Glühwein selber machen: Die leckersten Rezepte im Überblick

Glühwein bei der Zubereitung im Topf
Sobald es draußen kälter wird, kann der Weinkenner es kaum erwarten, sich mit einem leckeren Glühwein wieder aufzuwärmen. Aber schnöden Glühwein aus dem Regal kann ja jeder. Wir haben unsere Autorin und Hobbyköchin Ulla Schmitz nach den leckersten Rezepten gefragt, mit denen man Glühwein ruck, zuck selber machen kann.

Natür­lich gilt es am Koch­topf eini­ge Grund­re­geln zu beach­ten: Der Lieb­lings­wein soll­te die Basis bil­den, wäh­rend die Gewür­ze das Gan­ze ver­fei­nern und nicht mehr. Denn ein Geschmacks-tuning ist in heu­ti­gen Zei­ten übli­cher­wei­se nicht mehr nötig. Aber reden wir nicht lan­ge um den hei­ßen Wein her­um, hier erfah­ren Sie, was in den per­fek­ten selbst­ge­mach­ten Glüh­wein hin­ein­ge­hört und zwar in mei­nen bei­den Lieb­lings­re­zep­ten mit und ohne Alko­hol.



Weitere Glühwein Rezepte:

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Glühwein zubereiten: So gelingt er und das sollten Sie vermeiden

Die Zube­rei­tung von Glüh­wein ist zwar rela­tiv ein­fach, aller­dings lau­ern hier vie­le Stol­per­fal­len, wel­che das Geschmacks­er­leb­nis trü­ben kön­nen.

Wir zei­gen Ihnen kurz und knapp die bes­ten Tipps und häu­figs­ten Feh­ler wel­che bei der Zube­rei­tung von Glüh­wein gemacht wer­den. Wenn Sie die­se Feh­ler ken­nen und ver­mei­den, wird Ihr selbst gemach­ter Glüh­wein ganz sicher gelin­gen.

Welcher Wein ist am besten für Glühwein?

Am bes­ten geeig­net sind Rot­wein­sor­ten, die mil­de Tan­ni­ne und wenig Säu­re mit­brin­gen, denn die Gewür­ze und Früch­te sor­gen ohne­hin für genü­gend Bewe­gung auf der Zun­ge. Ide­al sind bei­spiels­wei­se:

  • Mer­lot
  • Dorn­fel­der
  • Spät­bur­gun­der
  • Lem­ber­ger
  • Zwei­gelt

Welche Gewürze gehören in den Glühwein?

Klas­si­scher­wei­se wer­den als Glüh­wein­ge­wür­ze Zimt, Stern­anis, Kar­da­mom, Gewürz­nel­ken sowie Vanil­le und Orangen- oder Zitro­nen­ab­rieb ver­wen­det.

Weihnachtsmarkt Glühweinstand

Minderwertige Grundzutaten für den Glühwein verwenden

Eine Ket­te ist immer nur so stark wie ihr schwächs­tes Glied. Der glei­che Spruch gilt auch beim The­ma Glüh­wein. Ein guter Glüh­wein ist immer nur so gut wie sei­ne Basis­zu­ta­ten. Ver­wen­den Sie min­der­wer­ti­ge Zuta­ten (bil­li­gen Wein oder künst­li­che Aro­men) kön­nen Sie nicht erwar­ten, dass das End­pro­dukt ein geschmack­li­cher Über­flie­ger wird.

Zu viele Gewürze oder Zucker in den Glühwein mischen

Bei der Zube­rei­tung des Glüh­weins soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Sie es mit der Zuga­be der Zuta­ten und dem Wür­zen lang­sam ange­hen las­sen. Vie­le der Gewür­ze wie zum Bei­spiel Nel­ken, Stern­anis und Zimt brau­chen etwas Zeit bis Sie ihren Geschmack ent­fal­ten kön­nen. Ein­fach Zuta­ten hin­zu­ge­ben und abschme­cken, wird in der Regel nicht funk­tio­nie­ren. Las­sen Sie den Glüh­wein erst eini­ge Zeit zie­hen bevor Sie abschme­cken. Soll­te er dann immer noch etwas zu lau schme­cken kön­nen Sie immer noch nach­wür­zen.

Sich zu wenig Zeit bei der Zubereitung nehmen

Gut Ding will Wei­le haben! Erst recht beim Glüh­wein, denn die­ser benö­tigt für das per­fek­te Ergeb­nis eine gro­ße Por­ti­on Zeit. Glüh­wein an sich, benö­tigt eini­ge Stun­den zum Zie­hen bevor er ser­viert wer­den kann. Berei­ten Sie ihren Glüh­wein bereits am Mor­gen vor oder las­sen Sie ihn gleich über Nacht zie­hen. Wich­tig ist hier aller­dings, dass das Gefäß stets abge­deckt ist.

Den Glühwein einer zu großen Hitze aussetzen

Hier­bei han­delt es sich um den häu­figs­ten Feh­ler bei der Zu­be­rei­tung. Setz­ten Sie ihren Glüh­wein bei der Zube­rei­tung kei­ner gro­ßen Hit­ze aus. Es ist beson­ders wich­tig, dass die Tem­pe­ra­tur lang­sam ange­ho­ben wird und dass der Wein nicht zum Kochen gebracht wird. Die idea­le Tem­pe­ra­tur beträgt ca. 60 bis 70 Grad Cel­su­is. Bei zu gro­ßer Hit­ze wer­den die Gewür­ze bit­ter und die Gewür­ze ver­lie­ren ihre Aro­men.

Den Alkoholgehalt des Glühweins unterschätzen

Auch wenn der Glüh­wein vie­len Men­schen bes­ser schmeckt und sie den Geschmack weni­ger inten­siv oder ange­neh­mer emp­fin­den, darf man nicht ver­ges­sen, dass es sich hier um ein alko­ho­li­sches Getränk han­delt, was einen ähn­li­chen Alko­hol­ge­halt hat wie der Wein mit dem er zube­rei­tet wird. Durch die Zuga­be von Früch­ten, Säf­ten und Gewür­zen schmeckt man den Alko­hol aller­dings weni­ger. Dies kann sich dann am nächs­ten Mor­gen rächen.

 

Zum Schluss noch der Trink­spruch, tra­di­tio­nell und pas­send:

„Ein Gläs­chen Glüh­wein in Ehren kann nie­mand ver­weh­ren. Und schon gar nicht drei oder vier, denn bei dem Wet­ter geht man nicht mehr vor die Tür!“

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