Flüssiges Gold: spanisches Olivenöl und seine Herstellung

Olivenöl gehört zur mediterranen Diät wie Gemüse, Salat und Wein. Wer gesund leben und gleichzeitig genießen will, kommt an dem flüssigen Gold nicht vorbei.

Im Her­zen des Mit­tel­meer­raums erstreckt sich eine Land­schaft von üppi­gen Oli­ven­hai­nen, die seit Jahr­tau­sen­den das kost­ba­re Eli­xier pro­du­zie­ren. Unter den Län­dern die­ser Regi­on nimmt Spa­ni­en eine her­aus­ra­gen­de Stel­lung ein, sowohl in Bezug auf die Men­ge als auch auf die Qua­li­tät sei­nes Oli­ven­öls. Von den son­nen­ver­wöhn­ten Hügeln Anda­lu­si­ens bis zu den ter­ras­sen­för­mi­gen Plan­ta­gen Kata­lo­ni­ens bie­tet das spa­ni­sche Oli­ven­öl eine fas­zi­nie­ren­de Rei­se durch die Kunst der Ölgewinnung.

Hochwertiges Olivenöl aus Spanien: eine jahrtausendalte Liaison

Die Geschich­te des Oli­ven­an­baus in Spa­ni­en reicht bis in die Anti­ke zurück, als die Phö­ni­zi­er die ers­ten Oli­ven­bäu­me in der Regi­on anpflanz­ten. Seit­dem ist Oli­ven­öl zu einem inte­gra­len Bestand­teil der spa­ni­schen Küche und Kul­tur gewor­den. Die Spa­ni­er schät­zen die Viel­sei­tig­keit und den unver­wech­sel­ba­ren Geschmack ihres Oli­ven­öls und ver­wen­den es groß­zü­gig in einer Viel­zahl von Gerich­ten – von ein­fa­chen Sala­ten bis hin zu kom­ple­xen Ein­töp­fen und Saucen.

Hoch­wer­ti­ges Oli­ven­öl aus Spa­ni­en ist bekannt für sei­ne her­aus­ra­gen­de Qua­li­tät und sei­nen unver­kenn­ba­ren Geschmack. Die Kom­bi­na­ti­on aus medi­ter­ra­nem Kli­ma, frucht­ba­rem Boden und tra­di­tio­nel­len Anbau­me­tho­den ver­leiht dem spa­ni­schen Oli­ven­öl sei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen Geschmack und sei­ne Aro­men. Von fruch­tig und gra­sig bis hin zu wür­zig und pikant bie­tet Spa­ni­en eine brei­te Palet­te von Olivenölen.

Wo wird Olivenöl in Spanien hergestellt?

Spa­ni­en ist der welt­weit größ­te Pro­du­zent von Oli­ven­öl und ver­fügt über eine beein­dru­cken­de Viel­falt an Anbau­ge­bie­ten, die sich über das gesam­te Land erstre­cken. Die süd­li­chen Regio­nen Anda­lu­si­ens, dar­un­ter die Pro­vin­zen Jaén, Cór­do­ba und Sevil­la, sind das Herz­stück der spa­ni­schen Oli­ven­öl­pro­duk­ti­on. Hier erstre­cken sich end­lo­se Oli­ven­hai­ne, deren Früch­te sorg­fäl­tig von erfah­re­nen Bau­ern geern­tet und zu kost­ba­rem Öl gepresst werden.

Neben Anda­lu­si­en spie­len auch ande­re Regio­nen eine wich­ti­ge Rol­le in der spa­ni­schen Oli­ven­öl­pro­duk­ti­on. Die son­nen­ver­wöhn­ten Hän­ge der Extre­ma­du­ra im Wes­ten des Lan­des sowie die ter­ras­sier­ten Plan­ta­gen Kata­lo­ni­ens im Nord­os­ten tra­gen eben­falls zur rei­chen Viel­falt des spa­ni­schen Oli­ven­öls bei. Jede Regi­on bringt ihre eige­nen ein­zig­ar­ti­gen Sor­ten her­vor, die durch das loka­le Ter­ro­ir und die tra­di­tio­nel­len Anbau­me­tho­den geprägt sind.

Ernte und Herstellung von Olivenöl

Die Ern­te und Her­stel­lung von Oli­ven­öl sind eine Kunst, die Gene­ra­tio­nen von Bau­ern in Spa­ni­en und auf der gan­zen Welt seit Jahr­hun­der­ten beherr­schen. Von der sorg­fäl­ti­gen Aus­wahl der Oli­ven bis hin zur scho­nen­den Wei­ter­ver­ar­bei­tung in der Ölmüh­le spie­len vie­le Schrit­te eine ent­schei­den­de Rol­le, um hoch­wer­ti­ges Oli­ven­öl von erst­klas­si­ger Qua­li­tät zu gewinnen.

Die Olivenernte zur richtigen Zeit

Die Ern­te­zeit ist ent­schei­dend für die Qua­li­tät des gewon­ne­nen Oli­ven­öls. Die Oli­ven soll­ten genau dann geern­tet wer­den, wenn sie ihren opti­ma­len Rei­fe­grad erreicht haben. Dies vari­iert je nach Sor­te und geo­gra­fi­scher Lage, liegt aber typi­scher­wei­se im spä­ten Herbst, wenn die Früch­te ihre cha­rak­te­ris­ti­sche Far­be und ihren vol­len Geschmack ent­wi­ckelt haben. Erfah­re­ne Bau­ern über­wa­chen den Rei­fe­grad der Oli­ven sorg­fäl­tig und wäh­len den idea­len Zeit­punkt für die Ern­te aus, um die best­mög­li­che Qua­li­tät des Öls zu gewährleisten.

Weiterverarbeitung der Oliven in der Ölmühle

Nach der Ern­te wer­den die Oli­ven schnellst­mög­lich zur Ölmüh­le gebracht, um ihre Fri­sche und Qua­li­tät zu erhal­ten. Dort durch­lau­fen sie eine Rei­he von Schrit­ten, um das kost­ba­re Öl zu extrahieren:

  1. Waschen: Die Oli­ven wer­den zunächst gründ­lich gewa­schen, um Schmutz, Staub und ande­re Ver­un­rei­ni­gun­gen zu ent­fer­nen, die sich wäh­rend der Ern­te ansam­meln kön­nen. Sau­be­re Oli­ven sind ent­schei­dend für die Qua­li­tät des Endprodukts.
  2. Kalt­pres­sung: Bei der Kalt­pres­sung wer­den die Oli­ven zu einer Pas­te gemah­len, die anschlie­ßend in spe­zi­el­len Pres­sen gepresst wird, um das Öl zu extra­hie­ren. Der Begriff “kalt” bezieht sich dar­auf, dass kei­ne Hit­ze ver­wen­det wird, um das Öl zu gewin­nen. Die­se Metho­de bewahrt die natür­li­chen Aro­men und Nähr­stof­fe der Oli­ven und führt zu einem hoch­wer­ti­gen, geschmacks­in­ten­si­ven Öl.
  3. Kalt­ex­trak­ti­on: Ähn­lich wie bei der Kalt­pres­sung erfolgt auch die Kalt­ex­trak­ti­on ohne den Ein­satz von Hit­ze. Hier­bei wird die Oli­ven­pas­te in moder­nen Zen­tri­fu­gen zen­tri­fu­giert, um das Öl von den fes­ten Bestand­tei­len zu tren­nen. Die­se Metho­de ermög­licht eine effi­zi­en­te und scho­nen­de Extrak­ti­on des Öls und wird häu­fig in indus­tri­el­len Ölmüh­len eingesetzt.
  4. Abfül­lung: Nach der Extrak­ti­on wird das gewon­ne­ne Oli­ven­öl sorg­fäl­tig gefil­tert, um etwa­ige Rück­stän­de zu ent­fer­nen und anschlie­ßend in Fla­schen oder ande­re Behäl­ter abge­füllt. Um die Fri­sche und Qua­li­tät des Öls zu erhal­ten, erfolgt auch die­ser letz­te Schritt der Her­stel­lung unter streng kon­trol­lier­ten Bedingungen.

Wie gesund ist Olivenöl?

Oli­ven­öl gilt seit lan­gem als eines der gesün­des­ten Öle der Welt und wird auf­grund sei­ner zahl­rei­chen gesund­heit­li­chen Vor­tei­le von Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­lern und Gesund­heits­exper­ten hoch geschätzt. Sei­ne Zusam­men­set­zung aus ein­fach unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren, ins­be­son­de­re Ölsäu­re, sowie anti­oxi­da­tiv­en Ver­bin­dun­gen macht es zu einem wert­vol­len Bestand­teil einer aus­ge­wo­ge­nen Ernährung.

So sol­len die­se herz­ge­sun­den Fett­säu­ren das Herz-Kreislauf-System unter­stützen , indem das schlech­te LDL-Cholesterin gesenkt und gleich­zei­tig das gute HDL-Cholesterin erhöht wird. Zudem sol­len die in Oli­ven­öl ent­hal­te­nen Anti­oxi­dan­ti­en wie Vit­amin E und Poly­phe­no­le ent­zün­dungs­hem­men­de Eigen­schaf­ten besit­zen, die das Risi­ko von Krebs und ande­ren chro­ni­schen Krank­hei­ten ver­hin­dern sol­len. Dar­über hin­aus soll Oli­ven­öl auch die Ver­dau­ung unter­stüt­zen und bei der Gewichts­ab­nah­me hel­fen, wenn es in Maßen ver­zehrt wird.

Worauf sollte man beim Kauf von Olivenöl achten?

Trotz der zahl­rei­chen gesund­heit­li­chen Vor­tei­le ist Oli­ven­öl nicht gleich Oli­ven­öl. So müs­sen Ver­brau­cher beim Kauf von Oli­ven­öl eini­ges beach­ten, um tat­säch­lich ein authen­ti­sches, hoch­wer­ti­ges Öl zu erhal­ten, statt einem min­der­wer­ti­gen Misch- oder gar Tresteröl.

Der ers­te Schritt bei der Suche nach einem hoch­wer­ti­gen Oli­ven­öl ist die Bezeich­nung “extra nativ”. Extra nati­ves Oli­ven­öl weist die höchs­te Qua­li­tät auf, da es durch eine beson­ders scho­nen­de Ver­ar­bei­tung gewon­nen wird. Zudem soll­te das Oli­ven­öl der Wahl aus einem renom­mier­ten Anbau­ge­biet wie Spa­ni­en, Ita­li­en oder Grie­chen­land stam­men, die für ihre erst­klas­si­gen Oli­ven­öle bekannt sind. Dar­über hin­aus ist es wich­tig, auf das Her­stel­lungs­da­tum und das Ver­falls­da­tum zu ach­ten, um sicher­zu­stel­len, dass das Oli­ven­öl frisch und von hoher Qua­li­tät ist.Olivenöl

Auch die Ver­pa­ckung des Oli­ven­öls spielt bei der Aus­wahl eine Rol­le. So soll­te Oli­ven­öl stets in dunk­len Glas­fla­schen abge­füllt sein, um das kost­ba­re Eli­xier vor Licht zu schüt­zen und sei­ne Halt­bar­keit zu ver­län­gern. Nicht zuletzt soll­ten Ver­brau­cher nach Zer­ti­fi­zie­run­gen wie dem EU-Biosiegel oder dem PDO-Label (Pro­tec­ted Desi­gna­ti­on of Ori­gin) Aus­schau hal­ten, die die Echt­heit und Qua­li­tät des Oli­ven­öls garan­tie­ren. Auf die­se Wei­se kann man sicher­stel­len, dass man ein hoch­wer­ti­ges und authen­ti­sches Oli­ven­öl erwirbt.

 

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