Französische Weine: Das muss man wissen

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Weine, Anbaugebiete, Rebsorten: Die wichtigsten Informationen rund um Wein aus Frankreich

Frank­reich ist bekannt für sei­ne kuli­na­ri­schen Genüs­se. Dazu zählt auch der fran­zö­si­sche Wein. Der ist bei Wein­ken­nern und Men­schen, die es wer­den wol­len, hoch ange­se­hen. Wein ist ein fes­ter Teil der Lan­des­kul­tur. Im Jahr 2021 wur­den pro Kopf etwa 47 Liter Wein in Frank­reich getrun­ken. Das Land ist auf Platz 2 der größ­ten Wein­pro­du­zen­ten weltweit.

Jede Anbau­re­gi­on trägt zur Viel­falt an Rot­wei­nen, Weiß­wei­nen, Schaum­wei­nen und loka­len Spe­zia­li­tä­ten bei. In die­sem Arti­kel gibt es die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen rund um Wei­ne aus Frank­reich. Wir stel­len die ver­schie­de­nen Regio­nen vor und erklä­ren, wel­che Wein­sor­ten man ken­nen sollte.

Das macht Wein aus Frankreich besonders

Frank­reich besitzt eine gro­ße Zahl an Wein­bau­ge­bie­ten, die über das gan­ze Land ver­teilt sind. Sie unter­schei­den sich in ihrer Boden­be­schaf­fen­heit, dem Kli­ma und den Men­schen mit ihren unter­schied­li­chen Tem­pe­ra­men­ten und Vor­stel­lun­gen vom Wein. Das alles wirkt sich auf die Wein­pro­duk­ti­on aus. Ins­ge­samt gibt es unge­fähr 2900 ver­schie­de­ne Reb­sor­ten  Wein in Frankreich.

Anders als in Deutsch­land sind Rot­wei­ne in Frank­reich öfter ver­tre­ten als Weiß­wei­ne. Beim Wein­händ­ler kann man auch in Deutsch­land eine Men­ge fran­zö­si­sche Rot­wei­ne fin­den. Wein aus Frank­reich wird amt­lich in vier Qua­li­täts­stufen unter­teilt. Je nach Qua­li­tät muss mehr über die Her­kunft ange­ge­ben wer­den. Beim ein­fa­chen Vin de Table reicht es, Frank­reich als Her­kunfts­land zu nen­nen. Der Vin de Pays muss außer­dem die Regi­on ange­ge­ben wer­den, aus der er stammt.

Die hoch­wer­tigs­ten Wei­ne wer­den als Vin Déli­mi­té de Qua­li­té Supé­ri­eu­re und Appel­la­ti­on d’Origine Con­tro­lée (AOC) dekla­riert. Für Ers­te­re gel­ten deut­lich stren­ge­re Qua­li­täts­vor­schrif­ten als für Tafel- und Land­wei­ne, für die AOC-Weine noch stren­ge­re.  Außer­dem sind die Gren­zen der Anbau­ge­bie­te umso enger gefasst, je höher die Wei­ne in der Hier­ar­chie stehen.

Diese Anbauregionen sollte man kennen

Quer durch Frank­reich sind die unter­schied­li­chen Wein­bau­re­gio­nen ver­streut. Vie­le der Namen kennt man, denn nach ihnen sind bekann­te Wei­ne benannt. Hier sind eini­ge der wich­tigs­ten Regio­nen und was sie beson­ders macht.

Burgund

Im öst­li­chen Teil von Frank­reich liegt die Regi­on Bur­gund. Sie gehört zu den bekann­tes­ten Anbau­ge­bie­ten. Hier ist der Pinot Noir zu Hau­se, in Deutsch­land aus pät­bur­gun­der bekannt. Es gibt aber auch Weiß­wei­ne den Sor­ten Ali­go­té und Char­don­nay, die man sich nicht ent­ge­hen las­sen soll­te. Die Viel­sei­tig­keit macht die­se Wein­re­gi­on zu einem loh­nens­wer­ten Reiseziel.

Bordeaux

Die­ses Anbau­ge­biet trägt den­sel­ben Namen wie die Haupt­stadt der umlie­gen­den Regi­on. Bor­deaux ist bekannt für sei­ne hoch­wer­ti­gen Rot­wei­ne. Sie wer­den aus Sor­ten wie Mer­lot, Caber­net Franc und Caber­net Sau­vi­gnon gewonnen.

Rhone

Der Wein­bau in die­ser Regi­on erstreckt sich durch das Tal des Flus­ses Rho­ne von der Stadt Lyon bis hin­un­ter an die Mit­tel­meer­küs­te. Je nach Lage wer­den unter­schied­li­che Wei­ne pro­du­ziert. Zu den wich­tigs­ten Reb­sor­ten gehö­ren Mar­san­ne (weiß), Rous­san­ne (weiß) sowie Syrah (rot) und Gren­ache (rot). Der berühm­te Rot­wein Chateauneuf-du-Pape, der aus meh­re­ren Reb­sor­ten besteht, wird im Süden des Rho­ne­tals hergestellt.

Champagne

Wie der Name schon ver­rät, stammt der berühm­te fran­zö­si­sche Schaum­wein Cham­pa­gner aus die­ser Regi­on. Er wird aus­schliess­lich dort her­ge­stellt. Das heißt, dass Cham­pa­gner immer aus der Cham­pa­gne kommt. Trau­ben ande­rer Regio­nen sind nicht zuge­las­sen. Ande­re Regio­nen pro­du­zie­ren dafür Cré­mant. Char­don­nay, Pinot Meu­nier und Pinot Noir – das sind die Sor­ten, aus denen ein Cham­pa­gner gekel­tert wird. 

Elsass

Das Elsass liegt an der deutsch-französi­schen Gren­ze und gehör­te frü­her ein­mal zu Deutsch­land. Durch die­se gemein­sa­me Ver­gan­gen­heit bie­tet die Regi­on eine ein­zig­ar­ti­ge kul­tu­rel­le Mischung. Im Elsass wer­den haupt­säch­lich Weiß­wei­ne her­ge­stellt, allen vor­an Ries­ling. Wer die Elsäs­ser Wein­stra­ße besucht, soll­te sich den hoch­aro­ma­ti­schen Gewürz­tra­mi­ner und den Pinot Gris (Grau­bur­gun­der) nicht ent­ge­hen lassen.

Fazit

Gutes Essen und guter Wein – das kommt vie­len Men­schen in den Sinn, wenn sie an Frank­reich den­ken. Das Land besitzt eine Viel­falt an Wein­re­gio­nen, in denen aller­lei Wei­ne pro­du­ziert wer­den. Egal, ob Rot­wein, Rosé­wein, Weiß­wein oder Schaum­wein: In Frank­reich gibt es Wein für jeden Geschmack. Vom ein­fa­chen Tafel­wein zu ganz beson­de­ren Spe­zia­li­tä­ten aus kon­trol­lier­ter Her­kunft. Frank­reich ist stolz auf sei­ne Wein­kul­tur. Dar­um lohnt es sich für Wein­fans, die unter­schied­li­chen Wei­ne aus Frank­reich selbst zu probieren.

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