Kampanien? Kann man trinken!

Kampanien – so heißt die Region um Neapel. Die Stadt ist chaotisch und atemberaubend schön zugleich. Schöner ist nur noch das Land um Neapel herum, zumindest einige Ecken. Stefan Krimm hat sie besucht und dabei viel Wein getrunken. Pardon: probiert.

Inhalt:


Schon weni­ge Kilo­me­ter außer­halb der Stadt fin­det man Land­schaf­ten, deren Schön­heit den Atem sto­cken lässt: Die Amal­fiküs­te mit ihren majes­tä­ti­schen Bli­cken aufs azur­blaue Meer, mit sei­nen Fels­in­sel­chen, mit win­zi­gen Wein­ter­ras­sen an steil zur Küs­te abfal­len­den Hän­gen. Oder das Umland des Vesuvs mit uralten, immer noch reb­lausfrei­en, wur­zel­ech­ten Reb­stö­cken. Oder die  stol­ze Stadt Bene­vent mit den sanft hüge­li­gen Wein­ber­gen des San­nio. Schließ­lich das stil­le Hoch­land Irpi­ni­ens mit sei­nen dunk­len Wäl­dern, ein­sa­men Seen, roma­ni­schen Kir­chen und normannisch-langobardischen Kas­tel­len.

Gegen Resignation und Schicksalsergebenheit

Nicht zu ver­ges­sen der Wein. Wer ihn näher ken­nen­lernt, trifft auf eine Gene­ra­ti­on jun­ger Win­zer, die sich für das Gegen­steu­ern und nicht das Resi­gnie­ren ent­schie­den hat, für das Enga­ge­ment und die Qua­li­täts­ar­beit, nicht für Gleich­gül­tig­keit und Schlam­pe­rei – auch wenn sie manch­mal ihre Par­zel­len mit Zäu­nen und Eisen­to­ren schüt­zen müs­sen, damit die neu gesetz­ten Reben nicht über Nacht wie­der ver­schwin­den. Die Ergeb­nis­se der Arbeit die­ser Win­zer und ihrer älte­ren Kol­le­gen wur­den Ende März/Anfang April im Rah­men der Ver­an­stal­tung „Cam­pa­nia Sto­ries 2017“ prä­sen­tiert: an die 200 Wei­ne, die alle Kli­schees von der ende­mi­schen Schlam­pe­rei und Hoff­nungs­lo­sig­keit des Südens Lügen stra­fen. Und die auch bei uns jene Auf­merk­sam­keit ver­die­nen, die sie sich in Nord­eu­ro­pa, den USA und sogar in Chi­na schon erkämpft haben. Den Hin­ter­grund bil­den auto­chtho­ne Reb­sor­ten, die in einer Wein­welt, die immer uni­for­mer wird, zuneh­mend an Auf­merk­sam­keit gewin­nen.

Das Kapital: die autochthonen Rebensorten

An ers­ter Stel­le die bereits von den Grie­chen gepflanz­te Falang­hi­na, die ver­mut­lich dem wei­ßen Faler­ner im alten Rom einen so gro­ßen Ruf ver­schaff­te, dass er sechs­mal so teu­er war wie der damals übli­che Tisch­wein. Ihre bes­ten Ver­tre­ter fei­ern auf den Export­märk­ten der­zeit gro­ße Erfol­ge. Sie sind frisch, mine­ra­lisch, manch­mal leicht min­zig oder man­del­tö­nig, stof­fig und von erstaun­li­cher Alte­rungs­fä­hig­keit.  Oder die Gre­co, die vor allem durch den Gre­co di Tufo bekannt ist: nicht nur fruch­tig mit Anklän­gen an Äpfel, Apri­ko­sen und tro­pi­sche Früch­te, son­dern auch ele­gant, schmei­chelnd und mit beein­dru­cken­dem Nach­hall. Nicht umsonst heißt die Sor­te in man­chen Gegen­den auch „Bal­sa­mi­na“. Und natür­lich die Fia­no, der vor allem um Avel­li­no meis­ter­lich gepflegt wird: aus­drucks­voll in der inten­si­ven Frucht, sei­dig, nussig, manch­mal von Honigno­ten geprägt, mund­fül­lend und auch in der Rei­fe­pha­se durch die Fines­se sei­ner fei­nen Zitrus-Spitzen noch mit guter inne­rer Span­nung, vor allem, wenn die Sor­te in hohen, küh­len Lagen ange­baut wird.

Weinterrassen bei Furore
Wein­ter­ras­sen bei Furo­re

Vor dem Aussterben bewahrt

Erwähnt wer­den muss aber auch die sel­te­ne Pal­lag­rel­lo Bian­co, aus der in den Col­li­ne Caiati­ne teil­wei­se ganz erstaun­li­che, fruchtig-schmelzige Wei­ne erzeugt wer­den, die für vie­le Teil­neh­mer zu den beson­de­ren Ent­de­ckun­gen der Ver­kos­tung gehör­ten. Frü­her ein könig­li­cher Wein, der im Mus­ter­wein­gar­ten Fer­di­nands IV. von Nea­pel gepflegt wur­de, geriet er wegen sei­ner nied­ri­gen Erträ­ge nach der Reb­lau­sat­ta­cke und dem mit den bei­den Welt­krie­gen ver­bun­de­nen Nie­der­gang all­mäh­lich in Ver­ges­sen­heit. Die Sor­te galt als aus­ge­stor­ben, bis sie in den 1990er Jah­ren von einem Win­zer in einem auf­ge­ge­be­nen Reb­gar­ten wie­der ent­deckt, ver­mehrt und neu aus­ge­pflanzt wur­de.


Rotweine aus Aglianico

Von den roten Sor­ten am bekann­tes­ten ist, wie in der benach­bar­ten Basi­li­ca­ta, die Aglianico-Rebe, die eben­falls schon vor 2500 Jah­ren von den grie­chi­schen Kolo­ni­sa­to­ren ins Land gebracht wur­de. Sie ist wohl die am meis­ten unter­schätz­te Rot­wein­re­be Ita­li­ens und eine der ältes­ten in ganz Euro­pa. Ihre Stär­ken lie­gen in der der stof­fi­gen Kom­pakt­heit, die sie den Wei­nen mit­gibt, dem mas­si­gen Tan­nin (das lei­der nicht jeder Win­zer zu zäh­men ver­steht) und – damit ver­bun­den – dem gro­ßen Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al, das die­ser besitzt. Die ein­druck­volls­ten Aglianico-Weine sind der Aglia­ni­co del Tab­ur­no und der Tau­ra­si aus der Irpi­nia, der zur Zeit der Reb­lauspla­ge auch gern als „Kraft­stoff“ für tos­ka­ni­sche, pie­mon­te­si­sche und Bordeaux-Weine miss­braucht wur­de.

Kleinerer Cuvéepartner: die Piedirosso

Stolz sind die kam­pa­ni­schen Win­zer aber auch auf die rote Pie­di­ros­so, der ger­ne als Teil einer Cuvée mit Aglia­ni­co ver­wen­det wird. Der Name rührt von sei­nem rot­brau­nen Holz her, und es spricht viel dafür, dass sie schon von den Römern ange­baut wur­de. Die Pie­di­ros­so ergibt fruchtig-duftige Wei­ne, die unkom­pli­zier­ter sind als die aus Aglianico-Trauben. Auf jeden Fall eig­net sich die Pie­di­ros­so gut zur Abmil­de­rung der Tannin-Monster aus die­ser Sor­te.  Neben der Tat­sa­che, dass sie gut für leich­te­re, küh­ler getrun­ke­ne Wei­ne eig­net, die sogar als Beglei­ter von Fisch und Mee­res­früch­ten auf den Tisch kom­men, hat ihr die Rol­le als klei­ne­rer Cuvée-Partner vie­le Sym­pa­thi­en ein­ge­bracht. Man­che Pro­du­zen­ten ver­su­chen, mit Pie­di­ros­so einen dem Beau­jo­lais ver­gleich­ba­ren Trink­wein zu erzeu­gen. Auf den vul­ka­ni­schen Böden des Vesuv und der Cam­pi Fle­grei ent­ste­hen aber auch ohne Agli­an­co kom­ple­xe­re Gewäch­se mit schö­ner rau­chi­ger Mine­ra­li­tät.

Verkostung in der Kirche
Ver­kos­tung in der Kir­che

Weinprobe in der Kirche

Bei die­ser neu­gie­rig machen­den Viel­falt war es kein Wun­der, dass die dies­jäh­ri­gen „Cam­pa­nia Sto­ries“ eine gan­ze Rei­he in- und aus­län­di­scher Fach­leu­te ange­lockt haben, die sich in der zum Diö­ze­san­mu­se­um umfunk­tio­nier­ten alten Kir­che Don­na­re­gi­na inten­siv der Palet­te der prä­sen­tier­ten Wei­ne aus der span­nen­den Regi­on zwi­schen dem Vesuv, der Amalfi-Küste und dem Regio­nal­park von Taburno-Camposauro west­lich von Bene­vent und Avel­li­no wid­me­ten.


Weißweine aus Falanghina


2012 Cam­pi Fle­grei Falang­hi­na Strio­ne, Can­ti­ne Astro­ni
Im Glas strah­len­des Gold­gelb; im Duft rei­fe Bir­ne mit mine­ra­li­schen Anklän­gen an Schwe­fel und auf Stein ver­duns­ten­dem Meer­was­ser; am Gau­men Nüs­se und Man­deln, unter­legt mit But­ter, Wachs und Honig; kom­plex mit sehr lan­gem, fein­bit­te­rem Nach­hall.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2016 Pom­pei­a­no Falang­hi­na Ver­so, Sor­ren­ti­no
Inten­si­ve Aro­men von rei­fen Äpfeln, Apri­ko­sen und Man­deln; am Gau­men ein­drucks­voll, frei­gie­big und fül­lig mit einem Hauch But­ter und Wachs; viel Schliff und sehr lan­ger Nach­hall
Bewer­tung: 91 Punk­te


2015 Falang­hi­na del San­nio Tab­ur­no, Fon­t­a­na­vec­chia
Nase leicht reduk­tiv, dann Aro­men von süßen Äpfeln; am Gau­men beein­dru­ckend: fei­ner Biss, nussig, aus­drucks­voll, schö­nes Spiel, im lan­gen Nach­hall ange­neh­me Bit­ter­no­ten; ein span­nen­der, viel­schich­ti­ger Wein
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Falang­hi­na del San­nio Sant‘ Aga­ta dei Goti, Mus­til­li
Zurück­hal­ten­der Duft nach rei­fen Äpfeln und einer Spur tro­cke­nem Holz; am Gau­men reif und dif­fe­ren­ziert, Anklang an Äpfel und tro­pi­sche Früch­te, fei­ne Mine­ra­li­tät, Biss und Spiel, recht lan­ger Nach­hall, Ver­bin­dung von Ele­ganz und Eigen­stän­dig­keit
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Falang­hi­na del San­nio I Mil­le per la Falang­hi­na, La Guar­di­en­se
Duft nach rei­fen Äpfeln, etwas Bir­ne und Apri­ko­se, im Mund reif und aus­ge­wo­gen, aus­ge­präg­te Frucht trotz des noch etwas domi­nan­ten Hol­zes, schö­ner Schliff, recht lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2015 Irpi­nia Falang­hi­na, Bel­la­ria
Fei­ne rei­fe Bir­ne, eine Spur Man­deln und eine Ahnung von hel­lem Tabak; am Gau­men reif und fül­lig, aber mit Span­nung und Ele­ganz, aus­ge­wo­gen, beein­dru­cken­des Spiel.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Faler­no del Mas­si­co Bian­co 16 Mar­zo, Tra­buc­co
Im Duft rei­fe Bir­nen, Äpfel und Apri­ko­sen mit einem Hauch von Nüs­sen, Man­deln und Zitrus; am Gau­men viel Reli­ef, trans­pa­ren­te rei­fe Frucht mit klei­nen Zitrus-Spitzen, aus­ge­wo­gen und ele­gant, gute inne­re Span­nung und lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 88 Punk­te


2015 Faler­no del Mas­si­co Bian­co Pec­tus, Fat­to­ria Paga­no
Hel­les Gold­gelb; fei­ne Aro­men von gel­ben Früch­ten, wei­ßen Blü­ten, Honig und einer Spur Vanil­le; am Gau­men Bar­ri­que stär­ker spür­bar, rei­fe Bir­nen, Apri­ko­sen und Quit­ten, gutes Reli­ef, Spur Zitrus, recht dicht, mit lan­gem, fein­bit­te­rem Nach­hall.
Bewer­tung: 88 Punk­te


Eben­falls bemer­kens­wert:
2016 Bene­ven­ta­no Falang­hi­na Resi­li­en­za, Don­nach­ia­ra
2016 Bene­ven­ta­no Falang­hi­na Vese­vo, Vese­vo
2016 Falang­hi­na del San­nio Pre­ta, Capo­li­no Per­lin­gie­ri
2016 Falang­hi­na del San­nio Ser­ro­cie­lo, Feu­di di San Gre­go­rio
2014 Cam­pi Fle­grei Falang­hi­na, Con­tra­da Sal­an­dra

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Weißweine aus Fiano

Fia­no di Avel­li­no und Irpi­nia


2014 Fia­no di Avel­li­no Ali­ma­ta, Vil­la Rai­ano
Zurück­hal­ten­der, leicht mine­ra­li­scher Duft nach Äpfeln und Bir­nen; am Gau­men dif­fe­ren­ziert, mit fei­ner Nuan­cie­rung und leich­ten vege­ta­bi­le Noten, gute Span­nung ange­neh­me Mine­ra­li­tät sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2015 Fia­no di Avel­li­no, Roc­ca del Princi­pe
Im Duft zurück­hal­tend; am Gau­men dage­gen schö­nes Reli­ef, rei­fe Äpfel und Apri­ko­sen, fei­ner Biss, schön mine­ra­lisch, ein­drucks­vol­le Nuan­cie­rung, auf­re­gend viel­fäl­tig.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2015 Irpi­nia Fia­no, Anti­co Cas­tel­lo
Gold­gelb; rei­fe Aro­men von gel­ben Früch­ten und etwas But­ter; auf der Zun­ge schmel­zig, frei­gie­big, beein­dru­cken­de Fül­le, edler Schliff. Ein guter Essens­be­glei­ter!
Bewer­tung: 89 Punk­te


2015 Fia­no di Avel­li­no Sar­no 1860, Sar­no 1860
In der Nase zurück­hal­tend, etwas Apfel und Apri­ko­sen; am Gau­men sehr aus­drucks­voll, leicht nussig mit fei­nen but­t­ri­gen Noten, Quit­te, Bir­ne und Man­deln, leicht vege­ta­bil unter­legt; schö­ne Kon­zen­tra­ti­on und guter Kör­per, ein­drucks­vol­les Spiel und lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


Eben­falls bemer­kens­wert:
2016 Fia­no di Avel­li­no, Col­li di Lapio
2014 Fia­no di Avel­li­no Venti­due, Vil­la Rai­ano
2014 Fia­no di Avel­li­no Kry­os, Tenute Caso­li

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Weißweine aus Greco

Gre­co di Tufo


2012 Gre­co di Tufo Ter­ran­ti­ca Eti­chet­ta Bian­ca, I Fava­ti
Gold­gelb im Glas; leicht rau­chig unter­leg­te gel­be Früch­te mit Anklän­gen an Bir­nen und Quit­ten; am Gau­men eine klei­ne Explo­si­on von rei­fen, gel­ben Früch­ten, Quit­ten und Zitrus, beein­dru­cken­des Spiel, außer­or­dent­lich gute Span­nung, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 93 Punk­te


2014 Gre­co di Tufo Cup­a­va­ti­ca­le, Tenute Caso­li
Gold­gelb im Glas, im Duft süße gel­be Bir­nen, tro­pi­sche Früch­te und etwas Honig; im Mund aus­drucks­vol­le Ver­bin­dung von rei­fer Frucht und ver­hal­te­ner Kraft, frei­gie­big, fast Beerenauslese-Charakter, abge­schmeckt mit fei­ner Säu­re und beein­dru­ckend durch den nuan­cier­ten, sehr lan­gen Nach­hall.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2015 Gre­co di Tufo, Ser­tu­ra
Im Duft reif und schmel­zig mit Anklän­gen an Bir­nen und rei­fe Mira­bel­len; eben­so am Gau­men: fül­lig, frei­gie­big, dif­fe­ren­ziert und kom­plex, unter­legt mit einer fei­nen Spur But­ter, beein­dru­cken­der Kör­per, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2014 Gre­co di Tufo Con­tra­da Marot­ta, Vil­la Rai­ano
Im Duft Anklän­ge an Tro­cken­obst und einen Hauch von Schwe­fel; am Gau­men reif, fül­lig und mit einer fei­nen klei­nen Süße unter­legt; schö­ner Schmelz, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2014 Gre­co di Tufo, Tenuta del Merig­gio
Von fei­nen But­ter­no­ten beglei­te­te Aro­men von gel­ben Früch­ten, har­mo­nisch und reif; eben­so am Gau­men: fül­lig, frei­gie­big, mit Schmelz und Schliff, im lan­gen Nach­hall ganz leich­te, fein­bit­te­re Grapefruit-Anklänge.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Gre­co di Tufo, Don­nach­ia­ra
Fri­sche, leicht vege­ta­bi­le Aro­men von Äpfeln und zer­rie­be­nen Blät­tern; am Gau­men ein­drucks­vol­le Nuan­cen von Äpfeln und Zitrus, fei­ner Stoff, gute Nuan­cie­rung, bei aller Fri­sche bes­tens abge­stimmt, schö­nes Spiel, lan­ger Nach­hall mit fei­nen Bit­ter­no­ten.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Gre­co di Tufo Serum, I Capi­ta­ni
Sehr nuan­cier­te, leicht exo­ti­sche Aro­men von Bir­nen und tro­pi­schen Früch­ten; am Gau­men leb­haft und kraft­voll; reif und gebun­den mit Anklän­gen an Oran­gen und einen Hauch Pfef­fer, fei­nes Spiel, beein­dru­ckend lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Gre­co di Tufo Grot­te, Col­li di Cas­tel­fran­ci
Leicht rau­chi­ge, fein mine­ra­li­sche Apfel­aro­men, unter­legt mit einem Hauch von Schwe­fel; am Gau­men Biss und Spiel mit viel Aus­druck, schö­ner Fri­sche und sehr lan­gem Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 Gre­co di Tufo Col­le Ser­ro­ne, Vil­la di Mar­zo
Aro­men von rei­fen Äpfeln, tro­pi­schen Früch­ten, Mira­bel­len, Kräu­tern und etwas Heu; am Gau­men gut abge­stimmt: rei­fe, wei­che Frucht, umspielt von fei­nen Zitrus-Spitzen, rela­tiv lan­ger Nach­hall mit ange­neh­men Bit­ter­no­ten.
Bewer­tung: 89 Punk­te


Eben­falls bemer­kens­wert:
2016 Gre­co di Tufo, Vil­la Rai­ano
2015 Gre­co di Tufo Olt­re, Bel­la­ria
2007 Gre­co di Tufo Vit­to­rio, Di Meo

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Weißweine aus Pallagrello Bianco


2015 Terre del Vol­tur­no Pal­lag­rel­lo Bian­co, Lisan­dro
Nase reif und schmel­zig, Spätlese-Charakter; auch am Gau­men mit schmei­cheln­den Noten von Bir­ne und Pfir­sich, fast an einen rei­fen Vio­gnier von der Rhô­ne erin­nernd, mit fei­nem Biss, viel inne­rer Span­nung und sehr lan­gem Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2015 Terre del Vol­tur­no Pal­lag­rel­lo Bian­co, Casa­vec­chia
Nase leicht reduk­tiv; Gau­men aus­drucks­voll, schmel­zig mit Anklän­gen an Bir­ne, Pfir­sich und über­rei­fe Apri­ko­se, schmel­zig, fast ölig, Man­deln, Hauch von But­ter, schö­ner Kör­per, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 88 Punk­te


2015 Terre del Vol­tur­no Pal­lag­rel­lo Bian­co Cai­atì, Alois
Nase zurück­hal­tend mit über­rei­fen Früh­äp­feln, Pfir­sich, Nuss und Man­deln; am Gau­men reif, kom­pakt und frei­gie­big, recht schö­ne Span­nung, lan­ger Nach­hall; ein kraft­vol­ler Essens­be­glei­ter.
Bewer­tung: 88 Punk­te


2015 Terre del Vol­tur­no Bian­co Calú, Scla­via
Im leicht bal­sa­mi­schen Duft rei­fe Äpfel, Mus­cat und ein Hauch von tro­pi­schen Früch­ten; auch im Mund leicht exo­tisch, an Mus­cat und Tra­mi­ner erin­nernd, kul­ti­viert und inter­es­sant, schö­ner Kör­per, edler Schmelz, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 88 Punk­te


2015 Pal­lag­rel­lo Bian­co Terre del Vol­tur­no Pas­si­to Pall­a­re‘, Scla­via
Ein Früch­te­korb von rei­fen, süßen, leicht but­t­ri­gen Bir­nen, über­rei­fen Mira­bel­len und tro­pi­schen Früch­ten; am Gau­men aus­drucks­voll, cre­mig, reif und leicht exo­tisch mit einer fei­nen Spur zitro­ni­ger Fri­sche im sehr lan­gen Nach­hall.
Bewer­tung: 93 Punk­te

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Weißweine aus anderen Sorten

Cos­ta d’Amalfi (Cuvées)


2015 Cos­ta d’Amalfi Furo­re Bian­co Fior­du­va, Mari­sa Cuo­mo
Aus­drucks­vol­ler Duft mit wür­zi­gen Aro­men von fei­nen Äpfeln, Apri­ko­sen, Bir­nen und Man­deln, unter­legt mit etwas Honig; am Gau­men bei aller Fri­sche dicht und aus­ge­wo­gen mit sehr schö­nem Reli­ef und guter Rei­fe, vor­züg­li­cher Span­nung und lan­gem, fein­bit­te­rem mit fei­nen Zitrus-Noten unter­leg­tem Nach­hall. Erzeugt aus den alten, amal­fi­ta­ni­schen Sor­ten Feni­le, Gin­es­t­ra, Ripo­li. Ein beein­dru­cken­der Wein!
Bewer­tung: 93 Punk­te


2016 Cos­ta d’Amalfi Bian­co Terre Sarace­ne, Samm­ar­co Etto­re
Eine Cuvée aus alten, teils kaum bekann­ten auto­chtho­nen Sor­ten: Bian­ca­te­ne­ra, Pepel­la, Falang­hi­na. Im Duft fein bal­sa­misch, rei­fer Apfel, Bir­ne, tro­pi­sche Früch­te, ganz leicht rau­chig; Gau­men aus­drucks­voll, schö­ner Schmelz, guter Schliff, man spürt förm­lich den Süden, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 88 Punk­te

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Rotweine Basis Aglianico


2013 Pae­s­tum Aglia­ni­co Omag­gio a Gil­lo Dorfles, San Sal­va­to­re 1988
Tie­fer dunk­ler Rubin; inten­si­ve Aro­men von Wald­bee­ren und schwar­zen Johan­nis­bee­ren, dar­un­ter Sat­tel­le­der und leicht ani­ma­li­sche Anklän­ge; am Gau­men dicht und stof­fig, Struk­tur, aus­ge­wo­gen und mit über­aus lan­gem Nach­hall. Ein gro­ßer Wein!
Bewer­tung: 95 Punk­te


2012 Irpi­nia Cam­pi Tau­ra­s­i­ni, Vil­la Rai­ano
Kräf­ti­ger dunk­ler Rubin; im nuan­cier­ten Duft Brom­bee­re, ein Hauch von Eisen und Sat­tel­le­der, fein und dif­fe­ren­ziert; am Gau­men reif und kul­ti­viert, schö­ne schmel­zi­ge Frucht, sehr lan­ger Nach­hall; ein Wein von ani­mie­ren­der Fül­le und Frei­gie­big­keit!
Bewer­tung: 93 Punk­te


2011 Tau­ra­si Pia­no di Mon­te­ver­gi­ne Riser­va, Feu­di di San Gre­go­rio
Kräf­ti­ger dunk­ler Rubin; im ein­neh­men­den Duft rei­fe Schwarz­kir­schen, Back­pflau­me und eine Spur von Brot­rin­de; am Gau­men viel Schmelz und Schliff, sehr frei­gie­big, beein­dru­cken­de Kom­ple­xi­tät, fei­ne dich­te Tan­ni­ne, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 93 Punk­te


2012 Tau­ra­si, Fio­ren­ti­no
Dich­ter, leicht bräun­li­cher Rubin; im ein­neh­men­den Duft viel schmel­zi­ge Schwarz­kir­sche; am Gau­men reif, schmel­zig und frei­gie­big mit einer Spur von Scho­ko­la­de, sehr schö­ner Schliff, beein­dru­ckend lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 93 Punk­te


2013 Irpi­nia Aglia­ni­co, San­pao­lo
Kräf­ti­ger, recht dich­ter Rubin, schma­ler bräun­li­cher Rand; im Duft reif mit Anklän­gen an Schwarz­kir­sche, gro­ße Fül­le, rund und geschlif­fen, fei­ner Schmelz, schö­ner Kör­per, lan­ger Nach­hall. Ein gut ent­wi­ckel­ter, vor­züg­li­cher Wein.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2013 Irpi­nia Aglia­ni­co, Anti­ca Hir­pi­nia
Leicht gedeck­ter Rubin; Aro­men von rei­fen Kir­schen und Wald­bee­ren, unter­legt mit Kräu­tern; am Gau­men sehr nuan­ciert, rei­fe Brom­bee­ren mit einem Hauch von Brom­beer­ge­lee; fei­ne Tan­ni­ne, mitt­le­rer Kör­per, gut ein­ge­bun­de­nes Holz, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2013 Faler­no del Mas­si­co Ros­so Rapi­ca­no, Tra­buc­co
Kräf­ti­ges Rubin­rot mit leicht bräun­li­chen Refle­xen; im Duft zurück­hal­tend mit Anklän­gen an Wald­bee­ren, wür­zi­gen Kräu­tern, einem Hauch Tabak und etwas Bit­ter­scho­ko­la­de; am Gau­men stof­fig, geschlif­fe­ne Tan­ni­ne, herr­lich dich­te Frucht, beein­dru­cken­de Struk­tur, sehr lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2011 San­nio Aglia­ni­co I Mil­le per l’Aglianico, La Guar­di­en­se
Dich­ter, leicht bräun­li­cher Rubin; ein­neh­men­de Aro­men von Pflau­men, Süß­holz und einer Spur Brot­rin­de; am Gau­men reif, mit fein nuan­cier­ter Frucht und einem Anklang an Scho­ko­la­de, geschlif­fe­ne Tan­ni­ne, schon gut har­mo­ni­siert, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2009 Aglia­ni­co del Tab­ur­no Vigna Catarat­te Riser­va, Fon­t­a­na­vec­chia
Kräf­ti­ger bräun­li­cher Rubin, schma­ler Rand; Aro­men von rei­fen Wald­bee­ren und etwas tro­cke­nem Holz mit einem Hauch von Teer; am Gau­men gut ent­wi­ckelt, schmel­zig lang und dicht, leich­te Anklän­ge an Süß­holz; auf­re­gen­de Ver­bin­dung von rei­fer Frucht, kräf­ti­gen Tan­ni­nen, ein­neh­men­der Ele­ganz und schö­nem Schliff.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2011 Faler­no del Mas­si­co Ros­so Gau­ra­si, Fat­to­ria Paga­no
Dich­ter, leicht bräun­li­cher Rubin; im ein­neh­men­den Duft Wald­bee­ren mit Kir­schen, etwas Brot­rin­de und Eisen; am Gau­men dif­fe­ren­zier­te, trans­pa­ren­te Frucht mit einem Hauch von Süß­holz, reif und har­mo­nisch, mit geschlif­fe­nen Tan­ni­ne und lan­gem Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2013 Tau­ra­si Poli­phe­mo, Tec­ce Lui­gi
Dich­ter Rubin; Duft nach rei­fen Wald­bee­ren; am Gau­men Schwarz­kir­schen und über­rei­fe Brom­bee­ren, dif­fe­ren­ziert, dicht und schmel­zig, schö­ner Kör­per, lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2012 Tau­ra­si Riser­va, Don­nach­ia­ra
Dunk­les Rubin­rot; im fein mine­ra­li­schen Duft Schwarz­kir­sche und über­rei­fe Brom­bee­re; am Gau­men reif und schmel­zig mit einer Spur Scho­ko­la­de, schö­ner Kör­per, rela­tiv lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2012 Irpi­nia Aglia­ni­co Cel­sì, Fio­ren­ti­no
Kräf­ti­ger bräun­li­cher Rubin; ein­neh­men­der Duft nach rei­fen Kir­schen und Brom­bee­ren, unter­legt mit einer Spur Holz, frei­gie­big und fül­lig; am Gau­men reif, weich und har­mo­nisch, schon gut ent­wi­ckelt, rela­tiv lan­ger Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


Eben­falls bemer­kens­wert:
2009 Faler­no del Mas­si­co Ros­so Ange­lus, Fat­to­ria Paga­no
2015 San­nio Aglia­ni­co Civico 28, Tenuta Fon­ta­na
2015 San­nio Aglia­ni­co Manent, Terre Stre­ga­te
2012 Irpi­nia Cam­pi Tau­ra­s­i­ni Vad­an­ti­co, Col­li di Cas­tel­fran­ci
2012 Tau­ra­si, Tenuta del Merig­gio
2012 Tau­ra­si, Pie­tra­cupa
2012 Tau­ra­si, Vil­la Rai­ano
2012 Tau­ra­si, Anti­co Cas­tel­lo
2011 Tau­ra­si Pri­mum Riser­va, Guas­ta­fer­ro
2014 Cam­pa­nia Aglia­ni­co Core, Mon­te­ve­tra­no

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Rotweine Basis Piedirosso, Pallagrello Nero, Primitivo und andere


2013 Col­li di Saler­no Ros­so Mon­te­ve­tra­no, Mon­te­ve­tra­no
Kräf­ti­ger bräun­li­cher Rubin; dif­fe­ren­zier­ter, nuan­cier­ter Duft nach Wald­bee­ren und Pflau­men, fei­ne Kräu­ter­wür­ze; am Gau­men reif mit einem Hauch von Lakrit­ze und Süß­holz, dicht ele­gant, lang und har­mo­nisch mit schö­ner Span­nung.
Bewer­tung: 91 Punk­te


2015 Faler­no del Mas­si­co Pri­mi­tivo Lapil­li, Coll­e­fa­sa­ni
Leicht bräun­li­cher Rubin; ein­neh­men­der Duft nach Wald­bee­ren, unter­legt mit einem Hauch von Back­pflau­men und Holz; am Gau­men rei­fe Brom­bee­ren und wie­der Back­pflau­men, eine Spur Scho­ko­la­de, reif und dif­fe­ren­ziert mit geschlif­fe­nen Tan­ni­nen und lan­gem Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2012 Faler­no del Mas­si­co Pri­mi­tivo Civico, 34, Tenuta Fon­ta­na
Bräun­li­cher Rubin; im zurück­hal­ten­den Duft Pflau­men, Kräu­ter, ein Hauch Blut und Eisen; am Gau­men reif mit schö­nem Schliff, viel Kraft, fei­nen Tan­ni­nen und lan­gem Nach­hall.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2016 San­nio Ros­so Secu­tor,  Mas­se­ria Vig­ne Vec­chie
Kräf­ti­ger dunk­ler Rubin; im Duft fei­ne Wald­bee­ren mit Anklän­gen an Brom­beer­ge­lee; am Gau­men schon gut ent­wi­ckelt, schmel­zig und mit schö­nem Schliff, nuan­cier­te rei­fe Frucht, lan­ger Nach­hall, beacht­li­ches Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al.
Bewer­tung: 89 Punk­te


2013 Terre del Vol­tur­no Pal­lag­rel­lo Nero Cun­to Murel­la , Alois
Dich­ter Rubin; Aro­men von fei­nen, wür­zi­gen Wald­bee­ren und Pflau­men, dif­fe­ren­ziert und kom­plex; im Mund ist die Frucht mit etwas Bit­ter­scho­ko­la­de unter­legt, stof­fig und straff, gutes Ent­wick­lungs­po­ten­ti­al.
Bewer­tung: 89 Punk­te


Eben­falls bemer­kens­wert:
2013 Cam­pi Fle­grei Pie­di­ros­so Tenuta Camal­do­li Riser­va, Astro­ni
2012 San­nio Pie­di­ros­so Can­to­ne Jana­re, La Guar­di­en­se
2012 Casa­vec­chia di Pon­tela­to­ne Libe­ri, Scla­via
2014 Terre del Vol­tur­no Pal­lag­rel­lo Nero Mon­te­car­dil­lo, Scla­via
2011 Terre del Vol­tur­no Casa­vec­chia Mon­te Mag­gio­re, Il Ver­ro
2015 Terre del Vol­tur­no Ros­so Sab­bie di Sopra il Bosco, Nan­ni Copé
2013 Terre del Vol­tur­no Casa­vec­chia Tre­bu­la­num, Alois

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