Karriere als Sommelier: Wo kann man überall arbeiten?

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Sommeliers arbeiten nicht nur im Restaurant. Im Weinhandel und bei virtuellen Weinverkostungen im Internet eröffnen sich für sie neue Berufsfelder.

Nicht jedes Restau­rant, das Wein aus­schenkt, ver­fügt über einen eige­nen Som­me­lier. Das ist vor allem dann nicht not­wen­dig, wenn es nur eine klei­ne Wein­aus­wahl gibt. Zum Ein­satz kom­men Som­me­liers meist in geho­be­nen Restau­rants, die über eine exqui­si­te, inter­na­tio­na­le Wein­kar­te ver­fü­gen. Hier benö­ti­gen die Gäs­te Hil­fe. Der Som­me­lier kommt an den Tisch und berät die Gäs­te, wel­cher Wein am bes­ten zu den bestell­ten Spei­sen passt. Man­che Wei­ne schme­cken beson­ders gut zu einem gewis­sen Fisch, ande­re pas­sen per­fekt zu einem Gewürz in der Sau­ce. Damit ist der Beruf des Som­me­liers sehr krea­tiv, denn jeder Geschmack ist anders. Natür­lich muss der Exper­te ein Gespür dafür ent­wi­ckeln, was nicht nur ihm schmeckt, son­dern vor allem dem Gast.

Weineinkauf gehört zum Job dazu

Natür­lich beginnt der Beruf des Som­me­liers nicht erst am Tisch der Gäs­te. Schon zuvor ist er für die Wein­kar­te ver­ant­wort­lich und muss den Restau­rant­be­sit­zern beim Ein­kauf der Wei­ne hel­fen. Je nach Restau­rant, in er arbei­tet, kommt es sogar vor, dass er zu den Wein­gü­tern rei­sen muss, deren Wei­ne in die nähe­re Aus­wahl kom­men. Ita­li­en und Frank­reich sind dabei belieb­te Wein­des­ti­na­tio­nen, aber auch in Öster­reich und ande­ren Nach­bar­län­dern kau­fen deut­sche Som­me­liers ger­ne ein. Dabei muss der Som­me­lier die Spei­se­kar­te sei­nes Restau­rants immer im Blick haben. Schließ­lich müs­sen die Wei­ne per­fekt auf die Mahl­zei­ten abge­stimmt wer­den.

Unverzichtbar bei grösseren Events

Bei gro­ßen Events ist der Som­me­lier ein Mit­glied des Staffs. In die­sem Fall ist er stark in die Vor­be­rei­tun­gen invol­viert. Gemein­sam mit den Köchen wird ein Menü zusam­men­ge­stellt, das mit Wein und ande­ren Geträn­ken ergänzt wird. Da Geträn­ke oft­mals vom Tablett ser­viert wer­den, haben die Gäs­te weni­ger Aus­wahl und kön­nen sich oft­mals nur für rot oder weiß ent­schei­den. Ent­spre­chend wich­tig ist es, einen Wein zu fin­den, der zu allen Häpp­chen passt, die ange­bo­ten wer­den. Der Som­me­lier schlägt auch den Sekt oder Cham­pa­gner vor, der aus­ge­schenkt wer­den soll – bezie­hungs­wei­se das nicht-alkoholische Getränk, das immer auch ange­bo­ten wer­den muss. Mitt­ler­wei­le gibt es des­halb Aus­bil­dun­gen zum Fruchtsaft-Sommelier. Bei eini­gen Ver­an­stal­tun­gen, etwa in vie­len deut­schen Spiel­ban­ken, wird auch ein mehr­gän­gi­ges Menü ange­bo­ten, bei dem zu jedem Gang ein ande­rer, pas­sen­der Wein ser­viert wird. Deutsch­land ver­fügt ins­ge­samt über 70 luxu­riö­se Spiel­ban­ken, die sich auf alle Bun­des­län­der auf­tei­len. Sie unter­schei­den sich zum Teil durch ihr Spiel­an­ge­bot, haben jedoch fast alle Eines gemein­sam: Sie bie­ten Din­ner & Casi­no an. Dabei kön­nen Gäs­te ein exqui­si­tes Din­ner für zwei oder mehr Per­so­nen in den Casi­no­re­stau­rants genie­ßen, bevor sie die Spiel­be­rei­che besu­chen.

Fachwissen ist immer die wichtigste Voraussetzung

Vie­le Wein­bau­ern laden Inter­es­sen­ten in ihre Betrie­be ein, um neue Reb­sor­ten und die neu­en Jahr­gangs­wei­ne zu ver­kos­ten. Die­se Ver­kos­tun­gen kön­nen ent­we­der von den Win­zern selbst abge­hal­ten oder durch einen Som­me­lier unter­stützt wer­den. Bei der Wein­ver­kos­tung lei­tet der Som­me­lier die Pro­be, fin­det die pas­sen­de Rei­hen­fol­ge her­aus und erklärt den Besu­chern alle Beson­der­hei­ten der ange­stell­ten Wei­ne. Dabei ist es wich­tig, dass er über fun­dier­tes Wis­sen über das Wein­gut, sei­ne Phi­lo­so­phie, den Vege­ta­ti­ons­ver­lauf und die Beson­der­hei­ten der Vini­fi­zie­rung ver­fügt. Mitt­ler­wei­le wer­den eini­ge Wein­ver­kos­tun­gen sogar online abge­hal­ten. Dazu ver­schi­cken die Win­zer ihre Kost­pro­ben an die Kun­den, danach talkt er per Live­stream mit ihnen, wäh­rend die Kun­den den Wein im Glas haben. Immer mehr Wein­trin­kern gefällt die­ser Trend, denn so kann man einen beson­de­ren Abend ver­brin­gen, ohne die eige­nen vier Wän­de ver­las­sen zu müs­sen.

 

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