Großhändler über den Weinmarkt Deutschland (2) – Rudolf Knickenberg

Rudolf Knickenberg
Die Schlumberger Vertriebsgesellschaft ist einer der großen nationalen Weindistributoren in Deutschland. Als Vollsortimenter bieten sie und ihrer Tochter Segnitz dem Fachhandel und der Gastronomie ein breites Spektrum an Weinen, deutsche Weine eingeschlossen. Über das Bremer Weinkolleg beliefert sie auch den Endkunden. Geschäftsführer Rudolf Knickenberg antwortet auf die Fragen von Ulrich Sautter.

Die Schlum­ber­ger Ver­triebs­ge­sell­schaft in Mecken­heim bei Bonn ist eine Toch­ter der Schlum­ber­ger Unter­neh­mens­grup­pe in Wien, deren Stamm­ge­schäft die Sekt­pro­duk­ti­on dar­stellt. Als deutsch­land­weit orga­ni­sier­ter Groß­händ­ler dürf­te Schlum­ber­ger zu den Top 5 der Bran­che zäh­len. Genaue Umsatz­zah­len sind nicht bekannt. Auch die Han­dels­häu­ser Seg­nitz (nebst Bre­mer Wein­kol­leg) sowie der bis­lang mit drei Filia­len im Bun­des­land Nordrhein-Westfalen prä­sen­te Fach­händ­ler FUB gehö­ren zu Schlum­ber­ger (die­se wer­den jedoch gera­de geschlos­sen).

Das als beson­ders ver­triebs­stark gel­ten­de Unter­neh­men hat ein inter­na­tio­nal breit gefä­cher­tes Sor­ti­ment, in dem auch Wei­ne der Neu­en Welt (zum Bei­spiel Berin­ger, Drou­hin Ore­gon, Rose­mount, Alles­ver­lo­ren) ver­gleichs­wei­se stark ver­tre­ten sind. Dabei ist das Schlumberger-Profil ins­be­son­de­re bei den euopäi­schen Pro­ve­ni­en­zen durch ein Neben­ein­an­der von grö­ße­ren Mar­ken und hoch­wer­ti­gen Tra­di­ti­ons­wein­gü­tern gekenn­zeich­net (zum Bei­spiel Domai­nes Ott, Mastro­ber­ar­di­no, C.V.N.E) – und offen­sicht­lich mit die­ser Mischung sehr erfolg­reich.

Rudolf Knickenberg, Geschäftsführer der Schlumberger Vertriebsgesellschaft:

Wel­che Wei­ne Ihres Sor­ti­ments waren im Jahr 2010 am erfolg­reichs­ten? 

Die Cham­pa­gner aus dem Hau­se Lou­is Roede­rer: der Roede­rer Brut Pre­mier und der Roede­rer Cris­tal. Auch das Bordeaux-Portfolio ent­wi­ckelt sich gut, vor allem mit Châ­teau de Pez und die Réser­ve de la Com­tesse, dem Zweit­wein von Pichon Lalan­de. Viel Freu­de machen uns auch die Wei­ne der Tenuta dell’Ornellaia und der Gru­po Pes­que­ra mit Pes­que­ra Cri­an­za, Cond­ado de Haza Cri­an­za und Dehe­sa la Gran­ja, der zwar offi­zi­ell ein Tafel­wein ist, aber nur, weil die Wein­ber­ge über die DO Toro hin­aus­ge­ben.

Wel­che Grün­de sehen Sie für den Erfolg die­ser Wei­ne als aus­schlag­ge­bend an?

Auf­grund der sehr guten Qua­li­tät unse­res Sor­ti­ments haben wir in allen Ver­triebs­we­gen vie­le Neu­kun­den gewin­nen kön­nen.

Von wel­chen Wei­nen hät­ten Sie sich mehr erwar­tet?

Vom Basis-Sortiment bei Fres­co­bal­di. Ab April wer­den die­se Wei­ne zu einem ande­ren Impor­teur wech­seln. Ornel­l­a­ia und Luce del­la Vite blei­ben jedoch bei Schlum­ber­ger.

Wel­che Rebsorte(n) und/oder wel­che Region(en) sind dabei, an Popu­la­ri­tät zu gewin­nen?

Ries­ling und Pinot Noir.

Wel­ches Preis­seg­ment ver­liert an Boden?

Das Ein­stiegs­seg­ment.

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