­ben dort oben immer bes­ser ver­stan­den und ihnen die Zeit gege­ben, die sie brau­chen, um zu ihrer inne­ren Balan­ce zu fin­den.“

Höhenluft und Kalkboden

Die Reben für den Troy ste­hen in rund 550 Metern See­hö­he nahe dem Wei­ler Söll auf kalk­hal­ti­gem Schot­ter mit Lehm­an­teil. Kalk­bo­den gilt als eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für gro­ße Wei­ne, gera­de aus Burgunder-Reben. Der nach Süd­os­ten aus­ge­rich­te­te stei­le Hang erwärmt sich am Mor­gen rasch, abends strömt kal­te Luft vom Men­del­kamm her­ab, was die Aro­men­bil­dung för­dert und die Fri­sche im Wein erhält. Seit dem Jahr 2007 wer­den die Wein­ber­ge für die Premium-Weine der Kel­le­rei kon­se­quent ohne Her­bi­zi­de bear­bei­tet.

(©Kel­le­rei Tra­min)

Handlese und Ganztraubenpressung

Die Trau­ben für den Troy wer­den aus­schließ­lich von Hand geern­tet und aus­ge­le­sen, bevor sie mit­samt den Stän­geln abge­presst wer­den. Die­se Ganz­trau­ben­pres­sung, die für Cham­pa­gner Vor­schrift ist, erhöht noch­mals die Fri­sche und Leben­dig­keit des Weins. Ver­go­ren wird der Most in Bar­ri­ques, in denen auch der bio­lo­gi­sche Säu­re­ab­bau (BSA) erfolgt. Nach elf Mona­ten im Holz auf der Fein­he­fe, erfol­gen wei­te­re 22 Mona­te in klei­nen Edel­stahl­tanks, in denen der Wein wei­ter auf der Fein­he­fe reift. Wobei die Dau­er der ein­zel­nen Pro­zes­se von Jahr­gang zu Jahr­gang vari­ie­ren kann. Geklärt wird der fer­ti­ge Wein nur durch die natür­li­che Sedi­men­ta­ti­on der Trub­stof­fe; vor der Frei­ga­be ruht der Wein noch­mal vier Mona­te in sei­ner ele­gan­ten wie mar­kan­ten Fla­sche. Ein exklu­si­ver Wein mit limi­tier­ter Auf­la­ge: rund 3500 Fla­sche wer­den pro Jahr­gang gefüllt.

Komplexe Aromatik

Der kom­ple­xe, vor­nehm zurück­hal­ten­de Duft des Troy lässt die Her­kunft vom Cool Cli­ma­te erah­nen. Zu erfas­sen sind Zitrus- und kräuterig-ätherische Noten. Am Gau­men kom­men alpi­ne Fri­sche und Mine­ra­li­tät voll zur Gel­tung, die den Wein mit Anklän­gen von Holz und Gewür­zen zu einem lang anhal­ten­den Finish tra­gen.

Ein nobler Wein mit gro­ßem Rei­fe­po­ten­zi­al und ein wür­di­ger Beglei­ter zu fines­sen­rei­cher moder­ner Küche mit Fisch, Mee­res­früch­ten und hel­lem Fleisch.

(©Kel­le­rei Tra­min)

2015 Char­don­nay Riser­va Troy

Der Pre­mie­ren­jahr­gang zeigt sich viel­schich­tig und dabei schon recht kom­plett und zugäng­lich. Der run­des­te Wein aus dem Trio.

2016 Char­don­nay Riser­va Troy

Aro­ma­tisch kom­ple­xer aber ver­schlos­se­ner als der 2015er. Hat viel Druck am Gau­men, mit for­dern­den Gerb­stof­fen, kraft­voll und fül­lig, jedoch kein biss­chen aus­la­dend. Gro­ßes Lager­po­ten­zi­al.

2017 Char­don­nay Riser­va Troy

In der Nase etwas mehr fri­sche (Zitrus-) Noten als der 2016er. Dem Jahr­gang ent­spre­chend nicht ganz so fül­lig, dafür viel Beto­nung auf Fri­sche und Ele­ganz. Kann und soll­te noch rei­fen.

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